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So wird Cannabis konsumiert

22/12/2022 3 MIN. LESEZEIT Sophie Klingler
22/12/2022 3 MIN. LESEZEIT Sophie Klingler

Obwohl der Handel mit Cannabis laut deutschem BtMG (Betäubungsmittelgesetz) noch immer der Strafverfolgung unterliegt, wird in Deutschland trotzdem fleißig THC konsumiert. Wie genau die Nutzer dabei vorgehen, ist nicht kompliziert: Denn es gibt eigentlich nur drei Arten, wie Cannabis konsumiert werden kann. Dabei wird Cannabis bei der sogenannten Decarboxylierung meist erhitzt, denn nur so wird das enthaltene THCA in psychoaktives THC umgewandelt. 

Am bekanntesten ist wohl das Inhalieren durch einen Joint, doch es gibt auch ganz spezielle Arten der äußerlichen Anwendung, zum Beispiel bei bestimmten medizinischen Cannabis-Produkte. Wie schnell und intensiv die Wirkung ist, ist dabei auch von der Einnahmemethode abhängig.

Inhalation von Cannabis

Die wohl beliebteste Methode des Inhalierens von Cannabis sorgt dafür, dass das THC über die Lunge schnell in die Blutbahn gelangt und sofort, aber nur kurzfristig, berauschend wirkt.

Was ist ein Joint und wie raucht man ihn? 

Die meisten Cannabis-Nutzer rauchen THC über den klassischen Joint. Ein Joint ist eine selbstgedrehte Zigarette, der neben Tabak Haschisch oder Marihuana beigemischt worden ist. Wie jede reguläre Zigarette wird der Joint geraucht. Dabei inhalieren Raucher nicht nur richtig reines Cannabis, sondern auch zusätzliche Verbrennungsprodukte des Joints. Genauso läuft es auch beim Cannabis-Rauchen mit der Pfeife oder Bong. Wie bei einer normalen Zigarette ist das Rauchen auch hier gesundheitsschädlich. 

Was raucht man von der Cannabispflanze?

Es werden hauptsächlich die getrockneten Blüten und Blätter der weiblichen Cannabispflanze zerkleinert als Marihuana oder ihr Harz als Haschisch zum Rauchen benutzt. Umgangssprachlich spricht man deswegen von Gras rauchen. Seltener werden auch Cannabis-Konzentrate wie Cannabis-Öl oder -Wachs in selbst gebastelten Vorrichtungen gedampft. 

Dampfen

Es gibt aber auch die weniger verbreitete Methode, Gras zu dampfen. Mit einem Vape Pen oder Vaporizer kann reines THC ohne Tabak oder andere Verbrennungsprodukte geraucht werden. Dabei wird das Cannabis nicht wie beim Rauchen verbrannt, sondern lediglich erhitzt. Das macht das Dampfen zu einer schonenderen Alternative zum Rauchen.

Cannabis oral konsumieren

Weniger verbreitet – aber immer beliebter – sind Cannabis-Produkte, die über den Mund aufgenommen werden. Die Wirkung über den Magen-Darm-Trakt ist viel langsamer als über die Lunge, hält dafür aber länger an und ist intensiver.  

Essen: Edibles

Sogenannte Edibles sind meist Backwaren wie Brownies oder Kuchen (Space Cake), in denen Marihuana oder Haschisch, Cannabisöl oder Cannabutter enthalten sind. Es gibt sogar extra Kochrezepte für verschiedenste Gerichte, darunter auch Bonbons, Cookies oder Konfitüren und Gummibärchen.

Allerdings sollte die Dosierung und Zugabe des Cannabis mit Vorsicht erfolgen, da die Intensität der Wirkung von Edibles oft unterschätzt wird und zu einer Überdosis mit Kopfschmerzen, Übelkeit oder Angstzuständen führen kann.

Um dem vorzubeugen, gibt es auch vordosierte Pillen, Tabletten und Kapseln oder Nahrungsmittel mit Cannabiszusatz.

Es gibt auch noch die Möglichkeit, reine Cannabis-Blüten zu essen. Da das THCA in ihnen nicht erhitzt wird, haben sie allerdings keine berauschende Wirkung.

Unter der Zunge

Eine speziellere Einnahmemethode ist die sogenannte sublinguale Einnahme: Dabei werden Öle, Sprays und Tinkturen unter der Zunge aufgetragen. Besonders Öle mit hohem CBD- und geringem THC-Gehalt (kleiner als 0,2 %) erfreuen sich in den letzten Jahren immer größerer Beliebtheit, denn sie sind im Gegensatz zu Ölen mit höherem THC-Gehalt auch ohne Ausnahmegenehmigung legal erwerblich.

Trinken

Cannabis kann aber auch getrunken werden: Weit verbreitet ist beispielsweise Marihuana-Tee. Für einen solchen Tee werden die getrockneten Blüten und Blätter der Cannabispflanze aufgebrüht. Auch cannabinoidhaltige Getränke oder Cannabis-Öl kann man trinken oder als Zusatz anderen Getränken beimischen.

Äußere Anwendung

Des Weiteren kann Cannabis auch äußerlich angewandt werden. Besonders im kosmetischen sowie im medizinischen Bereich wird es dabei als Salbe oder Öl auf die Haut aufgetragen. So gelangt nur wenig THC ins Blut und es wird nur der Körper, nicht die Psyche beeinflusst. Dadurch kann es beispielsweise zur Hautpflege oder Schmerzlinderung an einer bestimmten Körperstelle beitragen. Eine äußerliche Anwendung ist also besonders für diejenigen geeignet, die keinen Rausch wollen, aber trotzdem gerne von der vielseitigen Wirkung der Cannabispflanze profitieren möchten.


FAQ

Die Antworten auf die wichtigsten Fragen zum Thema, wie man Cannabis konsumiert, findest du hier.

Ab wann darf man Cannabis konsumieren?

In Deutschland ist der Konsum von Cannabis grundsätzlich nach § 29 Betäubungsmittelgesetz verboten. Für bestimmte Patienten mit beispielsweise chronischen Schmerzen gibt es aber Ausnahmegenehmigungen, die beantragt werden müssen.

Warum wird Cannabis konsumiert?

Cannabis hat eine berauschende, schmerzstillende Wirkung. Je nach Sorte kann es entspannend oder aufputschend wirken. 

Wer konsumiert Cannabis?

Schätzungsweise hat in Deutschland fast jeder dritte Erwachsene Cannabis schon mindestens einmal konsumiert. Bei jungen Erwachsenen zwischen 18 und 25 ist es wahrscheinlich sogar fast jeder Zweite.

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