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Cannabis als Medikament – schon unsere Vorfahren nutzten es!

02/11/2022 4 MIN. LESEZEIT Sophie Klingler
02/11/2022 4 MIN. LESEZEIT Sophie Klingler

In der Geschichte der Menschheit spielt Hanf seit mindestens 12.000 Jahren eine große Rolle. Genutzt wurde es vor allem als Nahrungsmittel in Form von Getreide, aber auch Kleidung, Seile, Papier und Stoffe konnten von unseren Vorfahren aus der uralten Kulturpflanze hergestellt werden. Spätestens vor 5.000 Jahren wurde Cannabis erstmals gegen Schmerzen eingesetzt, verletzte Krieger deckten ihre Wunden mit Blättern der Cannabispflanze ab, aber auch Verbrennungen, Gelbsucht und sogar die Pest wurden mit Cannabis behandelt. Schließlich verdrängte im 20. Jahrhundert die wesentlich billigere Baumwolle die Hanfpflanze als Rohstoff für Kleidung und Co. Im selben Zuge etablierte sich in den USA die Prohibition, die Pharmaindustrie machte immense Fortschritte bei der Herstellung synthetischer Medikamente und Cannabis als Arzneimittel wurde schließlich verdrängt und verboten. Seit 2017 können Patienten in Deutschland offiziell Cannabis auf Rezept erhalten und gegen Schmerzen einsetzen. Mehr zu den rechtlichen Fragen und Einsatzmöglichkeiten von medizinischem Cannabis erfährst du hier.

Wirksamkeit und Anwendungsbereiche von Medizinal-Cannabis 

Der Einsatz von Cannabis zu medizinischen Zwecken war in Deutschland – genauso wie in vielen anderen Staaten – für lange Zeit undenkbar. Grund hierfür war die negative Stigmatisierung der Heilpflanze als Droge. Doch wie zahlreiche wissenschaftliche Studien und ärztliche Empfehlungen aufzeigen konnten, hilft Cannabis bei bestimmten Erkrankungen und kann beispielsweise die Symptome von Schmerzpatienten lindern. Auch kann Cannabis bei Depressionen helfen sowie bei einer Migräne hilfreich sein. Dies wird darauf zurückgeführt, dass Cannabis mit unserem körpereigenen Endocannabinoid-System (ECS) interagieren können soll. Mehr Infos hierzu und zum ECS findest du in diesem Artikel.

Cannabis gegen Schmerzen

Viele Schmerzpatienten fragen sich, welcher Arzt Cannabis verschreiben darf. Tatsächlich ist grundsätzlich jeder Haus- und Facharzt autorisiert, Cannabis auf Rezept zu verschreiben. Cannabis gegen Schmerzen kann in Form von getrockneten Cannabisblüten, Extrakten sowie anderen Arzneimitteln mit dem Wirkstoff THC verschrieben werden. Ebenso ist der Wirkstoff CBD bei medizinischen Cannabis ein wichtiger Bestandteil und wird ebenfalls gegen Schmerzen eingesetzt. Eine weitaus gesündere Methode als das Rauchen eines “Joints” ist die Verwendung eines Verdampfers (Vaporizers), mit dem Cannabisblüten und Extrakte inhaliert werden können. 

Verwendung bei multipler Sklerose

Die chronische neurologische Krankheit Multiple Sklerose (MS) betrifft das zentrale Nervensystem und umfasst das Gehirn sowie das Rückenmark. Betroffene leiden unter Bewegungsstörungen, Taubheitsgefühlen an den Extremitäten, Sehstörungen und generellen Schmerzen. Medizinales Cannabis kann MS-Symptome lindern, da das oftmals überbeanspruchte Nervensystem durch das “Andocken” von Botenstoffen (Phytocannabinoiden) an den körpereigenen Cannabinoid-Rezeptoren (CB1 und CB2) stimuliert wird. Zahlreiche wissenschaftliche Studien konnten zeigen, dass Cannabis gegen Schmerzen bei MS hilft. 

Cannabis im Rahmen einer Chemotherapie 

Schon seit Längerem herrscht im fachärztlichen Bereich weitestgehend Konsens darüber, dass Cannabis auf Rezept gegen im Rahmen einer Chemotherapie auftretende Beschwerden helfen kann. Die Anwendung von cannabinoiden Arzneimitteln kann Nebenwirkungen einer Chemotherapie, zum Beispiel das Erbrechen oder die Übelkeit, reduzieren und wirkt appetitfördernd. Cannabis kann bei Migräne, die oftmals bei der Behandlung eines Tumors auftreten kann, ebenfalls hilfreich sein. Mehr zum Thema Cannabis in der Krebstherapie findest du hier.

Eine Therapieoption bei Depressionen

Die Depression ist eine schwere und oftmals unterschätzte psychische Erkrankung, die sich in Form von Antriebslosigkeit, negativen Gedanken, Stimmungsschwankungen und allgemeiner Niedergeschlagenheit ausdrückt. In Deutschland sind über 5 Mio. der Erwachsenen (18–79 Jahre) nachweislich an einer Depression erkrankt, die Dunkelziffer ist wahrscheinlich höher. Es gibt viele verschiedene Therapiemöglichkeiten, um eine Depression zu heilen. Ein Gespräch mit einem Therapeuten wird aber unbedingt empfohlen, um die Depression langfristig in den Griff zu bekommen. Es gibt auch Erfahrungsberichte von Betroffenen, die ihre Depression durch den Einsatz von Cannabis behandeln konnten. In manchen Fällen wird Cannabis gegen Depressionen auf Rezept verschrieben, wenn eine Heilung der Krankheit dadurch wahrscheinlicher wird. 

Rechtslage zur Anwendung als Arzneimittel in Deutschland 

Seit März 2017 dürfen Ärzte in Deutschland Cannabis als Medizin auf Rezept verschreiben, wenn nachweislich keine therapeutischen Alternativen die Symptome der Patienten lindern. Zudem dürfen Ärzte auch nach eigenem Ermessen evaluieren, ob Beschwerden durch Cannabisblüten oder Cannabis-Präparate eventuell besser behandelt werden können und dann gegebenenfalls eine Cannabis-Therapie verordnen. Schmerzpatienten stellen sich oft die Frage, welche Cannabis-Medikamente es derzeit überhaupt gibt. Neben Cannabisblüten existieren cannabishaltige Fertigarzneimittel (z. B. Cannabis-Tinkturen, Dronabinol, Nabilon, Öle und Tabletten), die nach einer ärztlichen Diagnose auch auf Rezept online erhältlich sind. 

Die praktische und legale Alternative: CBD-Produkte

Cannabidiol (CBD) ist einer der Hauptwirkstoffe von Cannabis und fällt, anders als Tetrahydrocannabinol (THC), nicht unter das Betäubungsmittelgesetz. Voraussetzung für den legalen Gebrauch von CBD ist der THC-Grenzwert von 0,2 %, der nicht überschritten werden darf. In Deutschland sowie in anderen Ländern der EU ist der Erwerb und die Verwendung von CBD seit 2016 erlaubt und das Cannabidiol wird vielseitig eingesetzt. Viele Anwender nutzen CBD-Produkte zum Beispiel zur Entspannung oder auch gegen Schlafprobleme. Ein Cannabis-Rezept ist für den Erwerb nicht erforderlich, da CBD nicht unter das BTMG (Betäubungsmittelgesetz) fällt. Im VAAY-Shop findest du zahlreiche CBD-Produkte, unter anderem CBD-Öle, CBD Vape Pens, Hanf Vitamin Gummies und CBD-Kosmetikartikel.

besonders dann, wenn der THC-Gehalt zu hoch dosiert ist. Bei einer CBD-Behandlung treten hingegen für gewöhnlich keine Nebenwirkungen auf.

FAQs: 

Was ist der Unterschied zwischen THC und CBD? 

Der Wirkstoff THC (Tetrahydrocannabinol) ist in der Cannabis-Pflanze enthalten und gehört zu den psychoaktiven Wirkstoffen. CBD (Cannabidiol) ist ebenfalls ein Wirkstoff der Cannabis-Pflanze, allerdings ist die Wirkung von CBD nicht psychoaktiv und Produkte mit CBD sind legal und frei verkäuflich.

Wie bekommt man ein Rezept für medizinales Cannabis vom Arzt? 

Um medizinales Cannabis mit dem Wirkstoff THC zu erhalten, muss ein Arzt Cannabis als Medizin auf Rezept verschreiben. Dies kann er, wenn nachweislich keine therapeutischen Alternativen die Symptome des Patienten lindern konnten.

Können bei einer Cannabis-Therapie Nebenwirkungen auftreten? 

Ja, Nebenwirkungen können bei einer Cannabis-Therapie auftreten, besonders dann, wenn der THC-Gehalt zu hoch dosiert ist. Bei einer CBD-Behandlung treten hingegen für gewöhnlich keine Nebenwirkungen auf.

Beitragsbild: Unsplash.com

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