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Zahlen und Fakten: Cannabiskonsum in Deutschland und weltweit

04/10/2022 5 MIN. LESEZEIT Sophie Klingler
04/10/2022 5 MIN. LESEZEIT Sophie Klingler

Der Erwerb von Cannabis für nichtmedizinische Zwecke ist in Deutschland illegal. Trotzdem gibt es auch hierzulande und auf der ganzen Welt viele Konsumenten von Cannabis. Wir haben nachfolgend einige spannende Zahlen und Fakten zum weltweiten Cannabiskonsum und zur rechtlichen Lage für dich zusammengestellt.



Weltweite Verbreitung von Cannabis

Ob Bayern, Amerika oder Japan – auf der ganzen Welt gibt es Cannabiskonsum. Das ist nicht verwunderlich, denn Cannabis ist eine der ältesten Drogen der Welt und wird schon seit mehr als 2500 Jahren verwendet. Forscher fanden heraus, dass bereits im antiken China Cannabis eingesetzt wurde, vermutlich, um mit den Toten in Kontakt zu treten. 

Ein Blick in die Statistik: Cannabiskonsumenten in Deutschland

Der durchschnittliche Cannabiskonsum ist aufgrund der rechtlichen Lage in Deutschland schwer zu erfassen, doch laut einer Statistik der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) hatte im Jahr 2019 fast jeder zweite junge Erwachsene unter 25 zumindest schon einmal Cannabis probiert. Bei den Jugendlichen unter 18 war es jeder zehnte. Im Jahr 2021 haben laut der epidemiologischen Suchtsurvey fast 4,5 Millionen Menschen hierzulande zwischen 18 und 64 Jahren, also 8,8 % Prozent, Cannabis konsumiert. Die nicht erfassbare Dunkelziffer liegt dabei wahrscheinlich noch wesentlich höher, denn Cannabis gilt als die meistverbreitete illegale Droge in Deutschland.

Europäische Spitzenreiter beim Cannabiskonsum: Spanien und Frankreich

Was dich vielleicht überraschen mag: Das vermeintliche Kiffer-Mekka Holland ist nicht das europäische Land mit den an der Bevölkerungszahl gemessen meisten Cannabiskonsumenten. Frankreich und Spanien liegen beide auf dem ersten Platz mit einem Bevölkerungsanteil von 11 %, der angibt, schon einmal Cannabis konsumiert zu haben. Dann folgt Italien mit über 10 % und erst danach die Niederlande mit etwas mehr als 9 %. 

Zahlen zur Verbreitung von Cannabis außerhalb Europas

Die Länder mit den prozentual meisten Cannabiskonsumenten gibt es aber außerhalb Europas. In Israel ist der Anteil dabei am höchsten: Geschätzte 27 % der Bevölkerung hatten im Jahr vor der Befragung schon einmal Cannabis konsumiert. Mit über 18 % liegen die USA auf dem zweiten Platz, doch der Abstand zum Spitzenreiter ist groß. Danach folgen Jamaika, Chile, Kanada und Neuseeland, in diesen Ländern liegt der Anteil zwischen 18 und 14 %. Erst dann schließen sich die ersten europäischen Länder Frankreich und Spanien an. Japan gilt derweil als das Land mit den mutmaßlich wenigsten Cannabiskonsumenten. Allerdings ist es schwierig, hier aussagekräftige Zahlen zu erheben, da das Land sehr strenge Drogengesetze hat.



Einsatz von Cannabis in der Medizin

Die Behandlung von Krankheiten wie chronischen Schmerzen mit Cannabis ist in Deutschland seit 2017 legal und wird teilweise auch von den Krankenkassen übernommen. Man kann Cannabis also als Patient auf Rezept vom Arzt erhalten und dann legal einnehmen. Manche Experten schätzen die Wirkung von Cannabis als Medikament, da Marihuana nur selten starke Nebenwirkungen habe und auch keine Fälle tödlicher Überdosierung bekannt seien. Einige Fans von Cannabis glauben daher, dass das Risiko des Cannabiskonsums deutlich geringer sei als das Risiko der Einnahme vieler etablierter Medikamente.



Wirkungen und Effekte von Cannabis

Wie wirkt Cannabis eigentlich? Bei vielen Nutzern verändert Gras die Wahrnehmung und löst ein Glücksgefühl, das sogenannte “High”, aus. Der Inhaltsstoff, der für das High verantwortlich ist, heißt THC (Tetrahydrocannabinol). Durch das Rauchen von Cannabis zusammen mit Tabak gelangt das THC ins Blut und hierüber schließlich ins Gehirn, wo es mehrere Effekte auslösen und seine Wirkung entfalten kann. Bei einmaligem oder gelegentlichem Cannabiskonsum gibt es noch keine Toleranz, weshalb die Wirkungen recht stark spürbar sein können. Die typischen Symptome wie Müdigkeit, Entspannung, ein trockener Mund oder niedrigerer Blutdruck halten meist für eine Dauer von zwei bis drei Stunden nach dem Rauchen an.



Zur Frage der Legalität: Verkehrsfähigkeit von Cannabis

Der Handel mit Cannabis ist umstritten und hierzulande wie in vielen anderen Ländern weltweit illegal. Nach Anlage I zu §1 BtMG (Deutsches Betäubungsmittelgesetz) gilt Cannabis in Deutschland als Betäubungsmittel und ist dementsprechend nicht verkehrsfähig. Doch das könnte sich in naher Zukunft ändern, wenn es zu einer Legalisierung von Cannabis kommen sollte.

Wo sind Konsum und Besitz von Cannabis bereits legal?

Einzelne Länder Amerikas haben Cannabis bereits legalisiert, darunter auch einige Bundesstaaten der USA. Kanada erlaubt seit Herbst 2018 Erwachsenen den Erwerb, Konsum und Besitz von Cannabis, dabei dürfen aber nicht mehr als 30 Gramm außerhalb der eigenen Wohnung mitgeführt werden. Daneben ist der private Konsum jenseits medizinischer Zwecke auch in den südamerikanischen Ländern Peru und Uruguay legal. Außerhalb Amerikas ist Cannabis noch in Südafrika und Lesotho legal. Die Verwendung zu medizinischen Zwecken ist hingegen schon in mehreren Ländern legal oder zumindest auf dem Weg in die Legalität.

Die Haltung der deutschen Bevölkerung zur Legalisierung

Die Ansichten zur Cannabislegalisierung gehen weit auseinander. Während Gegner einen Anstieg des Cannabiskonsums und mehr Unfälle durch die berauschten Konsumenten befürchten, argumentieren Befürworter, dass die Legalisierung den Cannabiskonsum sicherer mache, da das Cannabis vor dem Verkauf auf Schadstoffe kontrolliert werden würde. Das Panschen von Marihuana mit oftmals gesundheitsgefährdenden Substanzen wie Haarspray, das beim illegalen Handel gang und gäbe ist, wäre so Geschichte und Konsumenten wären einem geringeren Risiko ausgesetzt, an minderwertiges Cannabis zu kommen. Laut Umfrage des Deutschen Hanfverbandes sprach sich 2021 erstmals die relative Mehrheit der Deutschen für eine Legalisierung von Cannabis aus. Trotzdem fiel das Ergebnis mit 49 zu 46 % sehr knapp aus. Generell geht der Trend aber zur Befürwortung einer Cannabis-Legalisierung, schließlich waren es noch 2014 lediglich 30 %.



Kommt jetzt die Legalisierung von Cannabis in Deutschland?

Wann Cannabis tatsächlich in Deutschland legal sein wird, ist noch nicht ganz klar, aber theoretisch erscheint eine Legalisierung frühestens im Jahr 2024 möglich. Grundsätzlich hat die regierende Koalition aus SPD, Grünen und FDP die Legalisierung von Cannabis zwar in Aussicht gestellt, bis es wirklich so weit ist, müssen jedoch noch einige Fragen geklärt und Hürden beseitigt werden. Doch Cannabiskonsumenten können optimistisch sein, dass die Legalisierung in Zukunft tatsächlich erfolgen könnte.



FAQ

Hier findest du in aller Kürze Wissenswertes rund ums Thema Cannabiskonsum. 

In welchem Land ist die Nutzung von Cannabis am weitesten verbreitet?

In Israel konsumieren ganze 27 % der Bevölkerung Cannabis, und das, obwohl Cannabis dort eigentlich illegal ist. Allerdings wird der Konsum dort toleriert und nicht streng verfolgt.

Wie viele Menschen konsumieren Cannabis in Deutschland?

Wie viele Menschen in Deutschland tatsächlich Cannabis konsumieren, ist aufgrund der Illegalität schwer zu erfassen. Daher ist hier stets von Unschärfen sowie einer unbekannten Dunkelziffer auszugehen und dementsprechend den Zahlen mit Vorsicht zu begegnen. Dennoch wollen wir die Frage an dieser Stelle nicht gänzlich unbeantwortet lassen und verweisen auf die Daten des epidemiologischen Suchtsurvey 2021. Dessen Zahlen zufolge haben 2021 4,5 Millionen Menschen im Alter von 18–64 Jahren in Deutschland im Zeitraum von 12 Monaten wenigstens einmal Cannabis konsumiert. Wenn du mehr über die Erhebung sowie die Methodik erfahren möchtest, kannst du dich hier informieren.

Wann werden Erwerb und Konsum von Cannabis in Deutschland legal?

Die 2021 gewählte Ampel-Koalition stellte die Legalisierung von Cannabis auch in Deutschland in Aussicht. Wie lange das noch dauern wird, ist allerdings unklar. Die Wahrscheinlichkeit, dass es hierzu noch während der laufenden Legislaturperiode kommen wird, ist aber relativ groß.

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