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Glossar

  • Aus einer Begebenheit, die sich anhört, wie ein modernes Märchen, ist dieser Zahlencode entstanden. Ursprünglich war damit eine Uhrzeit gemeint: 20 nach vier am Nachmittag. Oder, in der englischen Schreibweise 4:20 (pm) – kurz: 420 oder eben: ‘four twenty’. Mittlerweile ist diese Zahl ein internationaler und häufig verwendeter “Code” und kann dabei für alles mögliche stehen: für Cannabis selbst, für das Konsumieren von Cannabis, oder für die Feierlichkeiten (sowas wie Weihnachten für Cannabis-Freunde), die am 20. April begangen werden (englische Datumsschreibweise 4/20 – four twenty).
  • Das Analysezertifikat gibt Auskunft darüber, ob die analysierte Charge eines Produktes den Anforderungen bzw. Spezifikationen entspricht, die für dieses Produkt gelten. In der Pharmaindustrie ist es ein gebräuchliches Dokument für Arzneimittel, aber auch für deren Ausgangsstoffe. Vor allem gibt das Zertifikat Auskunft über essenzielle Qualitätsmerkmale (wie z.B. den Gehalt an CBD oder anderen wertvollen Inhaltsstoffen) sowie zulässige und unzulässige Verunreinigungen. In unseren Laboranalysen findet ihr unter anderem Informationen zu dem Gehalt von Cannabinoiden. So könnt ihr einerseits sicher sein, dass ihr das bekommt, was ihr von dem Produkt erwartet (z.B. CBD) und dass andererseits nichts drin ist, worum ihr euch sorgen müsstet (z.B. THC). Natürlich überprüfen wir dabei auch immer Verunreinigungen, z.B. mit Schwermetallen und Pestiziden. Aktuelle Laboranalysen unserer Produkte könnt ihr hier einsehen.
  • Die Applikations- oder Verabreichungsform beschreibt die Art und Weise, auf die eine bestimmte Substanz, meist ein Arzneimittel, verabreicht oder angewendet wird. Für Cannabinoide kommen vor allem folgende Applikationsformen in Frage: Bukkal (über die Mundschleimhaut), Inhalativ (über die Lunge), Oral / Peroral (über den Mund), Sublingual (über die Schleimhaut unter der Zunge), Topisch (meist auf der Haut; Anwendung erfolgt örtlich begrenzt, um einen örtlich begrenzten Effekt zu erzeugen), Transdermal (Aufnahme erfolgt über die Haut, die Wirkung entfaltet sich im Körper)
  • In der Pharmakologie ist die Bioverfügbarkeit eines Wirkstoffes eine wichtige Messgröße. Sie beschreibt den Anteil des Stoffes, der in den Blutkreislauf (genauer: in den systemischen Kreislauf) übergeht und damit am Wirkort zur Verfügung steht. Eine 100%ige Bioverfügbarkeit wird über intravenöse Gabe einer Substanz erreicht. Wird der Wirkstoff dem Organismus auf andere Weise zugeführt, z.B. oral, wird mit der Bioverfügbarkeit nach intravenöser Gabe verglichen und auf dieser Basis erfolgt eine Angabe in Prozent. Eine orale Bioverfügbarkeit von 50% bedeutet also, dass, im Vergleich mit intravenöser Verabreichung, die Hälfte des Wirkstoffes in den systemischen Kreislauf übergeht.
  • Als biphasisch bezeichnet man den Effekt eines Wirkstoffes dann, wenn niedrige und hohe Dosen desselben Wirkstoffes gegensätzliche Effekte hervorrufen können. Auch Alkohol hat einen solchen Effekt: während kleine Mengen Alkohol durchaus anregend wirken können, geht von größeren Mengen Alkohol ein beruhigender bis sedierender Effekt aus. CBD hat als Wirkstoff in einigen Studien ein solches Profil gezeigt: Während bspw. eine Dosis von 300mg CBD beruhigend auf die Teilnehmer wirkte, zeigte eine deutlich höhere Dosis von 900mg CBD nicht nur keinen beruhigenden Effekt – bei dieser sehr hohen Dosierung berichteten die Probanden darüber hinaus sogar von einer gegensätzlichen Wirkung; sie fühlten sich nicht nur mehr gestresst, als Probanden, die die geringere CBD-Dosis bekamen, sondern auch als diejenigen, die nur ein Placebo (also keinen aktiven Inhaltsstoff) verabreicht bekamen.
  • Cannabinoid-Rezeptoren sind neben Cannabinoiden selbst und den Enzymen, die für deren Abbau verantwortlich sind, wichtige Bestandteile unseres Endocannabinoidsystems. Cannabinoid-Rezeptoren sind im ganzen Körper verteilt, und über die zentrale regulative Rolle des Endocannabinoidsystems an einer Vielzahl physiologischer Prozesse beteiligt. Diese Prozesse wurden von einem Cannabinoid-Forscher so zusammengefasst: “Relax, Eat, Sleep, Forget and Protect” – kaum ein Bereich unseres Lebens also, der nicht auf die ein oder andere Weise davon berührt wird. Neben CB1 und CB2 Rezeptoren können Cannabinoide aber auch noch über andere Pfade ihre Wirkung entfalten. So wurde z.B. aufgrund der Erkenntnisse aus einer Studie vorgeschlagen, den Rezeptor „GPR55“ ebenfalls in die Klasse der Cannabinoid-Rezeptoren aufzunehmen.
  • Cannabis bezeichnet ursprünglich die Hanfpflanze – deren voller lateinischer Name lautet: Cannabis sativa L.. Im allgemeinen Sprachgebrauch wird “Cannabis” allerdings darüber hinaus häufig verwendet, wenn die getrocknete weibliche Blüte gemeint ist. Getrocknete weibliche Blüten sind eines der möglichen Endprodukte, die sich aus der Cannabispflanze herstellen lassen und die zum Teil auch zu Rauschzwecklen verwendet werden. Seit die medizinische Anwendung von Cannabis auch in Deutschland wieder zur Normalität gehört, wird in diesem Zusammenhang häufig das Wort „Medizinalcannabis“ genutzt, um es von “normalem” Cannabis abzugrenzen, das oft nicht auf ärztliche Verordnung verwendet und aus nicht-offiziellen Quellen bezogen wird.
  • In der Pflanzenzucht bezieht sich Hybrid in der Regel auf Nachkommen, die aus der Kombination (Kreuzung) der Eigenschaften zweier Pflanzen aus unterschiedlichen, möglichst reinerbigen (Inzucht-)Linien entsteht. Die Nachkommen einer solchen Zucht, die F1-Generation, kombiniert dann im günstigsten Fall alle positiven Eigenschaften sowohl der Mutter-, als auch der Vaterlinie. Man spricht dann von Heterosis, bzw dem Heterosiseffekt. Bei Cannabis wird Hybrid auch verwendet, um deutlich zu machen, dass ein bestimmter Kultivar eindeutig weder dem Sativa- noch dem Indica-Spektrum zugeordnet werden kann. Ob und inwieweit all diese Kategorisierungen (Hybrid, Indica, Sativa) wissenschaftlich haltbar sind, ist nach wie vor Gegenstand reger Diskussionen. Hintergrund ist, dass durch die extrem lange Nutzungsgeschichte (10.000+ Jahre!) von Cannabis ursprüngliche Populationen, sog. Landrassen, nicht mehr existent sind, da durch den Menschen – ob beabsichtigt oder nicht – genetisches Material aus anderen geographischen Zonen und/oder Populationen eingekreuzt wurde. Deshalb, so argumentieren einige, sind  alle heute existenten Sorten (oder Kultivare) streng genommen als Hybride zu bezeichnen.
  • Cannabis sativa L., also Hanf oder einfach Cannabis steht für eine Pflanzenart innerhalb der Familie der Cannabisgewächse (Cannabaceae). Innerhalb dieser Art lassen sich verschiedene Sorten (besser: Kultivare) voneinander abgrenzen. Diese unterscheiden sich nicht nur hinsichtlich ihrer Wuchsform (dem sogenannten Morphotyp), sondern auch hinsichtlich ihres jeweils eigenen spezifischen Profils von Cannabinoiden und Terpenen -- dem Chemotyp. Das Profil einer Sorte ist dabei so individuell wie ein “chemischer Fingerabdruck”. In der Praxis bedeutet das vor allem, dass Cannabis längst nicht gleich Cannabis ist. Verschiedene Sorten lassen sich auf unterschiedliche Arten gruppieren; eine der gängigeren Unterteilungen erfolgt anhand des Gehalts der beiden “Haupt”-Cannabinoide THC und CBD. “Typ 1” beschreibt hierbei THC-dominante Sorten, mit “Typ 2” sind Sorten mit einem ausgeglichenen Verhältnis von THC zu CBD gemeint und CBD-dominante Sorten werden mit “Typ 3” angesprochen. Eine noch häufig anzutreffende, aber wissenschaftlich eher umstrittene Art der Klassifizierung unterschiedlicher Cannabissorten, ist die Unterteilung in “sativa” (bzw. sativalastig / sativa-dominant), indica (bzw. Indicalastig / indica-dominant) und Hybride. Der Effekt von “Sativas” wird von Anwendern oft als geistig aktivierend, anregend und auch stärker psychoaktiv beschrieben, der von “Indicas” hingegen als eher körperbetont, beruhigend und entspannend. Stellt man sich Indica und Sativa dabei als Enden eines Spektrums möglicher Effekte vor, liegen die sogenannten Hybride irgendwo in der Mitte, bieten dem Anwender also eine Mischung der o.g. wesentlichen Eigenschaften von Indicas und Sativas. Die Ursache für die teils sehr unterschiedlich wahrgenommenen Effekte verschiedener Sorten sind dabei aber nur zum Teil auf die unterschiedlichen Gehalte von Cannabinoiden zurückzuführen -- vor allem den Terpenen wird ein großer Einfluss auf die subjektive Effektwahrnehmung nachgesagt.
  • Cannabidiolsäure (A für engl. acid: Säure) ist einer der vielen Inhaltsstoffe von Cannabis. Auch wenn die nicht-saure Form, also CBD, sehr viel bekannter ist: die Pflanze selbst produziert beinahe ausschließlich die Säureform, also CBDA. Auch CBDA werden potenziell wünschenswerte Wirkungen nachgesagt, teilweise sollen diese sogar potenter sein, als die von CBD selbst. Die Forschung hierzu steckt allerdings noch in den Kinderschuhen.
  • Cannabigerol, oder kurz: CBG, ist eines von über 100 bekannten Cannabinoiden, die in der Cannabis- bzw. Hanfpflanze (Cannabis sativa L.) vorkommen. Etwas besonderes ist CBG dennoch, denn das in der Pflanze produzierte Ausgangsmolekül, die Cannabigerolsäure, ist gleichzeitig der Grundbaustein, aus dem in der Pflanze alle anderen Cannabinoide entstehen. Für Cannabigerol selbst wurden darüber hinaus auch unter anderem antibiotische Wirkungen gegenüber multi-resistenten Staphylococcus Aureus (MRSA) beobachtet – jedenfalls bei Mäusen.
  • Das Verdampfen (Vaporisieren) von Cannabiskonzentraten wird als Dabbing („Tupfen“) bezeichnet. Konzentrate liegen meist in Form von Wachsen oder harzigen Ölen vor. Diese werden auf ein stark erhitztes Metallstück („Nail“) aufgebracht, wo sie umgehend beginnen zu verdampfen. Die Dämpfe werden über eine Art Bong (Wasserpfeife) inhaliert. Auf diese Weise ist es möglich, sehr große Mengen Cannabinoide in sehr kurzer Zeit zu inhalieren. Aus medizinischer und/oder gesundheitlicher Sicht kann diese Art der Anwendung aber nicht empfohlen werden.
  • Eine anwendungsfertige Form oder Zubereitung, die unverändert eingenommen werden kann, wird auch als Darreichungsform bezeichnet. Andererseits kann dieser Begriff auch die Form eines Arzneimittels (Arzneiform) bezeichnen, die dann gegebenenfalls auch die Art der Anwendung mit einschließt. Die Arzneiform dabei muss nicht immer der endgültigen Zubereitung entsprechen.
  • Der Begriff Edible im Zusammenhang mit Cannabis meint essbare Lebensmittel, denen Cannabinoide hinzugefügt wurden. Meist ist damit vor allem THC gemeint. Bekannte Beispiele sind sogenannte Space Cakes, also cannabishaltiger Kuchen, oder Cannabisbutter (‘Cannabutter’). Unter neueren Entwicklungen in diesem Bereich erfreuen sich vor allem cannabinoidhaltige Weingummis großer Beliebtheit. Mit “Edibles” können darüber hinaus aber auch flüssige, also trinkbare, cannabinoidhaltige Lebensmittel, Kapseln und teilweise auch Öle und Tinkturen gemeint sein. Eine Besonderheit bei Edibles ist, dass es zwar bis zum Eintritt der Wirkung länger dauert, als wenn Cannabinoide inhaliert werden; allerdings hält die Wirkung dafür auch deutlich länger an. Genaueres hierzu erfährst du in unserem Beitrag zum Thema Wirkeintritt & Wirkdauer.
  • Endocannabinoide sind körpereigene, also vom eigenen Körper produzierte, Cannabinoide. Cannabinoide sind Teil des Endocannabinoidsystems. Zu den Endocannabinoiden gehören unter anderem 2-Arachidonylglycerol (2-AG) und N-Arachidonylethanolamid (AEA). AEA wird häufig auch als Anandamid bezeichnet, abgeleitet vom Sanskrit-Wort Ananda (“Glückseeligkeit”). Genau wie die Cannabinoide aus der Cannabispflanze (Phytocannabinoide) sind auch die körpereigenen Cannabinoide in der Lage, an entsprechende Cannabinoid-Rezeptoren (CB1, CB2) anzudocken, die überall im menschlichen Körper verteilt sind, um dort ihre Wirkung zu entfalten.
  • Durch das spezielle Zusammenspiel von Cannabinoiden und Terpenen kann eine spezielle pflanzliche Synergie entstehen, der sog. „Entourage-Effekt“. Terpene können dabei die Wirkung der Cannabinoide auf verschieden Weise beeinflussen (und umgekehrt). Hier zeigt sich also auch ein potenzieller Vorteil von Vollspektrumextrakten gegenüber Extrakten oder Ölen die ausschließlich CBD in Reinform enthalten. Bei letzteren fehlen potenzielle Synergiepartner; der Entourage-Effekt bleibt aus. Auch wenn sich das derzeit langsam ändert – Terpene gelten wegen ihres enormen Potenzials im Hinblick auf eine individuelle Therapiegestaltung mit Cannabisblüten und oder -Vollextrakten in der Cannabisforschung bisher noch als „vernachlässigte pharmakologische Schatztruhe“, wie es der „Entdecker“ des THC, Dr. Raphael Mechoulam, formulierte.
  • Viele Stoffe werden nicht in ihrer reinen Form verwendet, sondern in einem Gemisch, das neben dem Hauptbestandteil auch noch aus weiteren Stoffen, sog. Hilfsstoffen, besteht. Das fertige Gemisch wird dann als Formulierung bezeichnet. Hilfsstoffe können z.B. durch formgebende Eigenschaften die Anwendung erleichtern, die Herstellung effizienter machen oder, wie im Fall der liposomalen Formulierung unserer Hanf-Kapseln, die Bioverfügbarkeit verbessern.
  • CBD-Isolat ist ein kristalliner Feststoff bzw. Pulver, das aus annähernd reinem CBD besteht. Genau wie (Vollspektrum-)Extrakte kann Isolat aus CBD-haltigen Hanfpflanzen gewonnen werden. Bei der Extraktion und anschließenden Aufreinigung werden alle Bestandteile, die nicht CBD sind, beinahe vollständig entfernt, sodass das Endprodukt zu 99 % reines CBD enthält. Einerseits bedeutet das, dass Synergien und Potenziale nicht genutzt werden, die durch die Präsenz anderer wertgebender Inhaltsstoffe der Hanfpflanze entstehen. Andererseits kann die Anwendung von Isolat in bestimmten Situationen auch vorteilhaft sein, z.B. durch seine flexible Anwendung und den vergleichsweise niedrigen Preis.
  • Limonen gehört zur Stoffklasse der Terpene und kommt in höheren Konzentrationen, wie der Name schon vermuten lässt, u.a. in Zitrusfrüchten vor und ist für deren charakteristischen Geruch verantwortlich. Limonen wird gern als preiswerter Duftstoff, z.B. für Putzmittel eingesetzt, da Zitrusduft mit Frische und Reinlichkeit assoziiert wird. Darüber kommt es als pflanzliches Insektizid und in Konservierungsmitteln und Kosmetikprodukten zum Einsatz. Limonen gilt als stimmungsaufhellend, antidepressiv, immunstimulierend, antimikrobiell und wird hauttherapeutisch eingesetzt.
  • Bei der liposomalen Formulierung wird der wertgebende Bestandteil der Formulierung (z.B. CBD) in das Innere bzw. in die Doppelmembranschicht sogenannter Liposomen eingebracht. Der Vorteil einer solchen Formulierung ist unter anderem, dass Stoffe so besser vom Körper aufgenommen werden können, die in ihrer natürlichen Form ggf. schlecht bioverfügbar sind. Die Bioverfügbarkeit von z.B. CBD, also der Anteil des aufgenommenen CBDs, der den Blutkreislauf erreicht, kann hierdurch effektiv erhöht werden.
  • Als Medizinalcannabis wird in Deutschland meist Cannabis bezeichnet, das, nach Vorlage eines entsprechenden Rezepts, in der Apotheke erhältlich ist. Vor allem in der Abgrenzung zum normalen Cannabis (also ohne den Zusatz “Medizinal”), ist mit  Medizinalcannabis ein weitgehend standardisiertes pflanzliches Arzneimittel gemeint. Die Wirkstoffgehalte (THC und CBD) sind im europäischen Arzneibuch festgelegt und werden regelmäßig überprüft. Weiterhin muss mit Analysen belegt werden können, dass sich im fertigen Produkt keine Rückstände von Pestiziden befinden, die die zulässigen Höchstmengen überschreiten. Doch nicht nur das Cannabis selbst, sondern auch die Produktionsstätten muss strengen Anforderungen genügen und auch diese werden regelmäßig überprüft. Je nach Kontext kann Medizinalcannabis neben den getrockneten weiblichen Blüten, also dem “traditionellen” Endprodukt, auch die Pflanze selbst und andere daraus hergestellte Produkte, wie z.B. Extrakte, meinen.
  • MCT steht für medium-chain triglycerides (mittelkettige Triglyceride), also Triglyceride (Neutralfette), die mittelkettige Fettsäuren enthalten. Zu den mittelkettige Fettsäuren gehören Fettsäuren mit 6-12 Kohlenstoffatomen. Sie kommen unter anderem in Kokosfett, Palmkernöl und Butter vor, jedoch auf natürliche Weise nicht in Reinform, sondern in Mischung mit anderen Triglyceriden. Verwendung findet MCT-Öl vor allem in der Herstellung von Kosmetikprodukten, Lebensmitteln und Pharmazeutika. Allgemein gelten MCT-Öle im Sinne einer ganzheitlich gesundheitsfördernden Ernährung als wertvoller Nahrungsbestandteil. MCT-Öle können, im Gegensatz zu anderen Ölen unabhängig von Enzymen der Bauchspeicheldrüse metabolisiert werden, was ihren Einsatz bei verschiedenen (vor allem Stoffwechsel-) Erkrankungen erklärt. Auch im Rahmen einer ketogenen Diät, wie sie beispielsweise bei einigen pharmakoresistenten Formen der Epilepsie eingesetzt wird, eignen sich MCT-Fette ganz besonders.
  • Das Terpen Myrcen kommt sehr häufig im Reich der Pflanzen vor. In größeren Konzentrationen ist es z.B. in Kiefern, reifen Mangos, Fenchel, Wacholder, Ingwergewächsen, Hopfen und Dill zu finden. Und natürlich in Hanf bzw. Cannabis. Hier gilt es als Hauptverdächtiger für den sog. „Couch-lock“-Effekt, einen Zustand extremer körperlicher Entspannung, bei dem es dem/der Betroffenen unmöglich scheinen kann, sich von der Couch zu erheben (Spoiler: Es klappt dann meistens doch). Pharmakologisches Interesse gilt vor allem den antiphlogistischen (entzündungshemmenden), schmerzstillenden und den entspannend bis sedierenden Eigenschaften von Myrcen. Fun Fact: Falls ihr schon immer mal ohne viel Aufwand Borkenkäfer anlocken wolltet ist Myrcen eure Rettung, denn für den Käfer ist dieses Terpen ein geradezu unwiderstehlicher Botenstoff (Pheromon).
  • Im heutigen Sprachgebrauch meint Pestizid jedwedes Mittel, dass zum Schutz (meist von Pflanzen) gegen Schädlinge eingesetzt wird. Thematisiert werden Pestizide vor allem im Kontext von Pestizid-Rückständen in Produkten (meist Nahrungsmitteln). Für in der EU zugelassene Pestizide gibt es in der Regel Höchstmengen sowohl für die angewendete Menge eines Pestizids, als auch für Pestizid-Rückstände, die im Zwischen- oder Endprodukt vorhanden sein dürfen.
  • Psychoaktive oder psychotrope Substanzen sind alle Substanzen, die in der Lage sind, die menschliche Psyche zu beeinflussen. Die herbeigeführte Beeinflussung kann sehr unterschiedliche Formen annehmen und auch in ihrer Intensität große Unterschiede zeigen. Das Spektrum reicht dabei von einer kaum wahrnehmbaren Anregung oder Entspannung, bspw. durch einen Schluck Kaffee am morgen, bis hin zu einer weitgehend vollständigen Veränderung des Bewusstseins, z.B. durch Psychedelika (LSD, Psilocybin, DMT und Co.). Ob die Veränderung dabei als positiv oder negativ erlebt wird, hängt von einer ganzen Reihe verschiedener Faktoren und nicht zuletzt vom Nutzer selbst ab. Auch Psychopharmaka gelten als psychoaktive bzw. psychotrope Substanzen – der Begriff allein sagt also noch nichts über die Legalität oder Illegalität einer Substanz aus. Die weltweit am häufigsten konsumierte psychoaktive/psychotrope Substanz ist Koffein. Koffein gehört zur Gruppe der Stimulanzien. Kakao enthält mit Theobromin eine dem Coffein strukturverwandte Substanz, ebenfalls ein weltweit häufig konsumiertes Stimulans.
  • Hiermit ist eine Applikations- bzw. Verabreichungsform eines Stoffes gemeint. Der Stoff wird hierbei unter die Zunge gegeben (sub  “unter”, lingua “Zunge”). Die Schleimhaut unter der Zunge ist besonders dünn und gut durchblutet, was die rasche Aufnahme von Stoffen in die Blutbahn ermöglicht.
  • Terpene und Terpenoide sind sehr kleine Moleküle, die zum Teil sehr potent sind und daher schon in äußerst geringen Dosen eine Wirkung entfalten können. Terpene kommen in der Natur in großer Vielfalt vor und sind nicht nur bei Cannabis verantwortlich für Aroma und Geschmack. Die Konzentration verschiedener Terpene, das sog. Terpenprofil, ist ein wesentliches Unterscheidungsmerkmal verschiedener Cannabisblütensorten. Terpene und Cannabinoide können in einer speziellen Form pflanzlicher Synergie zusammenwirken, was dann auch als „Entourage-Effekt“ bezeichnet wird. Zu den häufigsten und bekanntesten Terpenen in Cannabis gehören u.a. Limonen, Myrcen, Linalool, α-Pinene, Caryophyllene und Humulen.
  • Eine Tinktur ist ein alkoholischer Extrakt. Nach Europäischem Arzneibuch darf bei der Extraktion ausschließlich Ethanol in bestimmten Konzentrationen (für gewöhnlich zwischen 20 und 60%) als Lösungsmittel eingesetzt werden.
  • Mit topischer Anwendung ist eine Applikations- bzw. Verabreichungsform gemeint, die örtlich begrenzt erfolgt und mit der dementsprechend ein ebenfalls örtlich begrenzter Effekt beabsichtigt wird. Das klassische Beispiel für eine topische Anwendung ist ein schmerzstillendes Sport-Gel, das auf oder in der Nähe eines schmerzenden Gelenks aufgetragen wird, damit es dort seine (z.B. zusätzlich wärmende) Wirkung entfalten kann.
  • Ein Vaporisator nutzt Wärme, um die Verdampfung (Vapor = Dampf) von Wirkstoffen zu ermöglichen. Damit es nicht zu einer Verbrennung kommt, bei der unerwünschte und oft toxische Nebenprodukte entstehen, wird dabei nur so viel Wärme erzeugt, dass die gewünschten Inhaltsstoffe verdampfen. Vaporisatoren werden u.a. genutzt, um aktive Inhaltsstoffe (Wirkstoffe) aus Arzneipflanzen verfügbar zu machen, so auch von Cannabis. In der Regel werden hierbei Temperaturen zwischen 180°C und 210°C empfohlen. Der Siedepunkt von THC liegt bei 157°C, der von CBD ist etwas höher (160°C - 180°C). Vaporisatoren können die Wirkstoffe der Cannabispflanze sicher und effektiv verfügbar machen. Bei Vaporisatoren muss zwischen Geräten zur Verdampfung von trockenem, meist pflanzlichem, Material und Geräten zur Verdampfung von sog. “Liquids” unterschieden werden. Letztere sind vor allem im Zusammenhang mit Nicotin als Alternative zum Rauchen von Zigaretten bekannt geworden.
  • Wie der Name zumindest bei den Botanikern und Lateinern unter euch vermuten lässt, kommt dieses Terpen in großen Mengen z.B. in Kieferngewächsen (lat. Pinus) vor (u.a. Pinien, Tannen, Fichten und natürlich Kiefern). Aber auch Myrte, Dill und Kümmel enthalten hohe Konzentrationen von Myrcen. α-Pinen wird mit geistiger Frische und Klarheit assoziiert. Diese Eigenschaft macht sich der japanische Brauch des „Waldbadens“ (Shinrin yoku) zunutze – die Praktizierenden „baden“ sozusagen in der Waldluft, die mit α-Pinenen gesättigt ist und machen so bewusst Gebrauch von deren klärenden Wirkung auf den Geist. Darüber hinaus gibt es Hinweise auf antiphlogistische (entzündungshemmende), bronchienerweiternde und gedächtnisunterstützende Effekte von α-Pinen.
#CBD 101

Das große VAAY CBD-Glossar

10/08/2020 21 MIN. LESEZEIT Mirko Berger
10/08/2020 21 MIN. LESEZEIT Mirko Berger

Damit ihr euch in der ständig wachsenden Flut von Informationen, die derzeit zum Thema CBD zu finden ist, nicht so verloren fühlt, versuchen wir euch in diesem Glossar die wichtigsten Themen und Begriffe in aller Kürze zugänglich zu machen. Das Glossar wird ständig überarbeitet und ergänzt – so wollen wir sicherstellen, dass ihr hier stets aktuelle Infos bekommt. Für ausführlichere Artikel zu diesem spannenden Thema checkt auch unser Hanf-Wiki.


CBD-GLOSSAR

420
α-Pinene
Analysezertifikat
Applikationsform
Biphasischer Effekt
Bioverfügbarkeit
Cannabinoid-Rezeptoren (CB1, CB2)
Cannabis
Cannabissorten
CBD (Cannabidiol)
CBDA
CBD-Gehalt
CBD-Liquids
CBD-Öl
CBD-Tropfen
CBG - Cannabigerol
Dabbing
Darreichungsform
Dosierung von CBD-Öl
Edibles
Endocannabinoide
Endocannabinoid-System (ECS)
Entourage-Effekt
Formulierung
Hanf (Cannabis sativa L.; auch: gewöhnlicher Hanf, echter Hanf)
Hanfblatt
Hanf-Inhaltsstoffe
Hanf-Legalisierung
Hanföl
Hanfsamen
Hybrid (Cannabissorten)
Isolat
Limonen
Liposomale Technologie
MCT-Öl
Medizinalcannabis
Myrcen
Pestizide
Psychoaktitivität
Sublingual
Terpene
THC
Tinktur
Topische Anwendung
Vaporisator (Vaporizer, Verdampfer)

 420 

Aus einer Begebenheit, die sich anhört, wie ein modernes Märchen, ist dieser Zahlencode entstanden. Ursprünglich war damit eine Uhrzeit gemeint: 20 nach vier am Nachmittag. Oder, in der englischen Schreibweise 4:20 (pm) – kurz: 420 oder eben: ‘four twenty’.

Mittlerweile ist diese Zahl ein internationaler und häufig verwendeter “Code” und kann dabei für alles mögliche stehen: für Cannabis selbst, für das Konsumieren von Cannabis, oder für die Feierlichkeiten (sowas wie Weihnachten für Cannabis-Freunde), die am 20. April begangen werden (englische Datumsschreibweise 4/20 – four twenty). Die ausführliche Geschichte kannst du hier nachlesen.

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α-Pinene

Wie der Name zumindest bei den Botanikern und Lateinern unter euch vermuten lässt, kommt dieses Terpen in großen Mengen z.B. in Kieferngewächsen (lat. Pinus) vor (u.a. Pinien, Tannen, Fichten und natürlich Kiefern). Aber auch Myrte, Dill und Kümmel enthalten hohe Konzentrationen von Myrcen.

α-Pinen wird mit geistiger Frische und Klarheit assoziiert. Diese Eigenschaft macht sich der japanische Brauch des „Waldbadens“ (Shinrin yoku) zunutze – die Praktizierenden „baden“ sozusagen in der Waldluft, die mit α-Pinenen gesättigt ist und machen so bewusst Gebrauch von deren klärenden Wirkung auf den Geist.

Darüber hinaus gibt es Hinweise auf antiphlogistische (entzündungshemmende), bronchienerweiternde und gedächtnisunterstützende Effekte von α-Pinen.

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Analysezertifikat

Das Analysezertifikat gibt Auskunft darüber, ob die analysierte Charge eines Produktes den Anforderungen bzw. Spezifikationen entspricht, die für dieses Produkt gelten. In der Pharmaindustrie ist es ein gebräuchliches Dokument für Arzneimittel, aber auch für deren Ausgangsstoffe.
Vor allem gibt das Zertifikat Auskunft über essenzielle Qualitätsmerkmale (wie z.B. den Gehalt an CBD oder anderen wertvollen Inhaltsstoffen) sowie zulässige und unzulässige Verunreinigungen.
In unseren Laboranalysen findet ihr unter anderem Informationen zu dem Gehalt von Cannabinoiden. So könnt ihr einerseits sicher sein, dass ihr das bekommt, was ihr von dem Produkt erwartet (z.B. CBD) und dass andererseits nichts drin ist, worum ihr euch sorgen müsstet (z.B. THC). Natürlich überprüfen wir dabei auch immer Verunreinigungen, z.B. mit Schwermetallen und Pestiziden. Aktuelle Laboranalysen unserer Produkte könnt ihr hier einsehen.

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Applikationsform (Verabreichungsform)

Die Applikations- oder Verabreichungsform beschreibt die Art und Weise, auf die eine bestimmte Substanz, meist ein Arzneimittel, verabreicht oder angewendet wird. Für Cannabinoide kommen vor allem folgende Applikationsformen in Frage:

  • Bukkal (über die Mundschleimhaut)
  • Inhalativ (über die Lunge)
  • Oral / peroral (über den Mund)
  • Sublingual (über die Schleimhaut unter der Zunge)
  • Topisch (meist auf der Haut; Anwendung erfolgt örtlich begrenzt um einen örtlich begrenzten Effekt zu erzeugen)
  • Transdermal (Aufnahme erfolgt über die Haut, die Wirkung entfaltet sich im Körper)

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 Biphasischer Effekt

Als biphasisch bezeichnet man den Effekt eines Wirkstoffes dann, wenn niedrige und hohe Dosen desselben Wirkstoffes gegensätzliche Effekte hervorrufen können. Auch Alkohol hat einen solchen Effekt: während kleine Mengen Alkohol durchaus anregend wirken können, geht von größeren Mengen Alkohol ein beruhigender bis sedierender Effekt aus. CBD hat als Wirkstoff in einigen Studien ein solches Profil gezeigt: Während bspw. eine Dosis von 300 mg CBD beruhigend auf die Teilnehmer wirkte, zeigte eine deutlich höhere Dosis von 900 mg CBD nicht nur keinen beruhigenden Effekt.

Bei dieser sehr hohen Dosierung berichteten die Probanden darüber hinaus sogar von einer gegensätzlichen Wirkung; sie fühlten sich nicht nur mehr gestresst, als Probanden, die die geringere CBD-Dosis bekamen, sondern auch als diejenigen, die nur ein Placebo (also keinen aktiven Inhaltsstoff) verabreicht bekamen.

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Bioverfügbarkeit
In der Pharmakologie ist die Bioverfügbarkeit eines Wirkstoffes eine wichtige Messgröße. Sie beschreibt den Anteil des Stoffes, der in den Blutkreislauf (genauer: in den systemischen Kreislauf) übergeht und damit am Wirkort zur Verfügung steht.


Eine 100%ige Bioverfügbarkeit wird über intravenöse Gabe einer Substanz erreicht. Wird der Wirkstoff dem Organismus auf andere Weise zugeführt, z.B. oral, wird mit der Bioverfügbarkeit nach intravenöser Gabe verglichen und auf dieser Basis erfolgt eine Angabe in Prozent. Eine orale Bioverfügbarkeit von 50% bedeutet also, dass, im Vergleich mit intravenöser Verabreichung, die Hälfte des Wirkstoffes in den systemischen Kreislauf übergeht.

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Cannabinoid-Rezeptoren (CB1, CB2)

Cannabinoid-Rezeptoren sind neben Cannabinoiden selbst und den Enzymen, die für deren Abbau verantwortlich sind, wichtige BEstandteile unseres Endocannabinoidsystems (Link zu Aritikel). Cannabinoid-Rezeptoren sind im ganzen Körper verteilt, und über die zentrale regulative Rolle des Endocannabinoidsystems an einer Vielzahl physiologischer Prozesse beteiligt.

Diese Prozesse wurden von einem Cannabinoid-Forscher so zusammengefasst: „Relax, Eat, Sleep, Forget and Protect“ – kaum ein Bereich unseres Lebens also, der nicht auf die ein oder andere Weise davon berührt wird. Neben CB1 und CB2 Rezeptoren können Cannabinoide aber auch noch über andere Pfade ihre Wirkung entfalten. So wurde z.B. aufgrund der Erkenntnisse aus einer Studie vorgeschlagen, den Rezeptor „GPR55“ ebenfalls in die Klasse der Cannabinoid-Rezeptoren aufzunehmen. 

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Cannabis

Cannabis bezeichnet ursprünglich die Hanfpflanze – deren voller lateinischer Name lautet: Cannabis sativa L..

Im allgemeinen Sprachgebrauch wird „Cannabis“ allerdings darüber hinaus häufig verwendet, wenn die getrocknete weibliche Blüte gemeint ist. Getrocknete weibliche Blüten sind eines der möglichen Endprodukte, die sich aus der Cannabispflanze herstellen lassen und die zum Teil auch zu Rauschzwecklen verwendet werden. Seit die medizinische Anwendung von Cannabis auch in Deutschland wieder zur Normalität gehört, wird in diesem Zusammenhang häufig das Wort „Medizinalcannabis“ genutzt, um es von „normalem“ Cannabis abzugrenzen, das oft nicht auf ärztliche Verordnung verwendet und aus nicht-offiziellen Quellen bezogen wird.

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Cannabissorten

Cannabis sativa L., also Hanf oder einfach Cannabis steht für eine Pflanzenart innerhalb der Familie der Cannabisgewächse (Cannabaceae). Innerhalb dieser Art lassen sich verschiedene Sorten (besser: Kultivare) voneinander abgrenzen. Diese unterscheiden sich nicht nur hinsichtlich ihrer Wuchsform (dem sogenannten Morphotyp), sondern auch hinsichtlich ihres jeweils eigenen spezifischen Profils von Cannabinoiden und Terpenen – dem Chemotyp. Das Profil einer Sorte ist dabei so individuell wie ein „chemischer Fingerabdruck“.

In der Praxis bedeutet das vor allem, dass Cannabis längst nicht gleich Cannabis ist. Verschiedene Sorten lassen sich auf unterschiedliche Arten gruppieren; eine der gängigeren Unterteilungen erfolgt anhand des Gehalts der beiden „Haupt“-Cannabinoide THC und CBD. „Typ 1“ beschreibt hierbei THC-dominante Sorten, mit “Typ 2” sind Sorten mit einem ausgeglichenen Verhältnis von THC zu CBD gemeint und CBD-dominante Sorten werden mit „Typ 3“ angesprochen.

Eine noch häufig anzutreffende, aber wissenschaftlich eher umstrittene Art der Klassifizierung unterschiedlicher Cannabissorten, ist die Unterteilung in „sativa“ (bzw. sativalastig / sativa-dominant), indica (bzw. Indicalastig / indica-dominant) und Hybride. Der Effekt von „Sativas“ wird von Anwendern oft als geistig aktivierend, anregend und auch stärker psychoaktiv beschrieben, der von „Indicas“ hingegen als eher körperbetont, beruhigend und entspannend.

Stellt man sich Indica und Sativa dabei als Enden eines Spektrums möglicher Effekte vor, liegen die sogenannten Hybride irgendwo in der Mitte, bieten dem Anwender also eine Mischung der o.g. wesentlichen Eigenschaften von Indicas und Sativas.

Die Ursache für die teils sehr unterschiedlich wahrgenommenen Effekte verschiedener Sorten sind dabei aber nur zum Teil auf die unterschiedlichen Gehalte von Cannabinoiden zurückzuführen – vor allem den Terpenen wird ein großer Einfluss auf die subjektive Effektwahrnehmung nachgesagt.

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CBD (Cannabidiol)

Cannabidiol, kurz: CBD, ist der Name eines von über 100 natürlich aus der Cannabispflanze gewonnenen Cannabinoide. CBD macht nicht „high“, d.h. es ist nicht für den mit Cannabis assoziierten Rauschzustand verantwortlich. In der wissenschaftlichen Literatur sind unter anderem krampflösende, antiinflammatorische, antiemetische und angstlösende Wirkungen beschrieben. Mittlerweile ist in der EU/Deutschland ein auf CBD basierendes Medikament gegen Epilepsie zugelassen.

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CBDA
Cannabidiolsäure (A für engl. acid: Säure) ist einer der vielen Inhaltsstoffe von Cannabis. Auch wenn die nicht-saure Form, also CBD, sehr viel bekannter ist: die Pflanze selbst produziert beinahe ausschließlich die Säureform, also CBDA.

Auch CBDA werden potenziell wünschenswerte Wirkungen nachgesagt, teilweise sollen diese sogar potenter sein, als die von CBD selbst. Die Forschung hierzu steckt allerdings noch in den Kinderschuhen.

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 CBD-Gehalt

Der CBD-Gehalt, also die Menge oder Konzentration von CBD, die in einem Produkt enthalten ist, gehört zwingend auf jedes CBD-haltige Produkt. Unsere Mundsprays sind mit 5% oder 10% CBD erhältlich. Bei 10 ml ergibt sich daraus ein Gesamtgehalt von 500 bzw. 1000 mg CBD pro Flasche. Auch wenn das selbstverständlich scheinen sollte – gerade in diesem noch jungen Markt nehmen es viele nicht so genau (wie z. B. diese Studie zeigt)Daher unser Versprechen: Unsere Produkte enthalten genau das, was draufsteht. Nicht mehr – nicht weniger.

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 CBD-Liquids

Verdampfbare Liquids sind aktuell nicht nur in den USA ein Trend. „Dampf-Shops“ gehören mittlerweile deutschlandweit zum Stadtbild und die sogenannten E-Zigaretten gelten als weniger schädliche Alternative zum Rauchen. CBD-Liquids enthalten, wie der Name schon sagt, CBD.

Darüber hinaus kann die Zusammensetzung der Liquids von Hersteller zu Hersteller bzw. Produkt zu Produkt stark abweichen. Die Verwendung ungeeigneter Inhaltsstoffe (aus Kostengründen!), bspw. Vitamin-E-Acetat, hatte im letzten Jahr in den USA die jüngste Vaping-Krise  ausgelöst. In unseren Liquids verwenden wir deshalb ausschließlich hochwertige und sichere Zutaten, wie Kokosnussöl. Nikotin hat hier genauso wenig verloren, wie andere, teils stark gesundheitsschädliche Zusatzstoffe.

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CBD-Öl

CBD-Öl wird meist als Sammelbegriff für alle Produkte auf Ölbasis genutzt, die CBD enthalten. Die Verwendung von Öl als Trägersubstanz macht Sinn, da CBD, wie auch THC und andere Cannabinoide, schwer wasser- dafür umso besser fettlöslich sind.

Bei entsprechender Verwendung von CBD als Arzneimittel spricht man von „öliger Cannabidiol-Lösung“. CBD-Öl wird darüber hinaus auch zur kosmetischen Verwendung und als Nahrungsergänzungsmittel angeboten. Begriffe wie „Hanföl“ und „Hanfsamenöl“ beziehen sich auf das aus den Hanfsamen gewonnene Öl. Weder Samen noch das daraus gewonnene Öl enthalten Cannabinoide.

CBD-Öl kann, muss aber nicht, auch Hanf- bzw. Hanfsamenöl enthalten. Das Öl, egal welches verwendet wird, ist in diesem Fall lediglich die Trägersubstanz. CBD-Öl ist es erst dann, wenn es auch CBD enthält. In unseren Produkten ist nur das natürlicherweise in Hanfextrakt enthaltene CBD enthalten; auf zugesetztes CBD-Isolat verzichten wir.

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 CBD-Tropfen

CBD-Öl kommt oft in kleinen Fläschen (z.B. mit 10 bzw. 30 ml Inhalt) mit integrierter Pipette. Daher meint der Begriff „CBD-Tropfen“ in den allermeisten Fällen nichts anderes als CBD-Öl, das mittels Pipette eingenommen wird. Zwar lässt sich das Öl gut dosieren; die Fläschchen haben aber durch das ständige Auf- und Zuschrauben die nervige Angewohnheit nach kurzer Zeit auch von außen leicht ölig daherzukommen.

Außerdem empfindet es der ein oder andere als etwas indiskret, sich in aller Öffentlichkeit eine Flüssigkeit aus einer Pipette in den Mund zu träufeln. Unser Öl kommt deshalb in praktischen und ebenso leicht und sicher zu dosierenden Sprühflaschen zu dir nach Hause.

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CBG - Cannabigerol

Cannabigerol, oder kurz: CBG, ist eines von über 100 bekannten Cannabinoiden, die in der Cannabis- bzw. Hanfpflanze (Cannabis sativa L.) vorkommen. Etwas besonderes ist CBG dennoch, denn das in der Pflanze produzierte Ausgangsmolekül, die Cannabigerolsäure, ist gleichzeitig der Grundbaustein, aus dem in der Pflanze alle anderen Cannabinoide entstehen.

Für Cannabigerol selbst wurden darüber hinaus auch unter anderem antibiotische Wirkungen gegenüber multi-resistenten Staphylococcus Aureus (MRSA) beobachtet – jedenfalls bei Mäusen.

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Dabbing

Das Verdampfen (Vaporisieren) von Cannabiskonzentraten wird als Dabbing („Tupfen“) bezeichnet. Konzentrate liegen meist in Form von Wachsen oder harzigen Ölen vor. Diese werden auf ein stark erhitztes Metallstück („Nail“) aufgebracht, wo sie umgehend beginnen zu verdampfen. Die Dämpfe werden über eine Art Bong (Wasserpfeife) inhaliert. Auf diese Weise ist es möglich, sehr große Mengen Cannabinoide in sehr kurzer Zeit zu inhalieren.
Aus medizinischer und/oder gesundheitlicher Sicht kann diese Art der Anwendung aber nicht empfohlen werden.

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Darreichungsform

Eine anwendungsfertige Form oder Zubereitung, die unverändert eingenommen werden kann, wird auch als Darreichungsform bezeichnet. Andererseits kann dieser Begriff auch die Form eines Arzneimittels (Arzneiform) bezeichnen, die dann gegebenenfalls auch die Art der Anwendung mit einschließt. Die Arzneiform dabei muss nicht immer der endgültigen Zubereitung entsprechen.

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Dosierung von CBD-Öl

Für die Ermittlung der geeigneten CBD-Dosis ist zunächst entscheidend, ob es sich um die medizinische Anwendung unter ärztlicher Aufsicht oder um selbstbestimmte nicht-medizinische Einnahme handelt.

In der medizinischen Anwendung ist CBD in der Regel deutlich höher dosiert als in der eigenverantwortlichen Einnahme. Oberstes Gebot ist in jedem Fall die Minimierung möglicher Nebeneffekte, auch wenn diese bei CBD, sofern sie überhaupt auftreten, leicht und vorübergehend sind. Daher orientieren wir uns bei den Dosierungsempfehlungen an einer Tagesdosis von bis zu 20 mg CBD pro Tag. Mit unserem 5%-igen Mundspray erreicht ihr diese Dosis mit 4 Pumpstößen täglich – bei der Variante mit 10 % reicht dementsprechend die Hälfte. Dieser Wert kann aber nur als grober Anhaltspunkt gelten. Der gewünschte Effekt kann bereits bei geringeren Dosierungen auftreten, oder aber er bleibt selbst mit 20 mg pro Tag aus. Hier ist Experimentierfreudigkeit gefragt.

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Edibles

Der Begriff Edible im Zusammenhang mit Cannabis meint essbare Lebensmittel, denen Cannabinoide hinzugefügt wurden. Meist ist damit vor allem THC gemeint. Bekannte Beispiele sind sogenannte Space Cakes, also cannabishaltiger Kuchen, oder Cannabisbutter („Cannabutter“). Unter neueren Entwicklungen in diesem Bereich erfreuen sich vor allem cannabinoidhaltige Weingummis großer Beliebtheit. Mit “Edibles” können darüber hinaus aber auch flüssige, also trinkbare, cannabinoidhaltige Lebensmittel, Kapseln und teilweise auch Öle und Tinkturen gemeint sein.

Eine Besonderheit bei Edibles ist, dass es zwar bis zum Eintritt der Wirkung länger dauert, als wenn Cannabinoide inhaliert werden; allerdings hält die Wirkung dafür auch deutlich länger an. Genaueres hierzu erfährst du in unserem Beitrag zum Thema Wirkeintritt & Wirkdauer.

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Endocannabinoide

Endocannabinoide sind körpereigene, also vom eigenen Körper produzierte, Cannabinoide. Cannabinoide sind Teil des Endocannabinoidsystems. Zu den Endocannabinoiden gehören unter anderem 2-Arachidonylglycerol (2-AG) und N-Arachidonylethanolamid (AEA). AEA wird häufig auch als Anandamid bezeichnet, abgeleitet vom Sanskrit-Wort Ananda (“Glückseeligkeit”).

Genau wie die Cannabinoide aus der Cannabispflanze (Phytocannabinoide) sind auch die körpereigenen Cannabinoide in der Lage, an entsprechende Cannabinoid-Rezeptoren (CB1, CB2) anzudocken, die überall im menschlichen Körper verteilt sind, um dort ihre Wirkung zu entfalten.

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 Endocannabinoid-System (ECS)

Das ECS ist ein uraltes Signalsystem und bei allen bekannten Säugetieren zu finden. Es ist an vielen verschiedenen physiologischen Prozessen des Organismus beteiligt und spielt dabei eine zentrale regulatorische Rolle. Die Regulation erfolgt dabei über eine Modulation von Botenstoffen (Neurotransmittern) entgegen der Richtung des Signals, das von den Botenstoffen weitergeleitet wird (retrograd).

Stell dir vor, du trittst auf etwas spitzes. Das tut weh, was nichts anderes bedeutet, als dass dein Körper Schmerzsignale an dein Gehirn sendet, die dir in dieser Situation sagen sollen: „Achtung, Gewebeschaden droht!“. Bis hierher also eine nützliche Sache. Es gibt allerdings Situationen, in denen die Aufrechterhaltung eines solchen Reizes (vor allem in seiner anfänglichen Intensität) nicht sehr hilfreich ist.

Das kann zum Beispiel bei neuropathischem Schmerz der Fall sein, also Schmerzen, die keinen drohenden Gewebeschaden signalisieren, sondern durch Schädigung der schmerzleitenden Fasern selbst verursacht werden. Hier macht es Sinn, einen Mechanismus zu haben, der es ermöglicht, die Reizleitung „runterzuschrauben“ – und genau hier kommt das ECS ins Spiel.

Cannabinoide (ob nun körpereigene oder von außen zugeführte) docken an der Synapse an, die den Schmerz an die nächste Synapse weiterleitet und veranlassen diese dadurch, die Freisetzung der entsprechenden Botenstoffe und damit die Weiterleitung an die nächste Synapse zu drosseln.

Die Schmerzleitung ist jedoch nur ein Beispiel von vielen, die das ECS auf diese Weise beeinflussen kann; in einem Paper von 1998 fasst einer der führenden Forscher auf dem Gebiet der Cannabinoidforschung die Aufgabenbereiche des Endocannabinoidsystems so zusammen: „relax, eat, sleep, forget and protect“. Wenn man bedenkt, wie viele Prozesse des täglichen Lebens diese Handvoll Schlagworte beinhaltet, wird einem schnell einleuchten, warum Cannabinoide sich derzeit (wieder) so großer Aufmerksamkeit erfreuen.

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Entourage-Effekt
Durch das spezielle Zusammenspiel von Cannabinoiden und Terpenen kann eine spezielle pflanzliche Synergie entstehen, der sog. „Entourage-Effekt“. Terpene können dabei die Wirkung der Cannabinoide auf verschieden Weise beeinflussen (und umgekehrt). Hier zeigt sich also auch ein potenzieller Vorteil von Vollspektrumextrakten gegenüber Extrakten oder Ölen die ausschließlich CBD in Reinform enthalten. Bei letzteren fehlen potenzielle Synergiepartner; der Entourage-Effekt bleibt aus.


Auch wenn sich das derzeit langsam ändert – Terpene gelten wegen ihres enormen Potenzials im Hinblick auf eine individuelle Therapiegestaltung mit Cannabisblüten und oder -Vollextrakten in der Cannabisforschung bisher noch als „vernachlässigte pharmakologische Schatztruhe“, wie es der „Entdecker“ des THC, Dr. Raphael Mechoulam, formulierte.

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Formulierung

Viele Stoffe werden nicht in ihrer reinen Form verwendet, sondern in einem Gemisch, das neben dem Hauptbestandteil auch noch aus weiteren Stoffen, sog. Hilfsstoffen, besteht. Das fertige Gemisch wird dann als Formulierung bezeichnet.
Hilfsstoffe können z.B. durch formgebende Eigenschaften die Anwendung erleichtern, die Herstellung effizienter machen oder, wie im Fall der liposomalen Formulierung unserer Hanf-Kapseln, die Bioverfügbarkeit verbessern.

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Hanf (Cannabis sativa L.; auch: gewöhnlicher Hanf, echter Hanf)

Hanf ist mit über 10.000 Jahren Nutzungsgeschichte eine der ältesten bekannten Kulturpflanzen. Er kann auf vielfältige Weise genutzt werden, so z.B. als Nahrungsmittel, als Lieferant für Fasern und Treibstoffe, zur Gewinnung wertvoller Arzneistoffe, sowie zu Rauschzwecken.

Im heutigen Sprachgebrauch ist aber mit Hanf meist Nutz- oder Faserhanf gemeint, der nicht berauschend wirkt. Dieser darf auch in Deutschland angebaut werden, wenn der THC-Gehalt seiner Blüten 0,2% nicht übersteigt. Mittlerweile gibt es neben Sorten, die züchterisch auf z.B. besonders lange Stängel zur Faserproduktion oder besonders große Samen zur Ölgewinnung optimiert wurden, auch solche, bei denen das Zuchtziel ein besonders hoher CBD-Anteil war.

Auch wenn Faserhanfsorten, im Gegensatz zu Sorten, die zu Rauschzwecken angebaut werden, klassischerweise sehr langwüchsig sind – sicher unterscheiden lassen sich THC-freie und THC-reiche Sorten rein optisch nicht.

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 Hanfblatt

Hanfblätter sind in der Regel handförmig zusammengesetzt oder fingerförmig, mit gezackten Blättern. Je nach Wachstumsphase haben die Blätter dabei zwischen einem und elf Fingern.

Das ikonische Hanfblatt steht heute für weit mehr als nur die Pflanze an sich; Es ist zum Symbol der Cannabiskultur geworden. Bis vor einigen Jahren und mancherorts noch heute war dies vor allem eine Gegenkultur und dementsprechend wird auch das Hanfblatt von vielen noch als Zeichen einer solchen gesehen.

Mit der allmählichen Liberalisierung und einem aufgeklärteren Umgang mit dem Thema Cannabis konnte jedoch auch das Cannabisblatt ein Stück weit rehabilitiert werden und so taucht es heute, unter anderem im medizinischen Zusammenhang, immer häufiger an Stellen auf, die mit Gegenkultur nichts mehr zu tun haben.

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Hanf-Inhaltsstoffe

Aus der Hanfpflanze können viele pharmakologisch wertvolle Inhaltsstoffe gewonnen werden. Die prominenteste Gruppe sind die Phytocannabinoide, für die der Hanf (= Cannabis) immerhin namensgebend war.

Die bekanntesten Vertreter dieser Stoffgruppe sind Tetrahydrocannabinol (THC) und Cannabidiol (CBD). Darüber hinaus gibt es aber noch über 100 weitere Cannabinoide. Derzeit werden beispielsweise Cannabigerol (CBG), Cannabinol (CBN) und Tetrahydrocannabivarin (THCV) beforscht.

Weitere Stoffgruppen von pharmakologischem Interesse sind Terpenoide, sowie Flavonoide. Vor allem den Terpenoiden wird ein synergistischer Effekt in Kombination mit Cannabinoiden nachgesagt (Entourage-Effekt).

Häufig in Cannabis vorkommende Terpenoide sind z.B. Myrcen, Limonen und Caryophyllene. Flavonoide, vor allem die potenziell stark entzündungshemmenden Eigenschaften der sog. Cannflavine werden zurzeit untersucht.

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Hanf-Legalisierung

Große Teile der Bevölkerung wünschen sich mittlerweile eine Legalisierung von Hanf, also Cannabis. Gemeint sind in der Regel vor allem THC-haltige Cannabisprodukte. „Legalisierung“ steht in der Debatte dabei meist allgemein für eine Lockerung der derzeit noch anhaltenden Prohibitionspolitik.

Die Art und Weise allerdings, auf die eine solche Lockerung erfolgt, kann dabei verschiedene Formen annehmen. Die erste Stufe auf dem Weg zur vollständigen Legalisierung könnte beispielsweise eine Entkriminalisierung sein. THC-reiches Cannabis wäre damit zwar noch nicht legal, der Besitz und Gebrauch (gewisser Mengen) würde aber nicht mehr strafrechtlich verfolgt.

Der Gebrauch von THC-reichem Cannabis würde nicht mehr als moralisch verwerfliches Verbrechen stigmatisiert und verfolgt und freigewordene Mittel könnten z.B. das Gesundheits- und Rechtssystem entlasten oder in soziale Projekte investiert werden.

Eine „echte“ Legalisierung hingegen würde alle Strafen für den Besitz und persönlichen Gebrauch aufheben. Das heißt aber nicht, dass THC-reiches Cannabis danach für jeden immer frei erhältlich wäre – im Gegenteil: Gerade eine Legalisierung würde die Möglichkeit bieten, von staatlicher Seite regulierend einzugreifen, wie das z.B. auch bei Alkohol und Tabak der Fall ist.

Egal welches Modell einem hier sinnvoller scheint – dass die aktuelle Prohibitionspolitik nicht nur gescheitert, sondern schlichtweg kontraproduktiv ist, hat mittlerweile sogar der wissenschaftliche Dienst des Bundestags in einem Sachstand" bestätigt.

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Hanföl

 Mit Hanföl ist in der Regel das Öl gemeint, das aus den Samen der Hanfpflanze gewonnen wird. Hanföl, auch: Hanfsamenöl, ist ein wertvolles Speiseöl. Es enthält alle (!) essenziellen, also für den Menschen wichtigen, Fettsäuren, eignet sich jedoch nicht gut zum Braten.

Hanföl wird außerdem in der Kosmetikindustrie, in der Medizin, als technisches Öl, Futterzusatz in der Landwirtschaft und sogar als Biokraftstoff verwendet. Die Samen der Hanfpflanze enthalten praktisch keine Cannabinoide, daher ist der Begriff Hanföl in jedem Falle scharf von öligen Hanfprodukten und auch von CBD-Öl abzugrenzen, die sich zumeist auf die ätherischen Öle des Hanfs, die hauptsächlich aus den Blüten, nicht den Samen, gewonnen werden (zum Beispiel Haschöl, oder ölige Cannabisextrakte).

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Hanfsamen

Wird eine weibliche Hanfpflanze bestäubt, produziert sie große Mengen ca. 3,5 mm große, bräunlich bis grüngraue, rundliche Samen, deren Schale häufig marmoriert ist.

Hanfsamen enthalten praktisch keinerlei Cannabinoide oder sonstige psychoaktive Bestandteile, dafür aber jede Menge wertvolle Inhaltsstoffe, wie z.B. Vitamine, leicht verdauliches Protein, essenzielle Aminosäuren und einen hohen Anteil wertvoller Omega-3-Fettsäuren.

Für die Nutzung der Samen werden in der Regel THC-arme Nutzhanfsorten angebaut. Soll Hanf zu Rauschzwecken angebaut werden, ist eine Samenproduktion explizit nicht erwünscht, da Samen in der Blüte, die zu Rauschzwecken in getrockneter oder weiterverarbeiteter Form verwendet wird, als Verunreinigung gelten und entfernt werden müssen.

Im Gegensatz zum Feldanbau von Nutzhanf, bei dem weibliche und männliche Pflanzen gemeinsam angebaut werden, kann die Ausbeute bei der Gewinnung von Cannabinoiden durch den ausschließlichen Anbau weiblicher Pflanzen maximiert werden.

Da diese so nicht bestäubt werden, produzieren sie größere Mengen der wertvollen Blüten. Durch das Fehlen von Samen, das in diesem Sinne als Qualitätsmerkmal gilt, ist auch der Begriff „sinsemilla“ (aus dem Spanischen sin „ohne“ und semilla „Same“) entstanden.

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Hybrid (Cannabissorten)
In der Pflanzenzucht bezieht sich Hybrid in der Regel auf Nachkommen, die aus der Kombination (Kreuzung) der Eigenschaften zweier Pflanzen aus unterschiedlichen, möglichst reinerbigen (Inzucht-)Linien entsteht. Die Nachkommen einer solchen Zucht, die F1-Generation, kombiniert dann im günstigsten Fall alle positiven Eigenschaften sowohl der Mutter-, als auch der Vaterlinie. Man spricht dann von Heterosis, bzw dem Heterosiseffekt.

Bei Cannabis wird Hybrid auch verwendet, um deutlich zu machen, dass ein bestimmter Kultivar eindeutig weder dem Sativa- noch dem Indica-Spektrum zugeordnet werden kann. Ob und inwieweit all diese Kategorisierungen (Hybrid, Indica, Sativa) wissenschaftlich haltbar sind, ist nach wie vor Gegenstand reger Diskussionen. Hintergrund ist, dass durch die extrem lange Nutzungsgeschichte (10.000+ Jahre!) von Cannabis ursprüngliche Populationen, sog. Landrassen, nicht mehr existent sind, da durch den Menschen – ob beabsichtigt oder nicht – genetisches Material aus anderen geographischen Zonen und/oder Populationen eingekreuzt wurde. Deshalb, so argumentieren einige, sind alle heute existenten Sorten (oder Kultivare) streng genommen als Hybride zu bezeichnen.

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Isolat

CBD-Isolat ist ein kristalliner Feststoff bzw. Pulver, das aus annähernd reinem CBD besteht. Genau wie (Vollspektrum-)Extrakte kann Isolat aus CBD-haltigen Hanfpflanzen gewonnen werden. Bei der Extraktion und anschließenden Aufreinigung werden alle Bestandteile, die nicht CBD sind, beinahe vollständig entfernt, sodass das Endprodukt zu 99 % reines CBD enthält.

Einerseits bedeutet das, dass Synergien und Potenziale nicht genutzt werden, die durch die Präsenz anderer wertgebender Inhaltsstoffe der Hanfpflanze entstehen. Andererseits kann die Anwendung von Isolat in bestimmten Situationen auch vorteilhaft sein, z.B. durch seine flexible Anwendung und den vergleichsweise niedrigen Preis.

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Limonen

Limonen gehört zur Stoffklasse der Terpene und kommt in höheren Konzentrationen, wie der Name schon vermuten lässt, u.a. in Zitrusfrüchten vor und ist für deren charakteristischen Geruch verantwortlich. Limonen wird gern als preiswerter Duftstoff, z.B. für Putzmittel eingesetzt, da Zitrusduft mit Frische und Reinlichkeit assoziiert wird. Darüber kommt es als pflanzliches Insektizid und in Konservierungsmitteln und Kosmetikprodukten zum Einsatz. Limonen gilt als stimmungsaufhellend, antidepressiv, immunstimulierend, antimikrobiell und wird hauttherapeutisch eingesetzt.

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Liposomale Formulierung
(hier geht’s zum Artikel: Formulierung)

Bei der liposomalen Formulierung (auch: liposomale Technologie, ausführlicher Artikel hier) wird der wertgebende Bestandteil der Formulierung (z.B. CBD) in das Innere bzw. in die Doppelmembranschicht sogenannter Liposomen eingebracht.

Der Vorteil einer solchen Formulierung ist unter anderem, dass Stoffe so besser vom Körper aufgenommen werden können, die in ihrer natürlichen Form ggf. schlecht bioverfügbar sind. Die Bioverfügbarkeit von z.B. CBD, also der Anteil des aufgenommenen CBDs, der den Blutkreislauf erreicht, kann hierdurch effektiv erhöht werden. 

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 Medizinalcannabis
Als Medizinalcannabis wird in Deutschland meist Cannabis bezeichnet, das, nach Vorlage eines entsprechenden Rezepts, in der Apotheke erhältlich ist. Vor allem in der Abgrenzung zum normalen Cannabis (also ohne den Zusatz “Medizinal”), ist mit Medizinalcannabis ein weitgehend standardisiertes pflanzliches Arzneimittel gemeint. 
Die Wirkstoffgehalte (THC und CBD) sind im europäischen Arzneibuch festgelegt und werden regelmäßig überprüft. Weiterhin muss mit Analysen belegt werden können, dass sich im fertigen Produkt keine Rückstände von Pestiziden befinden, die die zulässigen Höchstmengen überschreiten. Doch nicht nur das Cannabis selbst, sondern auch die Produktionsstätten muss strengen Anforderungen genügen und auch diese werden regelmäßig überprüft. Je nach Kontext kann Medizinalcannabis neben den getrockneten weiblichen Blüten, also dem “traditionellen” Endprodukt, auch die Pflanze selbst und andere daraus hergestellte Produkte, wie z.B. Extrakte, meinen.

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 MCT-Öl

MCT steht für medium-chain triglycerides (mittelkettige Triglyceride), also Triglyceride (Neutralfette), die mittelkettige Fettsäuren enthalten. Zu den mittelkettige Fettsäuren gehören Fettsäuren mit 6-12 Kohlenstoffatomen. Sie kommen unter anderem in Kokosfett, Palmkernöl und Butter vor, jedoch auf natürliche Weise nicht in Reinform, sondern in Mischung mit anderen Triglyceriden. Verwendung findet MCT-Öl vor allem in der Herstellung von Kosmetikprodukten, Lebensmitteln und Pharmazeutika. Allgemein gelten MCT-Öle im Sinne einer ganzheitlich gesundheitsfördernden Ernährung als wertvoller Nahrungsbestandteil.

MCT-Öle können, im Gegensatz zu anderen Ölen unabhängig von Enzymen der Bauchspeicheldrüse metabolisiert werden, was ihren Einsatz bei verschiedenen (vor allem Stoffwechsel-) Erkrankungen erklärt. Auch im Rahmen einer ketogenen Diät, wie sie beispielsweise bei einigen pharmakoresistenten Formen der Epilepsie eingesetzt wird, eignen sich MCT-Fette ganz besonders.

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 Myrcen

Das Terpen Myrcen kommt sehr häufig im Reich der Pflanzen vor. In größeren Konzentrationen ist es z.B. in Kiefern, reifen Mangos, Fenchel, Wacholder, Ingwergewächsen, Hopfen und Dill zu finden. Und natürlich in Hanf bzw. Cannabis. Hier gilt es als Hauptverdächtiger für den sog. „Couch-lock“-Effekt, einen Zustand extremer körperlicher Entspannung, bei dem es dem/der Betroffenen unmöglich scheinen kann, sich von der Couch zu erheben
(Spoiler: Es klappt dann meistens doch).

Pharmakologisches Interesse gilt vor allem den antiphlogistischen (entzündungshemmenden), schmerzstillenden und den entspannenden bis sedierenden Eigenschaften von Myrcen.

Fun Fact: Falls ihr schon immer mal ohne viel Aufwand Borkenkäfer anlocken wolltet ist Myrcen eure Rettung, denn für den Käfer ist dieses Terpen ein geradezu unwiderstehlicher Botenstoff (Pheromon).

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Psychoaktitivität

Psychoaktive oder psychotrope Substanzen sind alle Substanzen, die in der Lage sind, die menschliche Psyche zu beeinflussen. Die herbeigeführte Beeinflussung kann sehr unterschiedliche Formen annehmen und auch in ihrer Intensität große Unterschiede zeigen. Das Spektrum reicht dabei von einer kaum wahrnehmbaren Anregung oder Entspannung, bspw. durch einen Schluck Kaffee am morgen, bis hin zu einer weitgehend vollständigen Veränderung des Bewusstseins, z.B. durch Psychedelika (LSD, Psilocybin, DMT und Co.).

Ob die Veränderung dabei als positiv oder negativ erlebt wird, hängt von einer ganzen Reihe verschiedener Faktoren und nicht zuletzt vom Nutzer selbst ab. Auch Psychopharmaka gelten als psychoaktive bzw. psychotrope Substanzen – der Begriff allein sagt also noch nichts über die Legalität oder Illegalität einer Substanz aus.

Die weltweit am häufigsten konsumierte psychoaktive/psychotrope Substanz ist Koffein. Koffein gehört zur Gruppe der Stimulanzien. Kakao enthält mit Theobromin eine dem Coffein strukturverwandte Substanz, ebenfalls ein weltweit häufig konsumiertes Stimulans.

In Sachen Cannabis lässt sich THC eindeutig als psychoaktiv bezeichnen, während bei CBD die Meinungen teilweise auseinander gehen: Der Effekt von CBD auf die Psyche ist so subtil und “mild”, das es oft (fälschlicherweise) als nicht-psychoaktiv bezeichnet wird. Auch für einige in Cannabis vorkommende Terpene wurde eine Wirkung auf die Psyche beschrieben: so gilt Limonen beispielsweise als erfrischend und entspannend – streng genommen ließe sich diese Substanz also vielleicht ebenso als psychoaktiv / psychotrop bezeichnen.

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Pestizide
Im heutigen Sprachgebrauch meint Pestizid jedwedes Mittel, dass zum Schutz (meist von Pflanzen) gegen Schädlinge eingesetzt wird.

Thematisiert werden Pestizide vor allem im Kontext von Pestizid-Rückständen in Produkten (meist Nahrungsmitteln). Für in der EU zugelassene Pestizide gibt es in der Regel Höchstmengen sowohl für die angewendete Menge eines Pestizids, als auch für Pestizid-Rückstände, die im Zwischen- oder Endprodukt vorhanden sein dürfen.

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Sublingual

Hiermit ist eine Applikations- bzw. Verabreichungsform eines Stoffes gemeint. Der Stoff wird hierbei unter die Zunge gegeben (sub  “unter”, lingua “Zunge”). Die Schleimhaut unter der Zunge ist besonders dünn und gut durchblutet, was die rasche Aufnahme von Stoffen in die Blutbahn ermöglicht. 

 

 Terpene

Terpene und Terpenoide sind sehr kleine Moleküle, die zum Teil sehr potent sind und daher schon in äußerst geringen Dosen eine Wirkung entfalten können. Terpene kommen in der Natur in großer Vielfalt vor und sind nicht nur bei Cannabis verantwortlich für Aroma und Geschmack. Die Konzentration verschiedener Terpene, das sog. Terpenprofil, ist ein wesentliches Unterscheidungsmerkmal verschiedener Cannabisblütensorten.

Terpene und Cannabinoide können in einer speziellen Form pflanzlicher Synergie zusammenwirken, was dann auch als Entourage-Effekt bezeichnet wird. Zu den häufigsten und bekanntesten Terpenen in Cannabis gehören u.a. Limonen, Myrcen, Linalool, α-Pinene, Caryophyllene und Humulen.

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 THC

THC, Tetrahydrocannabinol, oder chemisch korrekt: (−)-trans-Δ⁹-tetrahydrocannabinol (= Dronabinol), ist eins der über 100 Cannabinoide, die aus der Cannabispflanze (Hanf) gewonnen werden.

THC gilt als hauptverantwortlich für die psychoaktiven Aspekte der Wirkung von Cannabis. Isoliert und beschrieben wurde THC erstmalig von der Forschergruppe um den israelischen Forscher Raphael Mechoulam, der von weiten Teilen der Cannabisszene mittlerweile als lebende Legende verehrt wird.

In Deutschland ist THC nach wie vor als Betäubungsmittel eingestuft und dementsprechend im Betäubungsmittelgesetz geregelt. In der Pflanze liegt der Stoff als nicht-psychoaktive Säure vor: THCA.

THC erhält man, indem, z.B. durch Einwirkung von Hitze, die Säuregruppe abgespalten wird (Decarboxylierung). Besonders hoch ist die Konzentration von THC im Harz der Pflanze, das von sog. Trichomen abgegeben wird, die v.a. die Blütenstände überziehen. Das Harz kann durch Sieben der Blütenstände gewonnen und gepresst werden – man spricht dann von Hasch oder Haschisch.

Während auch auf blütennahen Blättern noch Trichome vorhanden sein können, sind die als „Sonnensegel“ bekannten charakteristischerweise gefingerten und gezackten Blätter, sowie Stängel, Samen und Wurzel praktisch THC-frei.

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Tinktur

Eine Tinktur ist ein alkoholischer Extrakt. Nach Europäischem Arzneibuch darf bei der Extraktion ausschließlich Ethanol in bestimmten Konzentrationen (für gewöhnlich zwischen 20 und 60%) als Lösungsmittel eingesetzt werden. 

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Topische Anwendung

Mit topischer Anwendung ist eine Applikations- bzw. Verabreichungsform gemeint, die örtlich begrenzt erfolgt und mit der dementsprechend ein ebenfalls örtlich begrenzter Effekt beabsichtigt wird.

Das klassische Beispiel für eine topische Anwendung ist ein schmerzstillendes Sport-Gel, das auf oder in der Nähe eines schmerzenden Gelenks aufgetragen wird, damit es dort seine (z.B. zusätzlich wärmende) Wirkung entfalten kann.

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 Vaporisator (Vaporizer, Verdampfer)

Ein Vaporisator nutzt Wärme, um die Verdampfung (Vapor = Dampf) von Wirkstoffen zu ermöglichen. Damit es nicht zu einer Verbrennung kommt, bei der unerwünschte und oft toxische Nebenprodukte entstehen, wird dabei nur so viel Wärme erzeugt, dass die gewünschten Inhaltsstoffe verdampfen.

Vaporisatoren werden u.a. genutzt, um aktive Inhaltsstoffe (Wirkstoffe) aus Arzneipflanzen verfügbar zu machen, so auch von Cannabis. In der Regel werden hierbei Temperaturen zwischen 180°C und 210°C empfohlen. Der Siedepunkt von THC liegt bei 157°C, der von CBD ist etwas höher (160°C - 180°C). Vaporisatoren können die Wirkstoffe der Cannabispflanze sicher und effektiv verfügbar machen und es gibt dementsprechend zwei Modelle der Firma Storz & Bickel, die als medizinische Geräte (Applikationshilfe) zugelassen und deren Kosten ggf. von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen werden.

Bei Vaporisatoren muss zwischen Geräten zur Verdampfung von trockenem, meist pflanzlichem, Material und Geräten zur Verdampfung von sog. „Liquids“ unterschieden werden. Letztere sind vor allem im Zusammenhang mit Nicotin als Alternative zum Rauchen von Zigaretten bekannt geworden.

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... to be continued!
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