Warenkorb
${ cartError }

Dein Warenkorb ist leer

Schau dir auch unsere anderen Produkte an

Alle Produkte ansehen Alle Produkte ansehen Alle Produkte ansehen

Hello!

Wir haben festgestellt, dass Sie aus Großbritannien kommen. Möchten Sie Regionen wechseln?

Einkaufen UK.VAAY.COM Einkaufen UK.VAAY.COM
#Science

CBD und Corona: Was ist der aktuelle Stand der Wissenschaft?

21/12/2020 6 MIN. LESEZEIT Mirko Berger
21/12/2020 6 MIN. LESEZEIT Mirko Berger

April 2020, mehr als ein Jahr nachdem COVID-19 (auch: SARS-CoV-2) zum ersten Mal beschrieben wurde, ist die Welt noch immer fest im Griff des Corona-Virus. Neben Hoffnung machenden Nachrichten zu Impfstoffen, geistern auch diverse Gerüchte im Internet herum, die besagen, dass CBD als Heilmittel gegen den Virus eingesetzt werden könnte. CBD ist an dieser Stelle nicht zu verwechseln mit dem kosmetischem CBD Öl.

Alles nur Humbug, oder ist da tatsächlich etwas dran? Wir schauen uns den aktuellen Stand der Wissenschaft an und bringen Ordnung ins Chaos rund um CBD und COVID-19.

Wie greift COVID-19 den Körper an?

In den ersten Monaten der Pandemie war die große Frage, die es zu klären galt, wie genau der SARS-CoV-2-Virus in den Körper eindringt und dort diverse Organe schädigt. Mittlerweile wissen ForscherInnen, dass COVID-19 über das Angiotensin-konvertierende Enzym 2, auch als ACE2 bekannt, in menschliche Zellen gelangt. ACE2 ist ein Protein auf der Oberfläche vieler Zell- und Gewebetypen, einschließlich Lunge, Herz, Blutgefäßen, Nieren, Leber und Magen-Darm-Trakt und ist stark vereinfacht gesagt für die Regulierung von Zellfunktionen verantwortlich.

Eine der wichtigen Funktionen von ACE2 ist die Regulierung des starken Blutgefäßverengers Angiotensin II (ANG II). Wenn der SARS-CoV-2-Virus an ACE2 bindet, verhindert es, dass dieses seine normale Aufgabe bei der Steuerung der ANG II-Signalübertragung erfüllt. ANG II kann Entzündungen und den Tod von Zellen in den Alveolen verstärken, die für das Einbringen von Sauerstoff in den Körper entscheidend sind. Diese schädlichen Wirkungen von ANG II werden durch ACE2 reduziert. Wird die ACE2-Wirkung durch den Virus „gehemmt“, steht mehr ANG II zur Verfügung und dessen Effekt wird verstärkt. Diese Überaktivität der Entzündungsprozesse im Körper trägt wahrscheinlich zu Schädigungen, insbesondere der Lunge und des Herzens, bei COVID-19-PatientInnen bei.

CBD reduziert eventuell COVID-19-Lungenschäden

Der wohl interessanteste Aspekt von CBD im Bezug auf COVID-19 ist dessen entzündungshemmende Wirkung. Zahlreiche Studien unterstützen die Theorie, dass das aus Cannabis gewonnenes CBD PatientInnen helfen kann, die an einer durch COVID-19 verursachten schweren Lungenentzündung leiden. Eine Studie von Forschern der Augusta University in Georgia legt nahe, dass CBD bei akutem Lungenversagen (ARDS) – einem gefährlichem Symptom bei COVID-19 das durch eine überaktive Entzündungsreaktion verursacht wird – helfen kann. Dies wird als „Zytokinsturm“ bezeichnet. Die AutorInnen der Studie erklären, dass „derzeit außer unterstützenden Maßnahmen keine endgültige Heilung für ARDS vorliegt, was die dringende Notwendigkeit kreativer und wirksamer Therapiemodalitäten zur Behandlung dieser komplexen Erkrankung verdeutlicht.“

Die Studie von der Augusta University in Georgia wurde an Mäusen durchgeführt und ist daher wenig aussagekräftig. Die ForscherInnen induzierten zuerst künstlich ARDS mit ähnlichen Symptomen wie bei Patienten mit schwerem COVID-19-Verlauf. Dies erzeugte einen Zytokinsturm, reduzierte die Blutsauerstoffsättigung um zehn Prozent und verursachte sogar strukturelle Schäden an der Lunge. Nachdem die Mäuse den Zytokinsturm und die gleichzeitig auftretende Atemnot erlebt hatten, erhielten sie CBD. Die Ergebnisse zeigten, wie stark CBD Produkte bei der Behandlung von ARDS sein können. „Die Symptome waren ganz oder teilweise umgekehrt und kehrten nach der Behandlung mit CBD auf das Niveau und den Zustand des Normalzustandes zurück“, berichten die AutorInnen.

Die Daten der Studie „stützen die Annahme, dass die entzündungshemmende Funktion von CBD den Zytokinsturm verringern und die Auswirkungen einer übertriebenen Entzündung abschwächen kann.“ „Es ist plausibel, dass CBD als therapeutischer Kandidat bei der Behandlung verschiedener entzündlicher Erkrankungen, einschließlich COVID-19 und anderer virusinduzierter ARDS, eingesetzt werden kann,“ fügten die AutorInnen der Studie hinzu. Selbstverständlich weisen die sie im weiteren darauf hin, dass „offensichtlich mehr Studien erforderlich sind, um diese therapeutische Strategie zu erweitern und zu validieren“. 

Kann eine Cannabis-Mundspülung vor einer Infektion schützen?

Aber damit nicht genug: Ein kanadisches Forscherduo glaubt, dass eine spezielle Cannabis-Sorte möglicherweise ein wertvolles Instrument im Kampf gegen COVID-19 sein könnte. Olga und Igor Kovalchuck entwickeln und testen bereits seit Jahren neuartige Cannabis-Sorten mit dem Ziel eine Sorte zu entwickeln, die bei der Bekämpfung von Krebs und Entzündungen hilft. Seit COVID-19 in unser aller Leben getreten ist, konzentriert sich das Duo darauf, eine Cannabis-Sorte zu entwickeln, die Menschen weniger anfällig für eine Coronavirus-Infektion machen könnte.

Die präklinische Studie bringt uns zurück zu ACE2. Die Theorie der ForscherInnen besagt, dass eine Cannabis-Sorte mit einem besonders hohen CBD-Anteil dazu verwendet werden könnte, um die Bildung von ACE2 im Zielgewebe zu steuern. Der Theorie zufolge, würde das CBD-Extrakt verwendet werden, um das Niveau der ACE2-Genexpression zu verringern und im Wesentlichen vorübergehend dem Virus die Türen zu den Zellen zu schließen. Leider ist der vorgeschlagene Mechanismus derzeit nur eine Theorie.

„Während unsere effektivsten Extrakte eine weitere Validierung in großem Maßstab erfordern, ist unsere Studie für die zukünftige Analyse der Auswirkungen von medizinischem Cannabis auf COVID-19 von entscheidender Bedeutung. Die Extrakte unserer erfolgreichsten und neuartigsten C. Sativa-Linien mit hohem CBD-Gehalt können (...) eine nützliche und sichere Ergänzung für die Behandlung von COVID-19 als Zusatztherapie sein“, heißt es in der Studie. Sollten die ForscherInnen in der Lage sein, ihre Hypothese zu beweisen, wäre der nächste Schritt mit dieser Cannabis-Sorte ein medizinisches Produkt in form einer Mündspülung zu entwickeln. Bis dahin bleibt die Theorie jedoch nicht mehr als eine interessante und ungewöhnliche Idee.

Terpene und CBD gegen Corona

Ein Teil der Forschung auf diesem Gebiet hat sich auf die Fähigkeit von Cannabinoiden und Terpenen konzentriert. Die Idee ist, die Überreaktion des Immunsystems abzudämpfen, ohne es jedoch unterdrücken. Erste Ergebnisse einer Studie, die derzeit vom Terpenhersteller Eybna und dem Cannabis-Forschungs- und Entwicklungsunternehmen CannaSoul Analytics aus Israel durchgeführt wird, scheinen darauf hinzudeuten, dass die Kombination von Terpenen und Cannabinoiden bis zu zweimal wirksamer dabei ist durch COVID-19 entstandene Entzündungen zu reduzieren, als das Kortikosteroid Dexamethason.

Die Studie befasst sich mit einer Terpen-Rezeptur namens NT-VRL™, die von Eybna zur Behandlung von entzündlichen Erkrankungen entwickelt wurde, die bei manchen COVID-19-PatientInnen in Form des entstehenden Zytokinsturmsyndrom beobachtet wurden. Diese Rezeptur enthält 30 verschiedene Terpene, die potenzielle entzündungshemmende Substanzen sind und im Allgemeinen als sicher für den Verzehr gelten. Während CBD allein durchschnittlich etwa 75 Prozent der Zytokine hemmt, erreichten die Terpene eine Hemmung von 80 Prozent, was darauf hindeutet, dass die Terpenmischung von Eybna bei der Hemmung von Entzündungen möglicherweise noch wirksamer ist als CBD.

Der Datenwissenschaftler Nadav Eyal, Mitbegründer und CEO von Eybna, erklärt in einem Forbes Artikel, dass die Firma „biologisches Data Mining, Datenverarbeitung und Rezepturdesign“ verwendet hat, um eine Rezeptur zu entwickeln, die effektiv auf bestimmte Gesundheitszustände abzielt“, wie z. B. Zytokinstürme. Er sagt, dass diese Entwicklungsmethode „eine neue Welt für synergistisch wirksame natürliche Formulierungen eröffnet, die therapeutische Fähigkeiten besitzen, bei denen einzelne pharmazeutische Wirkstoffe Schwierigkeiten haben werden, mitzuhalten.“

Ein weiterer neuer Ansatz, der derzeit in Israel untersucht wird, ist die Entwicklung einer potenziellen Zelltherapie, bei der CBD-beladene Exosomen (kleine Bläschen, die von Zellen abgegeben werden) zur Behandlung von COVID-19-PatientInnen verwendet werden. Ziel dieser Technologie ist es, „sowohl auf Indikationen des Zentralnervensystems als auch auf das COVID-19-Coronavirus abzuzielen“. CBD-beladene Exosomen haben das Potenzial, eine hoch synergistische Wirkung entzündungshemmender Eigenschaften zu erzielen, indem sie auf bestimmte geschädigte Organe wie infizierte Lungenzellen abzielen.

Was die Studien NICHT sagen

Was bedeutet all diese Forschung für uns? Zum einen beweisen die verschiedenen Forschungsansätze erneut, dass die Cannabispflanze ein enormes und nach wie vor kaum erforschtes Potenzial besitzt. Zum anderen gibt sie Hoffnung auf, dass wir in naher Zukunft nicht nur ein Impfmittel gegen COVID-19 haben könnten, sondern vielleicht auch einen oder mehrere vielversprechende Behandlungsansätze.

Ganz wichtig zu betonen ist allerdings, dass alle in diesem Artikel besprochenen Studien nicht an Menschen durchgeführt wurden und CBD zur Behandlung von COVID-19 keinesfalls erwiesen oder zugelassen ist. Auch wenn einige wenige Studien Hoffnung machen, gibt es derzeit kein wissenschaftlich gesichertes Wissen darüber ob CBD tatsächlich bei COVID-19 helfen kann.

Es sollte daher niemand auf die Idee kommen, sich auf Grund dieser wenigen Studien selbst mit CBD zu behandeln. MedizinerInnen raten außerdem ausdrücklich davon ab auf eigene Faust CBD zur Prävention oder Behandlung von COVID-19 zu verwenden. Wer im schlimmsten Fall bereits infiziert wurde, sollte unverzüglich medizinische Beratung in Anspruch nehmen und keine Selbstversuche starten!

So hilft uns CBD in der Corona-Pandemie

Corona macht uns Angst. Und setzt uns unter Stress. Wir haben Angst, uns zu infizieren, möglicherweise schwer zu erkranken, unsere Arbeit oder liebe Menschen zu verlieren. Corona macht uns einsam. Viele Menschen haben ihre Familien, Freunde und Kollegen schon seit Wochen oder Monaten nicht mehr gesehen und erleben oft ein bisher nicht gekanntes Level an Einsamkeit.

Um in diesen Zeiten die Nerven zu bewahren, ist eine gesunde Routine unerlässlich – und genau dabei kann CBD helfen. So kann die tägliche Dosis CBD zu einem Anker werden, der uns Ruhe und Gelassenheit gibt. In Verbindung mit einem gesunden Schlafrhythmus, guter Ernährung und Meditation, unterstützt CBD, den Stress auf Abstand zu halten und körperlich und geistig gesund zu bleiben.

CBD Öl kaufen
SHARE:
Verwandte Artikel