NEU: Nutze PayPal als Zahlungsmethode NEU: Nutze PayPal als Zahlungsmethode

Kostenlose Lieferung

Made in Europe 

Qualitätsgeprüft

Hanf Wissen

CBD: Der Stand der Forschung

CBD: Der Stand der Forschung

Cannabidiol, kurz: CBD, ist derzeit in aller Munde. Als eines der mehr als 100 natürlich in der Cannabispflanze vorkommenden Cannabinoide ist CBD längst aus dem Schatten seines berauschenden Verwandten THC hervorgetreten.

An medialer Aufmerksamkeit mangelt es jedenfalls nicht. Dabei sind es vor allem Hersteller von CBD‑Produkten, die teils starke Claims machen, was deren Wirksamkeit angeht. Aber auch an wissenschaftlichen Veröffentlichungen mangelt es mittlerweile nicht mehr. Zumindest was deren Zahl angeht – qualitativ tun sich hier leider noch große Lücken auf. 

CBD in der Forschung: Was sagen die Studien?

Ergebnisse aus Studien mit Zellkulturen oder Tiermodellen lassen sich nicht ohne Weiteres auf den Menschen übertragen. Studien am Menschen sind jedoch äußerst aufwendig und vor allem teuer. Solche klinischen Studien werden dementsprechend vor allem von großen Konzernen finanziert, die natürlich ihrerseits ein wirtschaftliches Interesse verfolgen. Pflanzen und ihre Wirkstoffe lassen sich jedoch nicht so einfach patentieren und dementsprechend gering ist die Motivation, mehrstellige Millionenbeträge in deren Erforschung zu investieren.

Klickt man sich durch wissenschaftliche Publikationen zu dem Thema wird einem vor allem ein Satz bald bekannt vorkommen, der in seiner Essenz so oder so ähnlich am Ende fast jeder Studie zu lesen ist: „Further research is needed.“

Und es stimmt: Abschließende Studien, die einen eindeutigen Effekt, sowie die Stärke dieses Effekts klar belegen bzw. beziffern, sind rar gesät. Und da wir im Zeitalter der evidenzbasierten Medizin leben, stellt das Fehlen von geschlossenen Beweisketten (= Evidenz) für einige Praktizierende ein Problem dar. Allerdings: In einigen Fällen ist es gelungen, eine solche Kette schon zu weiten Teilen zu schließen – in anderen nicht. Dennoch gilt: „Absence of evidence is not evidence of absence“, d.h.: das (derzeitige) Fehlen solcher Beweise ist keinesfalls ein Beweis für das Fehlen des angesprochenen Effekts.

Im Folgenden findet Ihr einen kurzen Überblick über den derzeitigen Stand der wissenschaftlichen Erkenntnisse zum Thema CBD.


Epilepsie

Vor allem die Anwendung von CBD bei Epilepsie wurde mittlerweile verhältnismäßig gründlich untersucht. Zwar gibt es auch hier immer noch beklagenswert wenige hochwertige RCT-Studien (RCT steht für „randomized controlled trial“ und ist eine Art Mindeststandard, wenn es um das Schaffen wissenschaftlicher Evidenz geht). In den RCT-Studien, die derzeit vorliegen, hat jedoch ein großer Anteil der Patienten durch die Einnahme von CBD eine deutliche Verbesserung der Anfallshäufigkeit erfahren. Das hat letztlich auch dazu geführt, dass in den USA bereits seit 2018 mit Epidiolex®  ein Fertigarzneimittel am Markt ist, das ausschließlich CBD als Wirkstoff enthält. Seit 2019 ist es unter dem Namen Epidyolex® auch in Deutschland und der EU zugelassen. CBD gilt vor allem zur Behandlung therapieresistenter Formen der Epilepsie, von denen oft Kinder betroffen sind, wie Lennox-Gastaut und Dravet-Syndrom, in Kombination mit einer Standardtherapie (v.a. mit Clobazam), als vielversprechende neue Behandlungsoption. Untersuchungen zur Behandlung anderer Formen der Epilepsie bzw. von Krampfanfällen allgemein liefern ebenfalls gute erste Ergebnisse, aber hier gilt leider noch das traurige Mantra der Cannabis-Forschung: „Further research is needed.“

Stress und Angststörungen

CBD wird oft nachgesagt, dass es entspannt und allgemein einfach etwas „gelassener“ macht. Auch und vor allem in sozialen Situationen. Um das zu testen haben sich Forscher einen Test überlegt, bei dessen Beschreibung allein sich schon dem einen oder anderen die Nackenhaare aufstellen: „Public Speaking Stress Studies“. Dabei mussten die Probanden eine einminütige Rede zu einem bestimmten Thema halten, das ihnen allerdings erst unmittelbar vor dem Test mitgeteilt wurde – und das vor Publikum. Es wird also eine Situation erzeugt, die beim Probanden sehr zuverlässig Stress erzeugt, jedoch ohne Gefahr für Leib und Leben (es sei denn man hat ein schwaches Herz).

Das Ergebnis der Studie: In dieser akuten Stresssituation kann CBD angstlösend wirken. Aber Achtung: Auf die richtige Dosis kommt es an! Forscher sprechen in diesem Zusammenhang von einer “inverted U-shaped dose-response curve”, d.h., dass die Dosis‑Wirkungs‑Kurve der Form eines umgedrehten U’s folgt. So führte die mittlere Dosis (300mg CBD) im Experiment zu einer starken und statistisch signifikanten Reduktion des Stresslevels - geringere oder sehr hohe Dosierungen hingegen wirkten nicht entspannend und führten im Gegenteil zu mehr Stress.

Im Klartext heißt das: wird die Menge an verabreichtem CBD erhöht, lässt sich damit auch bis zu einer gewissen Dosis der angstlösende (also in diesem Fall gewünschte), Effekt steigern. Erhöht man die Dosis aber darüber hinaus, nimmt der Effekt wieder ab und kann bei extrem hohen Dosierungen sogar ins Gegenteil umschlagen. Eine solche Dosis-Wirkungs-Kurve wird auch in der Behandlung anderer Symptome vermutet und deckt sich mit Ergebnissen aus Tiermodellstudien.

Schlaf

Eine schlaffördernde Wirkung von CBD konnte z.B. in einer Studie aus dem Jahr 2019 bestätigt werden konnte: im ersten Monat der Behandlung hatte sich die Schlafqualität bei 2 von 3 Patienten deutlich verbessert. Allerdings: im zweiten und dritten Monat nahm der Effekt wieder ab. Eine mögliche Erklärung hierfür ist, dass die verwendeten Dosierungen relativ gering waren (25‑175 mg am Tag) und nach dem ersten Monat ein Gewöhnungseffekt eingetreten sein könnte. Eine weitere mögliche Erklärung ist, dass Patienten durch die Bekanntheit von Cannabis eine höhere Erwartung bezüglich des Effekts hatten, als das bei anderen Medikamenten der Fall wäre. Man spricht in diesem Fall von der sogenannten „Meaning Response“, oder auch Placebo-Effekt. Leider gab es in dieser Studie keine Kontrollgruppe und sie war zudem „open-label“, d. h. Patienten und Forscher wussten, wann sie jeweils welche Dosis CBD erhielten.

Wie so oft lässt also auch diese Studie aufgrund fehlender Randomisierung und Verblindung keine allgemeingültigen Schlüsse zu. Dennoch: Die sich weitgehend deckenden Berichte so vieler Patienten und deutliche Hinweise aus der Forschung lassen es insgesamt gar nicht mal so abwegig scheinen, dass CBD tatsächlich zu einer höheren Schlafqualität beitragen kann.

Hautgesundheit

Auch in Sachen Hautgesundheit gibt es bereits seit Jahrtausenden Berichte über die positive Wirkung von Cannabis. Und tatsächlich: Forscher konnten zeigen, dass die Haut sogar ihr eigenes Endocannabinoidsystem besitzt. Sie kommen zu dem Schluss, dass das Endocannabinoidsystem einen wichtigen Beitrag zur Regulierung der Hautphysiologie leistet. Ein Ungleichgewicht in diesem System wird hingegen mit einer Vielzahl von Hautkrankheiten in Verbindung gebracht. Daher gehen die Forscher auch davon aus, dass die Modulation des ECS ein vielversprechendes Ziel, auch zur Behandlung von Hautkrankheiten sein könnte.

Die Anwendung von CBD als Salbe, auch wenn sie kein THC enthält, beurteilten Forscher in einer Studie von 2019 als “sichere und wirksame nicht-invasive Alternative zur Behandlung von Hautkrankheiten, insbesondere wenn diese einen entzündlichen Hintergrund haben”. Hierzu zählen zum Beispiel Schuppenflechte (Psoriasis), sowie allgemein entzündliche Reaktionen der Haut (Dermatitis). Zwar handelt es sich um eine retrospektive Studie mit lediglich 20 Teilnehmern - einige zu Grunde liegenden Mechanismen, wie genau CBD es schafft, seine antiinflammatorische Wirkung auszuüben, sind in der wissenschaftlichen Literatur bereits ausführlichst beschrieben.

Wie man sich leicht denken kann, können Behandlungserfolge in diesem Bereich einen großen Einfluss auf die Lebensqualität der Patienten haben.

Schmerz

Ebenfalls seit Jahrtausenden überliefert ist die schmerzstillende Wirkung von Cannabis. Auch für CBD konnte ein solcher Effekt schon gezeigt werden: über die Haut verabreichtes CBD konnte in dieser Studie aus dem Jahr 2019 neuropathische Schmerzen signifikant reduzieren und wurde darüber hinaus sehr gut vertragen.

Fazit

Es lässt sich also sagen, dass es neben historischen Überlieferungen mittlerweile auch in der wissenschaftlichen Literatur reichlich deutliche Hinweise darauf gibt, dass CBD bei verschiedenen Leiden erfolgreich und dabei ohne ernsthafte Risiken eingesetzt werden kann. Allerdings fehlt im Sinne der evidenzbasierten Medizin noch an vielen Stellen eine lückenlose Beweiskette. Ob diese in absehbarer Zukunft und in allen Fällen geschlossen werden kann, ist fraglich. Ergebnisse verschiedener Studien lassen sich aufgrund unterschiedlicher Forschungsmethoden nicht einfach zusammenfassen, um dadurch mehr Aussagekraft zu erhalten. Klinischen Studien, die am besten geeignet wären, sind vor dem Hintergrund, dass sich Pflanzen und pflanzliche Wirkstoffe nur begrenzt schützen lassen, beinahe prohibitiv teuer.

Warenkorb

Du hast keine Artikel in deinem Warenkorb.

Weiter einkaufen