Warenkorb
${ cartError }

Dein Warenkorb ist leer

Schau dir auch unsere anderen Produkte an

Alle Produkte ansehen Alle Produkte ansehen Alle Produkte ansehen

Hello!

Wir haben festgestellt, dass Sie aus Großbritannien kommen. Möchten Sie Regionen wechseln?

Einkaufen UK.VAAY.COM

Glossar

  • Aus einer Begebenheit, die sich anhört, wie ein modernes Märchen, ist dieser Zahlencode entstanden. Ursprünglich war damit eine Uhrzeit gemeint: 20 nach vier am Nachmittag. Oder, in der englischen Schreibweise 4:20 (pm) – kurz: 420 oder eben: ‘four twenty’. Mittlerweile ist diese Zahl ein internationaler und häufig verwendeter “Code” und kann dabei für alles mögliche stehen: für Cannabis selbst, für das Konsumieren von Cannabis, oder für die Feierlichkeiten (sowas wie Weihnachten für Cannabis-Freunde), die am 20. April begangen werden (englische Datumsschreibweise 4/20 – four twenty).
  • Das Analysezertifikat gibt Auskunft darüber, ob die analysierte Charge eines Produktes den Anforderungen bzw. Spezifikationen entspricht, die für dieses Produkt gelten. In der Pharmaindustrie ist es ein gebräuchliches Dokument für Arzneimittel, aber auch für deren Ausgangsstoffe. Vor allem gibt das Zertifikat Auskunft über essenzielle Qualitätsmerkmale (wie z.B. den Gehalt an CBD oder anderen wertvollen Inhaltsstoffen) sowie zulässige und unzulässige Verunreinigungen. In unseren Laboranalysen findet ihr unter anderem Informationen zu dem Gehalt von Cannabinoiden. So könnt ihr einerseits sicher sein, dass ihr das bekommt, was ihr von dem Produkt erwartet (z.B. CBD) und dass andererseits nichts drin ist, worum ihr euch sorgen müsstet (z.B. THC). Natürlich überprüfen wir dabei auch immer Verunreinigungen, z.B. mit Schwermetallen und Pestiziden. Aktuelle Laboranalysen unserer Produkte könnt ihr hier einsehen.
  • Die Applikations- oder Verabreichungsform beschreibt die Art und Weise, auf die eine bestimmte Substanz, meist ein Arzneimittel, verabreicht oder angewendet wird. Für Cannabinoide kommen vor allem folgende Applikationsformen in Frage: Bukkal (über die Mundschleimhaut), Inhalativ (über die Lunge), Oral / Peroral (über den Mund), Sublingual (über die Schleimhaut unter der Zunge), Topisch (meist auf der Haut; Anwendung erfolgt örtlich begrenzt, um einen örtlich begrenzten Effekt zu erzeugen), Transdermal (Aufnahme erfolgt über die Haut, die Wirkung entfaltet sich im Körper)
  • In der Pharmakologie ist die Bioverfügbarkeit eines Wirkstoffes eine wichtige Messgröße. Sie beschreibt den Anteil des Stoffes, der in den Blutkreislauf (genauer: in den systemischen Kreislauf) übergeht und damit am Wirkort zur Verfügung steht. Eine 100%ige Bioverfügbarkeit wird über intravenöse Gabe einer Substanz erreicht. Wird der Wirkstoff dem Organismus auf andere Weise zugeführt, z.B. oral, wird mit der Bioverfügbarkeit nach intravenöser Gabe verglichen und auf dieser Basis erfolgt eine Angabe in Prozent. Eine orale Bioverfügbarkeit von 50% bedeutet also, dass, im Vergleich mit intravenöser Verabreichung, die Hälfte des Wirkstoffes in den systemischen Kreislauf übergeht.
  • Als biphasisch bezeichnet man den Effekt eines Wirkstoffes dann, wenn niedrige und hohe Dosen desselben Wirkstoffes gegensätzliche Effekte hervorrufen können. Auch Alkohol hat einen solchen Effekt: während kleine Mengen Alkohol durchaus anregend wirken können, geht von größeren Mengen Alkohol ein beruhigender bis sedierender Effekt aus. CBD hat als Wirkstoff in einigen Studien ein solches Profil gezeigt: Während bspw. eine Dosis von 300mg CBD beruhigend auf die Teilnehmer wirkte, zeigte eine deutlich höhere Dosis von 900mg CBD nicht nur keinen beruhigenden Effekt – bei dieser sehr hohen Dosierung berichteten die Probanden darüber hinaus sogar von einer gegensätzlichen Wirkung; sie fühlten sich nicht nur mehr gestresst, als Probanden, die die geringere CBD-Dosis bekamen, sondern auch als diejenigen, die nur ein Placebo (also keinen aktiven Inhaltsstoff) verabreicht bekamen.
  • Cannabinoid-Rezeptoren sind neben Cannabinoiden selbst und den Enzymen, die für deren Abbau verantwortlich sind, wichtige Bestandteile unseres Endocannabinoidsystems. Cannabinoid-Rezeptoren sind im ganzen Körper verteilt, und über die zentrale regulative Rolle des Endocannabinoidsystems an einer Vielzahl physiologischer Prozesse beteiligt. Diese Prozesse wurden von einem Cannabinoid-Forscher so zusammengefasst: “Relax, Eat, Sleep, Forget and Protect” – kaum ein Bereich unseres Lebens also, der nicht auf die ein oder andere Weise davon berührt wird. Neben CB1 und CB2 Rezeptoren können Cannabinoide aber auch noch über andere Pfade ihre Wirkung entfalten. So wurde z.B. aufgrund der Erkenntnisse aus einer Studie vorgeschlagen, den Rezeptor „GPR55“ ebenfalls in die Klasse der Cannabinoid-Rezeptoren aufzunehmen.
  • Cannabis bezeichnet ursprünglich die Hanfpflanze – deren voller lateinischer Name lautet: Cannabis sativa L.. Im allgemeinen Sprachgebrauch wird “Cannabis” allerdings darüber hinaus häufig verwendet, wenn die getrocknete weibliche Blüte gemeint ist. Getrocknete weibliche Blüten sind eines der möglichen Endprodukte, die sich aus der Cannabispflanze herstellen lassen und die zum Teil auch zu Rauschzwecklen verwendet werden. Seit die medizinische Anwendung von Cannabis auch in Deutschland wieder zur Normalität gehört, wird in diesem Zusammenhang häufig das Wort „Medizinalcannabis“ genutzt, um es von “normalem” Cannabis abzugrenzen, das oft nicht auf ärztliche Verordnung verwendet und aus nicht-offiziellen Quellen bezogen wird.
  • In der Pflanzenzucht bezieht sich Hybrid in der Regel auf Nachkommen, die aus der Kombination (Kreuzung) der Eigenschaften zweier Pflanzen aus unterschiedlichen, möglichst reinerbigen (Inzucht-)Linien entsteht. Die Nachkommen einer solchen Zucht, die F1-Generation, kombiniert dann im günstigsten Fall alle positiven Eigenschaften sowohl der Mutter-, als auch der Vaterlinie. Man spricht dann von Heterosis, bzw dem Heterosiseffekt. Bei Cannabis wird Hybrid auch verwendet, um deutlich zu machen, dass ein bestimmter Kultivar eindeutig weder dem Sativa- noch dem Indica-Spektrum zugeordnet werden kann. Ob und inwieweit all diese Kategorisierungen (Hybrid, Indica, Sativa) wissenschaftlich haltbar sind, ist nach wie vor Gegenstand reger Diskussionen. Hintergrund ist, dass durch die extrem lange Nutzungsgeschichte (10.000+ Jahre!) von Cannabis ursprüngliche Populationen, sog. Landrassen, nicht mehr existent sind, da durch den Menschen – ob beabsichtigt oder nicht – genetisches Material aus anderen geographischen Zonen und/oder Populationen eingekreuzt wurde. Deshalb, so argumentieren einige, sind  alle heute existenten Sorten (oder Kultivare) streng genommen als Hybride zu bezeichnen.
  • Cannabis sativa L., also Hanf oder einfach Cannabis steht für eine Pflanzenart innerhalb der Familie der Cannabisgewächse (Cannabaceae). Innerhalb dieser Art lassen sich verschiedene Sorten (besser: Kultivare) voneinander abgrenzen. Diese unterscheiden sich nicht nur hinsichtlich ihrer Wuchsform (dem sogenannten Morphotyp), sondern auch hinsichtlich ihres jeweils eigenen spezifischen Profils von Cannabinoiden und Terpenen -- dem Chemotyp. Das Profil einer Sorte ist dabei so individuell wie ein “chemischer Fingerabdruck”. In der Praxis bedeutet das vor allem, dass Cannabis längst nicht gleich Cannabis ist. Verschiedene Sorten lassen sich auf unterschiedliche Arten gruppieren; eine der gängigeren Unterteilungen erfolgt anhand des Gehalts der beiden “Haupt”-Cannabinoide THC und CBD. “Typ 1” beschreibt hierbei THC-dominante Sorten, mit “Typ 2” sind Sorten mit einem ausgeglichenen Verhältnis von THC zu CBD gemeint und CBD-dominante Sorten werden mit “Typ 3” angesprochen. Eine noch häufig anzutreffende, aber wissenschaftlich eher umstrittene Art der Klassifizierung unterschiedlicher Cannabissorten, ist die Unterteilung in “sativa” (bzw. sativalastig / sativa-dominant), indica (bzw. Indicalastig / indica-dominant) und Hybride. Der Effekt von “Sativas” wird von Anwendern oft als geistig aktivierend, anregend und auch stärker psychoaktiv beschrieben, der von “Indicas” hingegen als eher körperbetont, beruhigend und entspannend. Stellt man sich Indica und Sativa dabei als Enden eines Spektrums möglicher Effekte vor, liegen die sogenannten Hybride irgendwo in der Mitte, bieten dem Anwender also eine Mischung der o.g. wesentlichen Eigenschaften von Indicas und Sativas. Die Ursache für die teils sehr unterschiedlich wahrgenommenen Effekte verschiedener Sorten sind dabei aber nur zum Teil auf die unterschiedlichen Gehalte von Cannabinoiden zurückzuführen -- vor allem den Terpenen wird ein großer Einfluss auf die subjektive Effektwahrnehmung nachgesagt.
  • Cannabidiolsäure (A für engl. acid: Säure) ist einer der vielen Inhaltsstoffe von Cannabis. Auch wenn die nicht-saure Form, also CBD, sehr viel bekannter ist: die Pflanze selbst produziert beinahe ausschließlich die Säureform, also CBDA. Auch CBDA werden potenziell wünschenswerte Wirkungen nachgesagt, teilweise sollen diese sogar potenter sein, als die von CBD selbst. Die Forschung hierzu steckt allerdings noch in den Kinderschuhen.
  • Cannabigerol, oder kurz: CBG, ist eines von über 100 bekannten Cannabinoiden, die in der Cannabis- bzw. Hanfpflanze (Cannabis sativa L.) vorkommen. Etwas besonderes ist CBG dennoch, denn das in der Pflanze produzierte Ausgangsmolekül, die Cannabigerolsäure, ist gleichzeitig der Grundbaustein, aus dem in der Pflanze alle anderen Cannabinoide entstehen. Für Cannabigerol selbst wurden darüber hinaus auch unter anderem antibiotische Wirkungen gegenüber multi-resistenten Staphylococcus Aureus (MRSA) beobachtet – jedenfalls bei Mäusen.
  • Das Verdampfen (Vaporisieren) von Cannabiskonzentraten wird als Dabbing („Tupfen“) bezeichnet. Konzentrate liegen meist in Form von Wachsen oder harzigen Ölen vor. Diese werden auf ein stark erhitztes Metallstück („Nail“) aufgebracht, wo sie umgehend beginnen zu verdampfen. Die Dämpfe werden über eine Art Bong (Wasserpfeife) inhaliert. Auf diese Weise ist es möglich, sehr große Mengen Cannabinoide in sehr kurzer Zeit zu inhalieren. Aus medizinischer und/oder gesundheitlicher Sicht kann diese Art der Anwendung aber nicht empfohlen werden.
  • Eine anwendungsfertige Form oder Zubereitung, die unverändert eingenommen werden kann, wird auch als Darreichungsform bezeichnet. Andererseits kann dieser Begriff auch die Form eines Arzneimittels (Arzneiform) bezeichnen, die dann gegebenenfalls auch die Art der Anwendung mit einschließt. Die Arzneiform dabei muss nicht immer der endgültigen Zubereitung entsprechen.
  • Der Begriff Edible im Zusammenhang mit Cannabis meint essbare Lebensmittel, denen Cannabinoide hinzugefügt wurden. Meist ist damit vor allem THC gemeint. Bekannte Beispiele sind sogenannte Space Cakes, also cannabishaltiger Kuchen, oder Cannabisbutter (‘Cannabutter’). Unter neueren Entwicklungen in diesem Bereich erfreuen sich vor allem cannabinoidhaltige Weingummis großer Beliebtheit. Mit “Edibles” können darüber hinaus aber auch flüssige, also trinkbare, cannabinoidhaltige Lebensmittel, Kapseln und teilweise auch Öle und Tinkturen gemeint sein. Eine Besonderheit bei Edibles ist, dass es zwar bis zum Eintritt der Wirkung länger dauert, als wenn Cannabinoide inhaliert werden; allerdings hält die Wirkung dafür auch deutlich länger an. Genaueres hierzu erfährst du in unserem Beitrag zum Thema Wirkeintritt & Wirkdauer.
  • Endocannabinoide sind körpereigene, also vom eigenen Körper produzierte, Cannabinoide. Cannabinoide sind Teil des Endocannabinoidsystems. Zu den Endocannabinoiden gehören unter anderem 2-Arachidonylglycerol (2-AG) und N-Arachidonylethanolamid (AEA). AEA wird häufig auch als Anandamid bezeichnet, abgeleitet vom Sanskrit-Wort Ananda (“Glückseeligkeit”). Genau wie die Cannabinoide aus der Cannabispflanze (Phytocannabinoide) sind auch die körpereigenen Cannabinoide in der Lage, an entsprechende Cannabinoid-Rezeptoren (CB1, CB2) anzudocken, die überall im menschlichen Körper verteilt sind, um dort ihre Wirkung zu entfalten.
  • Durch das spezielle Zusammenspiel von Cannabinoiden und Terpenen kann eine spezielle pflanzliche Synergie entstehen, der sog. „Entourage-Effekt“. Terpene können dabei die Wirkung der Cannabinoide auf verschieden Weise beeinflussen (und umgekehrt). Hier zeigt sich also auch ein potenzieller Vorteil von Vollspektrumextrakten gegenüber Extrakten oder Ölen die ausschließlich CBD in Reinform enthalten. Bei letzteren fehlen potenzielle Synergiepartner; der Entourage-Effekt bleibt aus. Auch wenn sich das derzeit langsam ändert – Terpene gelten wegen ihres enormen Potenzials im Hinblick auf eine individuelle Therapiegestaltung mit Cannabisblüten und oder -Vollextrakten in der Cannabisforschung bisher noch als „vernachlässigte pharmakologische Schatztruhe“, wie es der „Entdecker“ des THC, Dr. Raphael Mechoulam, formulierte.
  • Viele Stoffe werden nicht in ihrer reinen Form verwendet, sondern in einem Gemisch, das neben dem Hauptbestandteil auch noch aus weiteren Stoffen, sog. Hilfsstoffen, besteht. Das fertige Gemisch wird dann als Formulierung bezeichnet. Hilfsstoffe können z.B. durch formgebende Eigenschaften die Anwendung erleichtern, die Herstellung effizienter machen oder, wie im Fall der liposomalen Formulierung unserer Hanf-Kapseln, die Bioverfügbarkeit verbessern.
  • CBD-Isolat ist ein kristalliner Feststoff bzw. Pulver, das aus annähernd reinem CBD besteht. Genau wie (Vollspektrum-)Extrakte kann Isolat aus CBD-haltigen Hanfpflanzen gewonnen werden. Bei der Extraktion und anschließenden Aufreinigung werden alle Bestandteile, die nicht CBD sind, beinahe vollständig entfernt, sodass das Endprodukt zu 99 % reines CBD enthält. Einerseits bedeutet das, dass Synergien und Potenziale nicht genutzt werden, die durch die Präsenz anderer wertgebender Inhaltsstoffe der Hanfpflanze entstehen. Andererseits kann die Anwendung von Isolat in bestimmten Situationen auch vorteilhaft sein, z.B. durch seine flexible Anwendung und den vergleichsweise niedrigen Preis.
  • Limonen gehört zur Stoffklasse der Terpene und kommt in höheren Konzentrationen, wie der Name schon vermuten lässt, u.a. in Zitrusfrüchten vor und ist für deren charakteristischen Geruch verantwortlich. Limonen wird gern als preiswerter Duftstoff, z.B. für Putzmittel eingesetzt, da Zitrusduft mit Frische und Reinlichkeit assoziiert wird. Darüber kommt es als pflanzliches Insektizid und in Konservierungsmitteln und Kosmetikprodukten zum Einsatz. Limonen gilt als stimmungsaufhellend, antidepressiv, immunstimulierend, antimikrobiell und wird hauttherapeutisch eingesetzt.
  • Bei der liposomalen Formulierung wird der wertgebende Bestandteil der Formulierung (z.B. CBD) in das Innere bzw. in die Doppelmembranschicht sogenannter Liposomen eingebracht. Der Vorteil einer solchen Formulierung ist unter anderem, dass Stoffe so besser vom Körper aufgenommen werden können, die in ihrer natürlichen Form ggf. schlecht bioverfügbar sind. Die Bioverfügbarkeit von z.B. CBD, also der Anteil des aufgenommenen CBDs, der den Blutkreislauf erreicht, kann hierdurch effektiv erhöht werden.
  • Als Medizinalcannabis wird in Deutschland meist Cannabis bezeichnet, das, nach Vorlage eines entsprechenden Rezepts, in der Apotheke erhältlich ist. Vor allem in der Abgrenzung zum normalen Cannabis (also ohne den Zusatz “Medizinal”), ist mit  Medizinalcannabis ein weitgehend standardisiertes pflanzliches Arzneimittel gemeint. Die Wirkstoffgehalte (THC und CBD) sind im europäischen Arzneibuch festgelegt und werden regelmäßig überprüft. Weiterhin muss mit Analysen belegt werden können, dass sich im fertigen Produkt keine Rückstände von Pestiziden befinden, die die zulässigen Höchstmengen überschreiten. Doch nicht nur das Cannabis selbst, sondern auch die Produktionsstätten muss strengen Anforderungen genügen und auch diese werden regelmäßig überprüft. Je nach Kontext kann Medizinalcannabis neben den getrockneten weiblichen Blüten, also dem “traditionellen” Endprodukt, auch die Pflanze selbst und andere daraus hergestellte Produkte, wie z.B. Extrakte, meinen.
  • MCT steht für medium-chain triglycerides (mittelkettige Triglyceride), also Triglyceride (Neutralfette), die mittelkettige Fettsäuren enthalten. Zu den mittelkettige Fettsäuren gehören Fettsäuren mit 6-12 Kohlenstoffatomen. Sie kommen unter anderem in Kokosfett, Palmkernöl und Butter vor, jedoch auf natürliche Weise nicht in Reinform, sondern in Mischung mit anderen Triglyceriden. Verwendung findet MCT-Öl vor allem in der Herstellung von Kosmetikprodukten, Lebensmitteln und Pharmazeutika. Allgemein gelten MCT-Öle im Sinne einer ganzheitlich gesundheitsfördernden Ernährung als wertvoller Nahrungsbestandteil. MCT-Öle können, im Gegensatz zu anderen Ölen unabhängig von Enzymen der Bauchspeicheldrüse metabolisiert werden, was ihren Einsatz bei verschiedenen (vor allem Stoffwechsel-) Erkrankungen erklärt. Auch im Rahmen einer ketogenen Diät, wie sie beispielsweise bei einigen pharmakoresistenten Formen der Epilepsie eingesetzt wird, eignen sich MCT-Fette ganz besonders.
  • Das Terpen Myrcen kommt sehr häufig im Reich der Pflanzen vor. In größeren Konzentrationen ist es z.B. in Kiefern, reifen Mangos, Fenchel, Wacholder, Ingwergewächsen, Hopfen und Dill zu finden. Und natürlich in Hanf bzw. Cannabis. Hier gilt es als Hauptverdächtiger für den sog. „Couch-lock“-Effekt, einen Zustand extremer körperlicher Entspannung, bei dem es dem/der Betroffenen unmöglich scheinen kann, sich von der Couch zu erheben (Spoiler: Es klappt dann meistens doch). Pharmakologisches Interesse gilt vor allem den antiphlogistischen (entzündungshemmenden), schmerzstillenden und den entspannend bis sedierenden Eigenschaften von Myrcen. Fun Fact: Falls ihr schon immer mal ohne viel Aufwand Borkenkäfer anlocken wolltet ist Myrcen eure Rettung, denn für den Käfer ist dieses Terpen ein geradezu unwiderstehlicher Botenstoff (Pheromon).
  • Im heutigen Sprachgebrauch meint Pestizid jedwedes Mittel, dass zum Schutz (meist von Pflanzen) gegen Schädlinge eingesetzt wird. Thematisiert werden Pestizide vor allem im Kontext von Pestizid-Rückständen in Produkten (meist Nahrungsmitteln). Für in der EU zugelassene Pestizide gibt es in der Regel Höchstmengen sowohl für die angewendete Menge eines Pestizids, als auch für Pestizid-Rückstände, die im Zwischen- oder Endprodukt vorhanden sein dürfen.
  • Psychoaktive oder psychotrope Substanzen sind alle Substanzen, die in der Lage sind, die menschliche Psyche zu beeinflussen. Die herbeigeführte Beeinflussung kann sehr unterschiedliche Formen annehmen und auch in ihrer Intensität große Unterschiede zeigen. Das Spektrum reicht dabei von einer kaum wahrnehmbaren Anregung oder Entspannung, bspw. durch einen Schluck Kaffee am morgen, bis hin zu einer weitgehend vollständigen Veränderung des Bewusstseins, z.B. durch Psychedelika (LSD, Psilocybin, DMT und Co.). Ob die Veränderung dabei als positiv oder negativ erlebt wird, hängt von einer ganzen Reihe verschiedener Faktoren und nicht zuletzt vom Nutzer selbst ab. Auch Psychopharmaka gelten als psychoaktive bzw. psychotrope Substanzen – der Begriff allein sagt also noch nichts über die Legalität oder Illegalität einer Substanz aus. Die weltweit am häufigsten konsumierte psychoaktive/psychotrope Substanz ist Koffein. Koffein gehört zur Gruppe der Stimulanzien. Kakao enthält mit Theobromin eine dem Coffein strukturverwandte Substanz, ebenfalls ein weltweit häufig konsumiertes Stimulans.
  • Hiermit ist eine Applikations- bzw. Verabreichungsform eines Stoffes gemeint. Der Stoff wird hierbei unter die Zunge gegeben (sub  “unter”, lingua “Zunge”). Die Schleimhaut unter der Zunge ist besonders dünn und gut durchblutet, was die rasche Aufnahme von Stoffen in die Blutbahn ermöglicht.
  • Terpene und Terpenoide sind sehr kleine Moleküle, die zum Teil sehr potent sind und daher schon in äußerst geringen Dosen eine Wirkung entfalten können. Terpene kommen in der Natur in großer Vielfalt vor und sind nicht nur bei Cannabis verantwortlich für Aroma und Geschmack. Die Konzentration verschiedener Terpene, das sog. Terpenprofil, ist ein wesentliches Unterscheidungsmerkmal verschiedener Cannabisblütensorten. Terpene und Cannabinoide können in einer speziellen Form pflanzlicher Synergie zusammenwirken, was dann auch als „Entourage-Effekt“ bezeichnet wird. Zu den häufigsten und bekanntesten Terpenen in Cannabis gehören u.a. Limonen, Myrcen, Linalool, α-Pinene, Caryophyllene und Humulen.
  • Eine Tinktur ist ein alkoholischer Extrakt. Nach Europäischem Arzneibuch darf bei der Extraktion ausschließlich Ethanol in bestimmten Konzentrationen (für gewöhnlich zwischen 20 und 60%) als Lösungsmittel eingesetzt werden.
  • Mit topischer Anwendung ist eine Applikations- bzw. Verabreichungsform gemeint, die örtlich begrenzt erfolgt und mit der dementsprechend ein ebenfalls örtlich begrenzter Effekt beabsichtigt wird. Das klassische Beispiel für eine topische Anwendung ist ein schmerzstillendes Sport-Gel, das auf oder in der Nähe eines schmerzenden Gelenks aufgetragen wird, damit es dort seine (z.B. zusätzlich wärmende) Wirkung entfalten kann.
  • Ein Vaporisator nutzt Wärme, um die Verdampfung (Vapor = Dampf) von Wirkstoffen zu ermöglichen. Damit es nicht zu einer Verbrennung kommt, bei der unerwünschte und oft toxische Nebenprodukte entstehen, wird dabei nur so viel Wärme erzeugt, dass die gewünschten Inhaltsstoffe verdampfen. Vaporisatoren werden u.a. genutzt, um aktive Inhaltsstoffe (Wirkstoffe) aus Arzneipflanzen verfügbar zu machen, so auch von Cannabis. In der Regel werden hierbei Temperaturen zwischen 180°C und 210°C empfohlen. Der Siedepunkt von THC liegt bei 157°C, der von CBD ist etwas höher (160°C - 180°C). Vaporisatoren können die Wirkstoffe der Cannabispflanze sicher und effektiv verfügbar machen. Bei Vaporisatoren muss zwischen Geräten zur Verdampfung von trockenem, meist pflanzlichem, Material und Geräten zur Verdampfung von sog. “Liquids” unterschieden werden. Letztere sind vor allem im Zusammenhang mit Nicotin als Alternative zum Rauchen von Zigaretten bekannt geworden.
  • Wie der Name zumindest bei den Botanikern und Lateinern unter euch vermuten lässt, kommt dieses Terpen in großen Mengen z.B. in Kieferngewächsen (lat. Pinus) vor (u.a. Pinien, Tannen, Fichten und natürlich Kiefern). Aber auch Myrte, Dill und Kümmel enthalten hohe Konzentrationen von Myrcen. α-Pinen wird mit geistiger Frische und Klarheit assoziiert. Diese Eigenschaft macht sich der japanische Brauch des „Waldbadens“ (Shinrin yoku) zunutze – die Praktizierenden „baden“ sozusagen in der Waldluft, die mit α-Pinenen gesättigt ist und machen so bewusst Gebrauch von deren klärenden Wirkung auf den Geist. Darüber hinaus gibt es Hinweise auf antiphlogistische (entzündungshemmende), bronchienerweiternde und gedächtnisunterstützende Effekte von α-Pinen.
#relax

CBD & Kaffee - Zwei Substanzen mit Geschichte

18/05/2020 9 MIN. LESEZEIT Tim Dresemann
18/05/2020 9 MIN. LESEZEIT Tim Dresemann

Wenn du ein Mensch bist, wovon wir einfach mal ausgehen, ist dir sicher auch der Wunsch nicht fremd, dich zu optimieren. Hier und da noch an dem ein oder anderen Schräubchen zu drehen, damit alles etwas leichter von der Hand geht. Der moderne Alltag hat sich von individuellen Befindlichkeiten, Biorhythmen etc. weitgehend entkoppelt – Nachmittagsmeetings werden nicht abgesagt, weil du heute eher lerchenmäßig bist. Aber Hängenlassen ist nicht. Also: Kaffee.

Hast du CBD und Kaffee schon mal in Kombination ausprobiert?
Ja, ist super!
Ja, aber war nicht so toll..
Nein, würde ich aber gern..
Nein, scheint mir dämlich, mach ich auf keine Fall!

Klar, du könntest stattdessen auch Tee trinken, Atemübungen machen, dich ausgiebig stretchen oder frische Luft schnappen – jeder hat da seine ganz eigenen Strategien. Aber der Einfachheit halber, und weil das im Schnitt einfach das ist, was du tun wirst, sagen wir du greifst zum Kaffee.

    CBD & Kaffee - Zwei Substanzen mit Geschichte

    Alles auf einen Blick!

    1. Auftritt Kaffee
    2. Auftritt und Abgang Cannabis
    3. Kaffekultur
    4. Cannabiskultur
    5. Produktiv sollst du sein!
    6. Cannabis bekommt ein Update
    7. Cannabis und Kaffee
    8. Kaffee und CBD

       

      1. Auftritt Kaffee

      Und damit bist du in guter Gesellschaft; sogar der olle Bach (J.S.) hat seiner Vorliebe für den energiespendenden Aufguss in einem Werk von ca. 1732 Ausdruck verliehen – das junge Lieschen sieht sich hierin gar dazu veranlasst, ihrem dunkelsüßen Lieblingsheißgetränk gleich eine ganze Arie zu widmen („Ei! Wie schmeckt der Kaffee süße“). Auch wenn die ersten Kaffeehäuser in Bremen und Hamburg bereits in den 1670er Jahren ihre Türen öffneten – Neues war damals noch auf ziemlich lahmen Füßen unterwegs und die erste Tasse Kaffee Berlins wurde erst 1721 geschlürft. Bach lag also (verhältnismäßig) voll im Trend.

      Aber nicht alle waren so begeistert. So ist das eben mit Trends, vor allem wenn es sich dabei um die Verbreitung psychoaktiver Substanzen dreht. Am weitesten trieb seine Abneigung dabei der schwedische König Gustav III., der sogar versucht haben soll, die vermeintliche Giftigkeit von Kaffee an zwei extra zu diesem Zweck begnadigten Häftlingen zu demonstrieren. Wie du dir leicht denken kannst, schlug dieser Versuch aber fehl und so gilt Kaffee bzw. das darin enthaltene Koffein heute als die am meisten konsumierte psychoaktive Substanz der Welt.

      Und auch wenn sich die erste Erwähnung von Kaffee wirklich, wie einige Quellen behaupten, im 9. Jahrhundert verorten lässt – im Vergleich mit Cannabis ist Kaffee damit fast noch eine Neuheit. Ob dieser Kaffee-Hype wohl bald nachlässt...?

      2. Auftritt und Abgang Cannabis 

      Auftritt Cannabis

      Schon das erste bekannte Arzneibuch, vor schlappen 5000 Jahren in China von einem Typen namens Shennong („Göttlicher Landmann“) verfasst, beschreibt neben anderen Arzneipflanzen auch die wohltuenden Wirkungen von Cannabis. Das vielseitige Pflänzchen hat auch danach über die Jahrhunderte hinweg und in den verschiedensten Kulturen seine Spuren hinterlassen. Von Hieroglyphen des alten Ägyptens über die Tontafeln der Assyrer bis hin zum irischen Arzt William Brooke O’Shaughnessy, der als Armeechirurg in Indien sicher reichlich Gelegenheit hatte, sich persönlich von den Heilkräften der Pflanze überzeugen zu lassen und 1839 eine der ersten „modernen“ Arbeiten über die medizinische Verwendung von Cannabis schrieb, als das alles in Indien selbst natürlich schon längst kalter Kaffee (!) war.

      Das kam schließlich so gut an, dass sogar der Leibarzt von Queen Victoria, J. Russel Reynolds, die Verwendung von Cannabis bei Menstruationsschmerzen empfahl – so jedenfalls die Legende. Bei genauerem Hinsehen gibt es da vom zeitlichen Ablauf her gewissen Ungereimtheiten; als Reynolds nämlich den Dienst als Leibarzt antrat, war Victoria bereits 59 Jahre alt und es ist daher fraglich, ob sie mit derlei Problemen tatsächlich noch viel am Hut bzw. an der Krone hatte.

      Abgang Cannabis… 

      Sei’s drum. Es wird jedenfalls deutlich, dass sowohl Kaffee als auch Cannabis nach ihrer Einführung in westeuropäische Kulturkreise nicht nur irgendwie als Randerscheinung akzeptiert wurden, sondern sich auf geradezu atemberaubende Weise die Gunst des Volkes sichern konnten. Wie das für Cannabis vorläufig geendet ist, ist ja leider hinreichend bekannt – nachdem der Konsum von Cannabis in Deutschland bis 1872 komplett unreguliert war, hat nach stufenweiser Regulierung der deutsche Reichstag am 10. Dezember 1929 den „indischen Hanf“ endgültig für illegal erklärt und damit den Umgang und Konsum mit der Pflanze strafbar gemacht. Bis heute hat sich dann nur noch formal das ein oder andere geändert; aus dem Opiumgesetz wurde 1971 das Betäubungsmittelgesetz, das uns als solches auch heute noch im Wesentlichen erhalten ist.

      Kurz: Anbau Handel, Kauf und Besitz von Cannabis sind in Deutschland strafbar (Konsum wohlgemerkt nicht – wird aber schwierig, ohne sich dabei einer der anderen Tatbestände schuldig zu machen). Mittlerweile gibt es allerdings immer wieder Anzeichen dafür, dass eine strikte Verbotspolitik vielleicht doch nicht das letzte Wort in der Debatte gewesen sein könnte. Insbesondere der Blick in andere Länder, allen voran Kanada, einige Staaten der USA, Uruguay, aber auch die Niederlande, Portugal und Luxemburg, zeigt: Es geht auch anders.

      3. Kaffeekultur

      Auch Kaffee war 1872 noch legal. Und… ist es immer noch. Dass Kaffee und Cannabis sich in vielerlei Hinsicht deutlich voneinander unterscheiden liegt wohl auf der Hand. Trotzdem lassen sich neben ihrer steilen Karriere in westeuropäischen Gefilden auch noch weitere Gemeinsamkeiten feststellen: beides sind pflanzliche „Drogen“ (im ursprünglichen Sinne des Wortes jedenfalls; der Begriff kommt etymologisch vom niederländischen droog für trocken. Im 17. Jhdt., also zur Zeit der niederländischen Kolonialherrschaft, wurde der Begriff vor allem für getrocknete Pflanzenprodukte, wie Gewürze und Tee benutzt; der aktuelle Gebrauch des Wortes, nämlich vor allem im Sinne von Rauschdroge, hat sich erst später etabliert), beide wurden, wie wir gesehen haben, mit Begeisterung in westlichen Kulturkreisen willkommen geheißen und beide erfreuen sich auch heute noch ungebrochener Beliebtheit und geradezu kultischer Verehrung. Man denke nur an die gute alte Kaffeepause, die in Büros und Fabriken gleichermaßen zur Institution geworden ist. Oder die Kaffeehauskultur, die große Teile der Identität einer ganzen Stadt geprägt und sogar einen eigenen Literaturstil hervorgebracht hat.

      4. Cannabiskultur?!

      Und Cannabis muss sich einen Vergleich in dieser Hinsicht keinesfalls scheuen – als moderner, von Prohibitionspolitik geprägter, koffeinabhängiger Durchschnittsmensch mag einem das höchst seltsam scheinen, aber im 19. Jahrhundert gab es in Europa private Haschischkonsum-Clubs, in denen es im Wesentlichen um nicht viel mehr ging, als den Konsum von Cannabis in seiner damals vorherrschenden Form: Haschisch (also das konzentrierte und gepresste Harz der weiblichen Cannabisblüte).

      Das waren aber keine heruntergekommenen Kaschemmen, in denen der Pöbel politische Umstürze plante, ganz im Gegenteil – im Club des Hachichins („Club der Haschischesser“) zum Beispiel versammelten sich regelmäßig Leute wie Honoré de Balzac („Die menschliche Komödie“), Alexandre Dumas („Der Graf von Monte Christo“), Baudelaire („Die Blumen des Bösen“) und Victor Hugo („Les Misérables!“); kulturell gesehen nicht gerade Leichtgewichte. Verführerisch und nicht allzu weit hergeholt scheint die Vorstellung, dass hier angeregte, haschgeschwängerte Diskussionen geführt wurden, von denen, wer weiß, die ein oder andere vielleicht die große Inspiration für ein Meisterwerk gewesen sein könnte.

      5. Produktiv sollst du sein!

      Dennoch gibt es vor allem einen entscheidenden Unterschied, der dazu führte, dass Cannabis verboten wurde während Kaffee ungestört die Geister müder Massen energetisieren konnte. Während Kaffee nämlich munter macht, wenn man nicht aufpasst sogar hibbelig und nervös, wird Cannabis meist mit Effekten in Verbindung gebracht, die so ziemlich am andern Ende des Spektrums liegen – Kaffee hilft bei Wachwerden, Cannabis beim Einschlafen, Kaffee erfrischt den Geist, Cannabis vernebelt ihn. Das hat gesellschaftlich gesehen sehr praktische und greifbare Konsequenzen: Kaffee erhöht die Produktivität, Cannabis… eher nicht. Die industrielle Revolution ist derweil in vollem Gange.

      Es braucht also nicht viel Fantasie, sich auszumalen, welchem der beiden pflanzlichen Erzeugnisse die Gunst der herrschenden Strukturen wohl eher zuteilwird. Der durchschnittliche Fabrikbesitzer wird wohl nicht viel Sympathie für eine Pflanze aufbringen, die ihre Konsumenten über Aufstieg und Niedergang des römischen Reiches philosophierend verträumt an der Maschine stehen lässt, anstatt sie zu bedienen. Auf der anderen Seite: ein Getränk, das einen trotz miesem Schlaf und entsprechender Müdigkeit mit frischer Energie versorgt und pünktlich zur Frühschicht kommen lässt? Her damit!

      6. Cannabis bekommt ein Update

      So viel zu unserem kleinen Schlenker durch die Geschichte. Wie sieht es denn heute aus? Im Grunde hat sich gar nicht allzu viel verändert. Kaffee macht immer noch wach und Cannabis immer noch nicht. Die Beliebtheit beider reißt nicht ab. Abgesehen davon ist Cannabis aber immer noch illegal. Eigentlich wäre an der Stelle nichts wirklich neues mehr hinzuzufügen – wenn da nicht CBD wäre.

      Was CBD ist, soll hier nicht im Detail besprochen werden (das könnt ihr aber z.B. in unserem Artikel zum Thema nachlesen). Auch die Legalität von CBD würde in Sachen Komplexität den Umfang dieses Artikels sprengen (keine Sorge, auch dieses Thema haben wir abgedeckt). An dieser Stelle soll der Hinweis reichen, dass mit dem Begriff Cannabis längst nicht mehr nur eine einzige (Rausch)Droge gemeint ist. 

      Die moderne Wissenschaft hat mittlerweile einiges zum Verständnis der Pflanze und ihrer Wirkmechanismen zu sagen – unter anderem auch, dass der berauschende, leicht euphorisierende Effekt, das „High“, eben nur eine mögliche Ausprägung von vielen darstellt. Konsumiert man Cannabis, egal in welcher Form, ist das, was letztlich die Wirkung erzeugt, nicht eine einzelne Substanz. Die Cannabispflanze, vor allem die weibliche Cannabisblüte, ist ein Vielstoffgemisch. Mehrere hundert Terpene (≈ Duft- & Aromastoffe) treffen hier auf bis zu 100+ Cannabinoide. Nur eines davon, THC, ist nach derzeitiger Kenntnis für den berüchtigten Rauschzustand verantwortlich. Bleiben also reichlich zwar rausch- aber deswegen lange nicht auch effektfreie Substanzen, auf die ein näherer Blick sich lohnt. CBD jedenfalls ist derzeit wohl das bekannteste Geschwistermolekül des berauschenden THC

      Durch die “spezielle” Gesetzeslage zu dem Thema sind, auch wenn CBD hauptsächlich aus der Cannabispflanze gewonnen wird (die ja illegal ist), CBD-haltige Produkte unter gewissen Bedingungen frei im Handel erhältlich. Diese erfreuen sich nun bereits seit einigen Jahre stetig wachsender Beliebtheit und es lässt sich hier ohne Weiteres von einem Hype sprechen. Man könnte fast meinen, dass sich hier die unbewusste kollektive Sehnsucht nach einer treuen, verlorengeglaubten pflanzlichen Begleiterin bahnbricht.

      Das treibt zum Teil recht merkwürdige Blüten: CBD gibt es nicht nur als Öl, Spray, Salbe, Badezusatz oder Tampon – nein, mittlerweile müssen auch unsere vierbeinigen Begleiter nicht mehr ohne CBD auskommen und wer Sport macht, kann mit CBD-haltiger Sportunterwäsche versuchen (!), seine Regenerationszeit zu verkürzen, was natürlich unbedingt durch Verwendung von CBD-haltigen Kopfkissenbezügen unterstützt werden sollte. Von nichts kommt nichts.

      7. Cannabis und Kaffee

      Abgesehen davon gibt es aber auch deutlich nachvollziehbarere und auch auf den zweiten Blick halbwegs sinnvolle „neue“ Einsatzmöglichkeiten für Cannabidiol – und eine davon ist es eben, sich das Cannabinoid in den Kaffee zu mischen. Der Ursprungsgedanke dabei, also Cannabis und Kaffee zu mischen, ist allerdings nicht neu. Dass der haschischessende Dumas auch Kaffee-Fan war, legt ein entsprechender sehr fachkundig geschriebener Artikel in seinem Werk „La Grand Dictionnaire de Cuisine“ von 1873 nahe. Und auch den späten 60ern der neuen Welt war die Kaffee-Cannabinoid-Kombo nicht unbekannt: der sog. „Hippie Speedball“ ist dort quasi die Pommes Mayo unter Kennern; entsprechende Haushaltsgeräte dürfen hier natürlich nicht fehlen.

      8. Kaffee und CBD 

      Während es beim „Hippie Speedball“ aber wohl eher darum geht, die inaktivierende Wirkung des (in diesem Fall i.d.R. THC-haltigem) Cannabis durch einen ordentlichen Schuss Energie in Form von Koffein zu kompensieren und dabei trotzdem entspannt zu bleiben – das beste aus beiden Welten sozusagen – funktioniert CBD-Kaffee in die andere Richtung. Da die Wirkung von CBD eher subtil ist, ist in diesem Fall das Koffein die „richtungsweisende“ Substanz. Dass Koffein durchaus in der Lage ist, effektiv „wach zu machen“, jedenfalls kurzzeitig, ist unbestritten. Genauso unbestritten ist allerdings dass es dabei leicht zu einer meist als unangenehm empfundenen Überdosierung kommen kann. Man wird hibbelig, fühlt sich aufgekratzt, nervös, aufgeregt. 

      Und genau hier kommt CBD ins Spiel! Denn das CBD, so wird jedenfalls behauptet, wirkt auf subtile Weise genau solchen, oft körperlichen, Beschwerden entgegen. Nutzer beschreiben es als leicht beruhigend, aber dabei nicht einschläfernd – genau das, was man sich wünscht, wenn man nach einem anstrengenden Vormittag, kohlehydratreicher Mittagskost und dem als Gegenmittel ins Feld geführten doppelten Espresso den Laptop wieder aufklappt.

      Der Hippie Speedball versucht also in erster Linie die (THC-bedingte) Cannabis(rausch)wirkung durch Kaffee in halbwegs handlungsfähige Bahnen zu lenken, während beim CBD-Kaffee eher der kräftige Energieschub des Kaffees im Vordergrund steht, dem durch das Hinzufügen des rauschfreien CBD etwas von seiner kalten Härte und Nervosität genommen werden soll. 

      Und das funktioniert?

      Keine Ahnung. Die Wissenschaft (s.u.) schweigt sich zu dem Thema noch aus, daher muss man andernorts nach Hinweisen suchen. Glaubt man dem Internet, gibt es eine große Fangemeinschaft. Was sich außerdem sagen lässt, ist, dass du mittlerweile nicht nur in den Staaten deinen CBD-Latte bekommst. Auch in Deutschland gibt es bereits CBD-Cafés. Den Aufschlag machte, begleitet von reichlich Medienrummel, das Cannameleon in Würzburg, aber auch in anderen Städten wirst du mittlerweile fündig (natürlich auch in Berlin). Um für dich selbst rauszufinden, ob das Zeug hält, was es verspricht, kannst du natürlich auch deinem nächsten Kaffee einfach etwas CBD-Öl beimischen.

      Und was sagt die Wissenschaft?

      Aus wissenschaftlicher Sicht gibt es zu diesem Thema tatsächlich noch nicht viel Lohnenswertes zu berichten, daher kann auch noch kein objektives Urteil über die mancherorts geclaimten Wirkungen des CBD-Kaffees ergehen. Fest steht, dass CBD tatsächlich in der ein oder anderen Studie entsprechende Wirkungen gezeigt hat, die eine solche Kombination sinnvoll scheinen ließe, aber: für viele Studien, in denen das so war, gibt es oft andere, in denen kein Effekt gezeigt werden konnte. Außerdem sind die Dosierungen, die in solchen Untersuchungen verwendet werden, um einiges höher – hier werden schließlich in aller Regel Wirkungen auf Krankheitssymptome untersucht und nicht, ob es nicht vielleicht einen Weg gibt, wie ich mir die nächste Koffein-Überdosis erträglicher machen kann.

      VAAY Produkte

      SHARE:
      Verwandte Artikel