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DAS ENDOCANNABINOID-SYSTEM

20/12/2022 6 MIN. LESEZEIT Sophie Klingler
20/12/2022 6 MIN. LESEZEIT Sophie Klingler

ENDOCANNABINOID-SYSTEM EINFACH ERKLÄRT: WIRKUNG & FUNKTIONEN

Das endogene Cannabinoid-System, auch Endocannabinoid-System (ECS) genannt, ist Bestandteil des Nervensystems von vielen Tieren und des Menschen. “Endo” bedeutet, dass es ein körpereigenes System ist. Das ECS verfügt über körpereigene Cannabinoide, also Endocannabinoide, die an verschiedene, über den Körper verteilte Rezeptoren andocken. Die Cannabinoid-Rezeptoren sind in verschiedenen Organen zu finden: vom Nerven-, Atem-, Kreislauf- bis hin zum Verdauungssystem.

Alles auf einen Blick:

  1. Was macht das Endocannabinoid-System und was sind Endocannabinoide?
  2. Die Entdeckung des Endocannabinoid-Systems
  3. Aufbau des Endocannabinoid-Systems
  4. Wie reagieren CBD und THC mit dem Endocannabinoid-System?

1. Was macht das Endocannabinoid-System und was sind Endocannabinoide?

Das Endocannabinoid-System reguliert in unserem Körper eine Vielzahl von Prozessen und beeinflusst so unsere Stimmung, unseren Appetit, das Gedächtnis und entzündliche Prozesse in unserem Körper. Es ist darauf ausgerichtet, unseren Körper in einem gesunden Gleichgewicht zu halten. Dazu binden bestimmte Neurotransmitter, sogenannte Endocannabinoide, an die speziellen Rezeptoren CB1 und CB2. CB1-Rezeptoren helfen uns beispielsweise bei der Gedächtnisverarbeitung und der Schmerzregulation, CB2-Rezeptoren wirken z.B. auf das Immunsystem.

Die Wirkung der Endocannabinoide auf das Endocannabinoid-System kann durch pflanzliche Cannabinoide, wie sie in der Hanfpflanze vorkommen, nachgeahmt bzw. verstärkt werden. Erfahre mehr zu der Wirkung des Hanfs in unserem Hanf-Wiki Beitrag Cannabis vs. Hanf.

2. Die Entdeckung des Endocannabinoid-Systems

Die Entdeckung des Endocannabinoid-Systems erfolgte 1992 im National Institute of Mental Health in den USA. Interessanterweise wurde das Endocannabinoid-System erst durch die Entdeckung der Wirkung exogener Cannabinoide, also den Wirkstoffen der Hanfpflanze, entdeckt. Eine internationale Gruppe aus Wissenschaftlern gelang der Nachweis, dass es neben den exogenen Cannabinoiden auch körpereigene Liganden, die Endocannabinoide, gibt. Seitdem hat die Forschung zwar Fortschritte erzielen können, aber von einer lückenlosen Aufklärung der Funktionsweise dieses komplexen Systems sind die Forscher noch weit entfernt. Forschungsergebnisse deuten darauf hin, dass das Endocannabinoid-System für die Balance in unserem Körper verantwortlich ist, denn es mehren sich die Anzeichen, dass eine Störung des Endocannabinoid-System bei chronischen Erkrankungenwie Migräne oder Fibromyalgie sowie bei psychischen Krankheiten und emotionalen Störungen wie einer Depression oder bei ADHS eine Rolle spielt, und dass die Ausschüttung von Endocannabinoiden beeinflussbar ist, beispielsweise durch Sport.

2. Aufbau des Endocannabinoid-System

Das Endocannabinoid-System ist ein ausgeklügeltes System aus Rezeptoren, endogenen und exogenen Cannabinoiden und Enzymen, die die Cannabinoide auf- bzw abbauen.

Endocannabinoide werden von unseren Körperzellen als Antwort auf verschiedene Reize produziert. Sie erfüllen ihre Wirkung, indem sie sich an die Endocannabinoid-Rezeptoren binden und diese aktivieren. Sobald sie ihren Zweck erfüllt haben, werden die Endocannabinoide vom Körper wieder abgebaut. So kann der Körper schnell auf Reize reagieren und die Wirkung des ECS an die Bedürfnisse des Körpers anpassen.



Rezeptoren im Endocannabinoid-System Funktionen der Rezeptoren
CB1 Rezeptor

CB1-Rezeptoren wurden 1990 entdeckt und befinden sich hauptsächlich im Gehirn, genauer gesagt in Bereichen wie dem Hippocampus und dem Kleinhirn. Weitere CB1-Rezeptoren finden sich im Fettgewebe, im Magen-Darm-Trakt und auch in der Muskulatur. Das Endocannabinoid Anandamid bindet normalerweise an den CB1- Rezeptor.

Die CB1 Rezeptoren haben Einfluss auf die Verarbeitung unseres Gedächtnisses, die Regulierung von Schmerzempfinden, die motorische Kontrolle, die Empfindung von Freude und Euphorie, die Durchblutung und die Psyche.

CB2 Rezeptor

1993 folgte die Entdeckung der CB2-Rezeptoren. Während sich CB1-Rezeptoren hauptsächlich im Gehirn befinden, sind CB2-Rezeptoren über den gesamten Körper verteilt: Sie finden sich im Immunsystem, also in den Mandeln, der Milz und den weißen Blutkörperchen und im Magen-Darm-Trakt. Im Gehirn lassen sich ebenso CB2-Rezeptoren nachweisen, doch ist ihre Anzahl dort deutlich geringer als die der CB1-Rezeptoren.

CB2-Rezeptoren werden im Körper von dem zweiten Endocannabinoid 2-Arachidonoylglycerol (2-AG) aktiviert. Von den CB2-Rezeptoren nimmt man an, dass sie Entzündungsprozesse und Schmerzempfinden reduzieren können. Außerdem soll die Aktivierung des CB2-Rezeptors eine beruhigende Wirkung auf uns haben.

Die wichtigsten Endocannabinoide sind das Anandamid und das 2-Arachidonoglycerol (kurz: 2-AG). Binden diese Stoffe an die entsprechenden Rezeptoren CB1 und CB2, die in den verschiedenen Organen unseres Körpers vorhanden sind, lösen sie in den entsprechenden Zellen eine Reaktion aus. Das beeinflusst unsere Stimmung, unser Gedächtnis, unsere Konzentration sowie Appetit und unser Schmerzempfinden. Bestimmte Aktivitäten erhöhen unseren Endocannabinoid-Spiegel: Zum Beispiel produziert unser Körper mehr Endocannabinoide, wenn wir singen, Bücher lesen oder joggen. Darum fühlen wir uns bei diesen Aktivitäten wohl, denn unsere Stimmung steigt und der Stresslevel sinkt. 
Normalerweise funktioniert die Regulation des Endocannabinoid-Systems durch unsere endogenen Cannabinoide, also ganz ohne äußere Einflüsse. Manchmal braucht unser Körper aber auch einen kleinen Schubs von außen: Dann kommen die pflanzlichen Cannabinoide ins Spiel, die das Endocannabinoid-System unterstützen: Derzeit sind der Wissenschaft über 100 Cannabinoide in der Cannabispflanze bekannt. Eins der am besten untersuchten Cannabinoide ist das CBD, das es häufig als kosmetisches CBD Öl mit unterschiedlichem Gehalt, wie CBD Öl 10% und CBD Öl 5% gibt. Es soll auf natürliche Weise helfen, Stress abzubauen und sich zu entspannen.

3. Wie reagieren CBD und THC mit dem Endocannabinoid-System

Nach dem jetzigen Stand der Forschung reagieren die Cannabinoide der Hanfpflanze mit unserem Endocannabinoid-System auf unterschiedliche Weise.

Pflanzliche Cannabinoide binden an die Rezeptoren CB1 und CB2, beeinflussen den Auf- und Abbau der endogenen Cannabinoide und darüber hinaus verstärken oder schwächen zum Teil gegenseitig ihre Wirkung. Ein ziemlich komplexes Wechselspiel also!

Die beiden häufigsten pflanzlichen Cannabinoide, THC und CBD, interagieren völlig unterschiedlich mit den Komponenten des ECS. Das erklärt, warum THC psychoaktive Effekte auf den Körper hat und warum CBD eben diesen Effekt nicht hat. Im Gegensatz zu medizinischem Cannabis enthält Nutzhanfso gut wie kein THC (Tetrahydrocannabinol). Du möchtest mehr über die Rechtslage erfahren? Dann hier entlang: CBD Rechtslage

3.1. CBD und das Endocannabinoid-System

Im Gegensatz zu den meisten Cannabinoiden hat CBD nur eine geringe Bindungskraft zu den ECS-Rezeptoren CB1 und CB2 und schwächt die Wirkungen von anderen Cannabinoiden an diesen Rezeptoren eher ab. Allerdings wirkt es über verschiedene andere Mechanismen: CBD bindet z. B. an den Serotonin-Rezeptor und hat so einen stimmungs-aufhellenden Effekt.


Außerdem hemmt CBD die Enzyme, die für den Abbau unserer körpereigenen Endocannabinoide zuständig sind. Dadurch erhöht CBD z.B. den Spiegel von Anandamid im Körper für eine längere Zeit. Das Besondere: Anandamid ist eines der wichtigsten Endocannabinoide im menschlichen Organismus. CBD unterstützt also die natürliche Funktion unseres Endocannabinoid-Systems. 

Bisher ist die vielfältige Wirkung von CBD auf unseren Körper aber noch nicht vollständig aufgeklärt. In unserem Blog halten wir euch aber über die neuesten Forschungsergebnisse auf dem Laufenden.

 

3.2. THC und das ECS

Wie gesagt, die Hanfpflanze enthält nur Spuren an THC, daher erklären wir die Wirkung von Tetrahydrocannabinol (THC) hier nur am Rande. 

THC bindet anders als CBD an den CB1 Rezeptor, der hauptsächlich im Gehirn vorkommt. Dadurch erklärt sich seine psychotrope Wirkung. Psychotrop - das heißt, THC wirkt auf die Psyche und macht uns “high”. Da Tetrahydrocannabinol aber darüber hinaus noch andere positive Wirkungen hat, wird es auch in der Medizin eingesetzt, zum Beispiel zur Behandlung starker Schmerzen.

Bei frei-verkäuflichen CBD Produkten ist eine psychotrope Wirkung natürlich unerwünscht. Daher dürfen für diese Produkte nur Hanfextrakte eingesetzt werden, die kaum THC enthalten, wie unsere CBD Badebomben, Hanfkapseln und unser CBD Gel aus unserem CBD Shop. Unsere Produkte haben laut regelmäßigen Laboranalysen einen THC-Wert von unter 0,01 %, liegen also weit unter den gesetzlich vorgeschriebenen 0,2 %.


FAQ

Endocannabinoide - was ist das?

Endocannabinoide sind körpereigene chemische Wirkstoffe, die an bestimmte Rezeptoren unseres Endocannabinoid-Systems (ECS), einem Teil unseres Nervensystems, binden können. So beeinflussen sie das ECS, das wiederum für unser Immunsystem, unser Schmerzempfinden, unser Gedächtnis, unseren Appetit, entzündliche Prozesse, unser Wohlbefinden und noch für viele andere körperliche Vorgänge zuständig ist.

Was ist die Wirkung von Endocannabinoiden?

Endocannabinoide binden an bestimmte Rezeptoren in unserem ECS. Diese werden dadurch aktiviert und lösen eine Reaktion in unserem Körper aus, die unser Nervensystem beeinflusst. So reagiert der Körper schnell auf Reize. 

Was machen THC und CBD im Endocannabinoidsystem?

THC und CBD sind sogenannte exogene Cannabinoide, also Cannabinoide, die nicht im Körper vorkommen, sondern, in diesem Fall, in der Hanfpflanze. Doch sie sind unseren endogenen Cannabinoiden so ähnlich, dass sie an die gleichen Rezeptoren in unserem körpereigenen ECS binden können, und so auf ähnliche Art und Weise diese aktivieren und unser Nervensystem beeinflussen können. THC hat dabei einen Einfluss auf unsere Psyche, CBD wiederum soll besonders auf entzündliche Prozesse und unser Schmerzempfinden einwirken können.

 Beitragsbild: Unsplash.com

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