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Krasser Fund: Landwirt entdeckt bei Maisernte riesige Cannabisplantage

06/10/2022 11 MIN. READ Sophie Klingler
06/10/2022 11 MIN. READ Sophie Klingler

Damit hatte der Mann wohl nicht gerechnet: Als sich ein Landwirt aus Hollnseth im Landkreis Cuxhaven (Niedersachsen) um die Maisernte auf seinen Feldern kümmern möchte, macht er einen überraschenden Fund: Inmitten der Maispflanzen befindet sich eine Cannabisplantage von beachtlicher Größe und mit Pflanzen von nicht geringem Wert. Auf einer Fläche von 65 Quadratmetern stehen 400 Cannabispflanzen, zu großen Teilen erntereif. Nach erfolgter Ernte und getrocknet hätten sich die heimlichen Züchter vermutlich über mehrere Kilogramm Ware freuen können – die Polizei schätzt, dass mit den Pflanzen auf dem illegalen Schwarzmarkt ein Wert im hohen fünfstelligen Bereich erreichbar gewesen wäre. Besonders bemerkenswert: Die unbekannten Züchter müssen die Pflanzen regelmäßig bewässert haben und zu diesem Zweck immer wieder vor Ort gewesen sein. Was ihnen vermutlich letztlich zum Verhängnis wurde und zur Entdeckung der im Maisfeld eigentlich gut verborgenen Cannabisplantage führte? Aufgrund der starken Trockenheit im vergangenen Sommer zog der Landwirt aus Hollnseth die Maisernte vor – und kam zugleich auch den bisher unentdeckten Cannabiszüchtern zuvor.
Der beschriebene Fall aus Niedersachsen ist dabei kein Einzelfall, die Nachrichten sind voll von Berichten über einzelne Pflanzen oder auch ganze Plantagen, die von überraschten Passanten oder durch die Sicherheitsbehörden entdeckt worden sind. Einige Beispiele sowie mögliche Hintergründe stellen wir nachfolgend vor. Dabei erfährst du auch, was das berüchtigte “Horrorhaus von Höxter” mit dem Thema zu tun hat. Außerdem gehen wir dabei auf verschiedene Vorgehensweisen wie Indoor Grow und Guerilla Grow ein. Zunächst widmen wir uns jedoch der Frage der Legalität des Eigenanbaus sowie der möglichen Motivation der heimlichen Züchter.

Führt schleppende Cannabis-Legalisierung zu heimlichem Eigenanbau?

Der Handel mit sowie der Besitz von Cannabis sind in Deutschland grundsätzlich illegal. Eine Ausnahme bildet der Bereich von medizinischem Cannabis, das seit dem Jahr 2017 in Ausnahmefällen von Ärzten verschrieben werden darf. Allerdings hat sich die aktuell im Bund regierende Ampelkoalition aus SPD, Grünen und FDP in ihrem Koalitionsvertrag auf eine Legalisierung von Cannabis in Deutschland zu Genusszwecken verständigt. Ob und wann es dazu kommt, ist jedoch fraglich. Hier sind noch mehrere Fragen zu klären und Hürden zu nehmen. Beispielsweise bräuchte ein Gesetz zur Cannabis-Legalisierung nicht nur die Zustimmung des Bundestags, sondern gleichermaßen auch die des Bundesrates. Besonders die CSU- bzw. CDU-geführten Landesregierungen stehen einer Legalisierung jedoch skeptisch gegenüber. Auch besteht noch keine Einigkeit darüber, wie die interessierten Konsumenten das Cannabis beziehen könnten, ob über Apotheken, spezielle Shops oder auf anderen Wegen. Hier stehen mehrere Modelle zur Diskussion, die unterschiedliche Vor- und Nachteile mit sich bringen. In der jüngeren Vergangenheit rückte zudem eine weitere Herausforderung bezüglich einer möglichen Legalisierung von Cannabis zu Genusszwecken in den Fokus der öffentlichen Aufmerksamkeit, nämlich die Frage, ob ein solches Gesetz in Deutschland nicht gegen EU-Recht und internationale Abkommen verstoßen würde. Bis hier alle Fragen geklärt sind und eine Lösung gefunden wird, dürfte also noch etwas Zeit vergehen.

Natürlich sind nicht nur der Besitz und Handel von Cannabis in Deutschland illegal, sondern auch der Eigenanbau ist grundsätzlich nicht legal, es sei denn, die Züchter können hierfür eine spezielle Erlaubnis bzw. Lizenz vorweisen. Eventuell weichen jedoch viele Cannabis-Konsumenten gerade wegen der Illegalität auf den heimlichen Eigenanbau aus, um sich so mit Cannabis selbst versorgen zu können und nicht auf den Schwarzmarkt angewiesen zu sein.

Trotz Illegalität: Immer wieder Funde von Cannabis in Deutschland

Wenngleich der Besitz und der Handel von Cannabis also hierzulande grundsätzlich illegal sind, wird die vermeintlich sanfte Droge doch immer wieder von den Ermittlungsbehörden in Deutschland sichergestellt. Doch dabei stoßen die Ermittler nicht ausschließlich auf fertig verarbeitetes Cannabis, das zum Beispiel Dealer lagern oder bei sich führen, um es bei Gelegenheit auf dem Schwarzmarkt an die Konsumenten zu verkaufen. Stattdessen werden gelegentlich auch Cannabispflanzen entdeckt – mitunter können sogar regelrechte Cannabisplantagen gefunden werden, wie im oben genannten Beispiel aus Hollnseth. Wird eine solche Plantage ausgehoben, scheint der Fall natürlich klar, hier ist davon auszugehen, dass sie bewusst von Menschen angelegt worden ist. Im oben beschriebenen Fall aus Hollnseth wird dies besonders offensichtlich: Die Pflanzen müssen schließlich regelmäßig gewässert und gepflegt worden sein. Ein weiteres Indiz: Die Bilder der Polizei vom “Tatort” zeigen ordentlich angelegte Beete, in denen die Pflanzen fein säuberlich nebeneinander aufgereiht gewachsen sind. Da ist es doch nahezu ausgeschlossen, dass die Pflanzen zufällig in dieser Form herangewachsen sind und es sich hierbei nicht um eine bewusst von Menschenhand angelegte Plantage handeln könnte. Etwas anders verhält es sich hingegen bei unverhofft entdeckten Einzelpflanzen. Wo kommen sie her? Wurde hier von Menschen Cannabissamen platziert und die Pflanze bewusst herangezüchtet? Oder ist die Natur vielleicht sogar selbst der Verursacher, sodass eine strafrechtliche Verfolgung durch die Behörden eher ausgeschlossen erscheint?

Spektakuläre Funde von Cannabisplantagen & -pflanzen in Deutschland

Die Liste der Funde von Cannabispflanzen und -plantagen in Deutschland ist lang. Nachfolgend haben wir für dich eine kleine Auswahl an spannenden Fällen zusammengestellt, die in der jüngeren Vergangenheit für Aufsehen gesorgt haben. Manchmal erscheinen die Fundorte der Plantagen oder Einzelpflanzen dabei besonders heikel und kurios, in anderen Fällen erinnern sie an tragische Geschichten und schockierende Kriminalfälle der deutschen Geschichte.

Massiver Cannabis-Fund im schauerlichen “Horrorhaus von Höxter”

So verhält es sich zum Beispiel bei einem Fund aus dem Herbst des Jahres 2017. Bei einer Razzia im September 2017 entdeckt die Polizei in einem Haus in Höxter-Bosseborn eine riesige Cannabisplantage. So manch ein Leser wird bei dem Städtenamen Höxter vielleicht zusammengezuckt sein – und das völlig zu Recht. Der Name Höxter ist untrennbar mit einem schockierenden und aufsehenerregenden Fall der deutschen Kriminalgeschichte verbunden. Ein Paar aus der nordrhein-westfälischen Mittelstadt hatte über einen Zeitraum von mehreren Jahren Frauen in sein Haus gelockt und dort psychisch und physisch gequält – zwei der betroffenen Frauen überlebten die Qualen nicht. Das Haus erlangte im Rahmen der Ermittlungen sowie der medialen Berichterstattung als “Horrorhaus von Höxter” traurige Berühmtheit. Im Nachgang hatte das Haus die Besitzer gewechselt – und war zwischenzeitlich als Cannabisplantage genutzt worden. So geriet das Haus abermals in den Fokus der öffentlichen Berichterstattung. Die im Rahmen einer Polizeirazzia sichergestellten Cannabispflanzen hätten laut Staatsanwaltschaft für die Gewinnung von 38 Kilogramm Marihuana Verwendung finden können. Eine stattliche Menge, die im Verkauf ca. 200.000 Euro hätte einbringen können. Übrigens: Im Frühjahr 2022 wurde das berüchtigte “Horrorhaus von Höxter” schließlich abgerissen.

Die Cannabispflanze im Blick des Gesetzes

Doch es gibt natürlich nicht nur die Fälle, in denen die Cannabispflanzen an Orten mit einer traurigen und schockierenden Geschichte gefunden werden, manchmal sind es eher kuriose Stellen, an denen eine Pflanze entdeckt wird. Der unbeteiligte Beobachter staunt hier eher und kann sich vielleicht auch ein kleines Schmunzeln nicht verkneifen. So zum Beispiel auch bei einem Fall, der im Sommer dieses Jahres durch die Medien ging. Denn da wurde eine Cannabispflanze im Mönchengladbacher Stadtteil Rheydt entdeckt, die es sich ausgerechnet vor dem dortigen Amtsgericht gemütlich gemacht hatte. Nur Zufall? Auffällig ist zumindest, dass gerade in Mönchengladbach in der jüngeren Vergangenheit mehrere aufsehenerregende Funde erfolgt sind.

Mehr aus Mönchengladbach: Ein Wasserschaden als Kommissar Zufall und ein wirklich dicker Fisch

Im Januar entdeckte die Polizei in einer Wohnung in Mönchengladbach eine größere Cannabisplantage, nachdem die Beamten von einem der Nachbarn wegen eines starken Wasserschadens gerufen worden waren. Vor Ort eingetroffen, stellten sie fest, dass tatsächlich aus einer der Wohnungen Wasser austrat. Zusammen mit der alarmierten Feuerwehr verschafften sich die Polizisten Zugang zur Wohnung und entdeckten hier eine Cannabisplantage mit über 100 Pflanzen. Wer nun denkt, 100 Pflanzen seien bereits eine stolze Zahl, der sollte bei dem nächsten Beispiel genau lesen. Denn Anfang des Jahres 2021 konnte die Polizei im Rahmen eines Großeinsatzes gleich mehrere Plantagen aufspüren. Ein besonders dicker Fisch ging den Ermittlern dabei abermals in Mönchengladbach ins Netz. Hier entdeckten sie eine Plantage mit mehr als 2.000 Pflanzen.

Die “herausragende” Pflanze in der Tübinger Altstadt

Im Verhältnis zu der großen Plantage aus Mönchengladbach nimmt sich eine Entdeckung in Tübingen deutlich bescheidener aus – dennoch ist sie gleichzeitig aus einem anderen Grund ein echter Blickfang. In einem in der Altstadt gelegenen städtischen Beet fiel im August 2022 einem Passanten eine Cannabispflanze auf. Sie wuchs zwischen einem Verkehrsschild und einer Bank – und hatte dabei eine stattliche Größe von etwa zwei Metern erreicht, ragte also im wahrsten Sinne des Wortes aus ihrem Umfeld heraus. Dennoch ließ sie die Stadtverwaltung zeitnah entfernen.

Der Blick über den Tellerrand: Die größte entdeckte Cannabisplantage

Natürlich werden nicht ausschließlich in Deutschland geheime Cannabisplantagen entdeckt, zum Abschluss unserer kleinen Zusammenstellung wollen wir daher noch einen kurzen Blick über die Grenzen der Bundesrepublik werfen und dich dabei über einen wirklich spektakulären Fall informieren. Als größter Fund in Europa gilt nämlich eine Entdeckung der spanischen Polizei aus diesem Jahr. Auf einer Fläche von 67 Hektar wuchsen 415.000 Pflanzen – mit einem Marktwert von ca. 30 Millionen Euro.



Cannabis-Funde in Deutschland: Laune der Natur, Bandenkriminalität oder privater Anbau?

Bei der Vielzahl an Entdeckungen von Cannabispflanzen drängen sich verschiedene Fragen auf: Wo kommen die Pflanzen her, was für ein Phänomen steckt dahinter? Oder muss die Frage vielleicht eher lauten: Wer steckt dahinter? Nachfolgend werden wir uns einen Pfad durch das Pflanzen-Dickicht schlagen und etwas Licht ins Dunkel bringen.

Die Natur als geheimnisvoller und unentdeckter Gärtner

Bei plötzlich und unerwartet im öffentlichen Raum auftretenden Einzelpflanzen lässt sich natürlich eine mögliche Ursache nicht ausschließen: Vielleicht war es die Natur selbst, durch welche der Samen der Pflanze gesät und diese dann herangezogen wurde. Im oben genannten Beispiel aus Tübingen machte hierauf auch eine Sprecherin der Stadt aufmerksam, als sie bezüglich der Möglichkeit einer Anzeigeerstattung gegenüber dem Schwäbischen Tagblatt erklärte: “Es ist ja völlig aussichtslos, denjenigen zu finden, der da einen Samen hineingesteckt hat. Und vielleicht war es ja auch ein Flugsamen.”

Drogenhändler und kriminelle Banden mit grünem Daumen

Handelt es sich stattdessen um eine professionell anmutende Plantage von gesteigerter Größe, die sich vielleicht sogar noch gut getarnt in einem Gebäude befindet, scheidet der obige Erklärungsansatz natürlich aus. Hier ist hingegen vielmehr davon auszugehen, dass dies planvoll und bewusst so von Menschenhand angelegt worden ist. Die oben erwähnte Plantage in Mönchengladbach mit über 2.000 Pflanzen konnten die Ermittler beispielsweise im Rahmen einer Razzia gegen mutmaßliche Drogenhändler aufspüren und auch im Falle der Plantage im “Horrorhaus von Höxter” soll es sich um das Werk einer mutmaßlichen Drogenbande gehandelt haben.

Privater Anbau für den Eigenbedarf an Cannabis

Zwischen dem möglichen Erklärungsansatz, dass die Natur der heimliche Urheber einer im öffentlichen Raum entdeckten Cannabisplantage sein könnte und dem Verdacht, dass eine kriminelle Bande hinter einer im Verborgenen angelegten Plantage stecken könnte, gibt es eine dritte Möglichkeit: Nämlich die Überlegung, ob es sich vielleicht um das Werk einzelner Züchter handeln könnte, welche die Pflanzen eventuell für den Eigenbedarf angebaut haben. Dies ist natürlich gleichermaßen illegal wie der Anbau durch eine kriminelle Vereinigung, stellt aber dennoch eine andere Dimension dar.



Möglichkeiten des Anbaus von Cannabis: Indoor, Outdoor oder Guerilla Grow

Nun haben wir verschiedene Erklärungsmöglichkeiten für entdeckte Cannabispflanzen kennengelernt. Bei den von Menschen bewusst vorgenommenen Züchtungen lassen sich dabei verschiedene Verfahren und Strategien unterscheiden.

Der Cannabisanbau in geschlossenen Räumen: Indoor Grow

Teilweise werden die Cannabisplantagen in Lagerhallen, Wohnungen oder Häusern angelegt, wie dies beispielsweise auch beim “Horrorhaus von Höxter” der Fall war. In den Räumlichkeiten sind sie grundsätzlich vor neugierigen Blicken geschützt, wodurch eine Entdeckung naturgemäß erschwert wird. In einem solchen Fall spricht man gemeinhin vom “Indoor Grow”.

Der eigene Garten als Anbaufläche für Cannabispflanzen

Eine Alternative zum Anbau in den eigenen vier Wänden stellt die Aufzucht in einem Gewächshaus auf dem Privatgrundstück oder einfach an der frischen Luft im heimischen Garten dar. Dabei können die Pflanzen zwar an der frischen Luft wachsen, gleichzeitig nimmt natürlich auch das Entdeckungsrisiko zu. Diese Erfahrung musste im Jahr 2021 auch ein damals 66-jähriger Mann aus Amberg (Landkreis Schwandorf) machen, als die Polizei auf seinem Grundstück mehrere mitunter 2,5 Meter hohe Cannabispflanzen sicherstellte. Etwas anders stellte sich die Situation bei einem Fall in Porta Westfalica dar. Hier hatte ein aufmerksamer Passant verdächtige Pflanzen auf einem Grundstück entdeckt und daraufhin die Polizei alarmiert. Die herbeigerufenen Beamten konnten tatsächlich Pflanzen sicherstellen – der Grundstücksbesitzer gab jedoch an, diese gehörten nicht ihm, sondern einem Bekannten.

Guerilla Grow als vermeintlich sichere Anbauform und die Suche nach geeigneten Spots

Eine andere Möglichkeit stellt die verborgene Anzucht innerhalb des öffentlichen Raums dar, die nicht nur innerhalb der Szene als Guerilla Grow bezeichnet wird. Selbstverständlich ist hierbei die Wahrscheinlichkeit, dass eine solche Plantage durch aufmerksame Passanten oder Kommissar Zufall aufgedeckt wird, ungleich höher, für die Züchter bieten sich dabei aber zugleich auch andere Vorteile. Zum einen können die Pflanzen so in der Natur wachsen und gedeihen, zum anderen nimmt die Gefahr ihrer eigenen Entdeckung ab. Denn auch wenn Plantagen innerhalb des öffentlichen Raums leichter zu finden sind, ist zugleich nicht unbedingt zweifelsfrei festzustellen, wer der Urheber dieser Felder ist – wenngleich sich die Züchter diesbezüglich nicht zu sicher fühlen sollten, wie wir im weiteren Verlauf noch an einem Beispiel verdeutlichen werden.
Wichtig ist es daher, einen geeigneten Spot zu finden, also einen Ort, an dem die Pflanzen unentdeckt und gut wachsen können, damit sie den Züchtern reiche Erträge liefern. Doch leichter gesagt als getan, wie das oben beschriebene Beispiel aus Hollnseth zeigt: Der geheime Züchter dachte vermutlich, innerhalb des Maisfelds seien seine Pflanzen vor neugierigen Blicken gut geschützt und er habe damit einen tollen Spot in der freien Natur gefunden. Doch dann zog der Landwirt die Maisernte vor und der vermeintlich gut durchdachte Plan des Cannabisbauern war dahin…



Viel zu beachten beim heimlichen Cannabisanbau: Samen, Dünger & Co.

Die beschriebenen Verfahren und Vorgehensweisen bieten für die heimlichen Züchter unterschiedliche Vor- und Nachteile. Doch nicht nur die Auswahl eines geeigneten Ortes für die Anzucht oder das Finden eines passenden Guerilla-Grow-Spots stellt eine Herausforderung dar, der so manch ein Anfänger ohne besondere Erfahrung vermutlich nicht gewachsen ist. Das beginnt schon bei der Auswahl des Samens, soll eine männliche oder weibliche Pflanze herangezogen werden? Außerdem müssen die Pflanzen gehegt und gepflegt werden, damit es zu großem Wachstum kommen kann und die heimlichen Züchter sich über einen reichen Ertrag an Cannabis freuen können. Sie müssen sich also mithilfe von Ratgebern und Guides über den Anbau informieren, den geeigneten Samen besorgen, einen passenden Spot ausfindig machen, sich um die Bewässerung der Pflanzen kümmern, die Pflanzen gegebenenfalls beschneiden und düngen und und und – und das alles, ohne größere Spuren zu hinterlassen. Denn nicht vergessen: Der Anbau von Cannabis ist illegal – und bei einer Entdeckung drohen empfindliche Strafen.

Illegaler Anbau von Cannabis: Welche Strafen drohen bei Indoor Grow und Guerilla Grow?


Wird eine Cannabisplantage in einer Wohnung entdeckt, kann natürlich leicht der Mieter oder Besitzer in den Fokus der Ermittler geraten. So ist es zum Beispiel auch im Fall aus Höxter gewesen, neben weiteren Komplizen wurde hier auch der Eigentümer des Hauses zu einer langjährigen Haftstrafe verurteilt. Etwas anders verhält es sich bei den Guerilla-Grow-Fällen, denn wie bereits oben beschrieben worden ist, lässt sich hier mitunter gar nicht klar feststellen, ob tatsächlich Menschen für die bewusste Aussaat und Anzucht einer Cannabispflanze verantwortlich sind oder ob vielleicht einfach die Natur, beispielsweise in Form des Windes, hinter der Platzierung des Samens steckt – man denke beispielsweise an den Fall aus Tübingen. Und auch wenn offensichtlich ist, dass eine Cannabisplantage von Menschenhand angelegt worden sein muss, gibt dies bei einer Plantage im öffentlichen Raum noch nicht unbedingt Aufschluss über die Identität des Züchters. Dennoch sollten sich die heimlichen Cannabis-Züchter hier nicht zu sicher fühlen, denn es kommt immer wieder zu Verurteilungen. 2017 wurde beispielsweise ein damals 39-Jähriger aus Bad Tölz zu einer zehnmonatigen Bewährungsstrafe verurteilt. Dieser hatte zwar abgestritten, hinter den entdeckten Pflanzen zu stecken, allerdings hatte man bei ihm zudem auch noch Samen und Haschisch gefunden. Nach Ansicht des zuständigen Richters war der Fall letztlich klar.

Beitragsbild: Shutterstock.com / Artist: nevodka

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