Warenkorb
${ cartError }

Dein Warenkorb ist leer

Schau dir auch unsere anderen Produkte an

Alle Produkte ansehen Alle Produkte ansehen Alle Produkte ansehen
Hello!

Wir haben festgestellt, dass du nicht aus Großbritannien kommst. Möchtest du die Region wechseln?

Einkaufen UK.VAAY.COM

Kann Medizinalcannabis gegen Schmerzen bei Krebs helfen?

19/09/2022 3 MIN. LESEZEIT Sophie Klingler
19/09/2022 3 MIN. LESEZEIT Sophie Klingler

Mindestens seit 12.000 Jahren wird die Cannabispflanze von Menschen genutzt. Belege hierfür wurden in archäologischen Überresten durch den Biogeographen John M. McPartland gefunden, welche mit deutlicher Evidenz auf den historischen Gebrauch der Cannabispflanze durch den Menschen hinweisen. Unsere Vorfahren nutzten die Cannabispflanze für verschiedene Zwecke. Die Pflanze diente als Nahrungsquelle, wurde für Textilien aller Art eingesetzt und war oftmals Bestandteil ritueller Zeremonien. Zudem ist nicht auszuschließen, dass Cannabis in der Vergangenheit gegen Schmerzen und Krankheiten aller Art eingesetzt wurde. 

Die Cannabispflanze scheint tief in der menschlichen Geschichte und der Behandlung von Krankheiten verwurzelt zu sein, weshalb die aktuell aufgeworfene Frage, ob Cannabis gegen Schmerzen bei Krebs helfen kann, nicht abwegig erscheint. 

Jährlich erkranken alleine in Deutschland mehr als eine halbe Millionen Menschen an Krebs. Die Therapiemöglichkeiten sind hierbei genauso vielfältig wie das Krankheitsbild selbst. Seit 2017 darf Cannabis als sog. Cannabisarzneimittel (CAM) in der Schmerztherapie oder als unterstützende Maßnahme bei z.B. einer Chemotherapie eingesetzt werden, um die Symptomatik der Erkrankung und das Leid der Patienten zu lindern. Ob Cannabis krebsvorbeugend oder krebshemmend wirkt, ist nach wie vor umstritten. Studien hierzu existieren in beiden Meinungslagern. Fakt ist jedoch, dass sich Medizinalcannabis in vielen Fällen positiv auf die Symptomatik der jeweiligen Krankheit ausgewirkt hat bzw. die Lebensqualität verbessert wurde. 

Medizinalcannabis in der Krebstherapie

Was vor 10 Jahren große Kontroversen in der Gesellschaft ausgelöst hatte, ist mittlerweile Usus: Der Einsatz von cannabisbasierten Medikationen hilft nachweislich bei der Appetitförderung von Krebspatienten, die durch typische Begleiterscheinungen ihrer Krebstherapie an Gewichtsverlust leiden. Außerdem gilt der Einsatz von Medizinalcannabis bei einer Chemotherapie als Übelkeit und Erbrechen reduzierend und soll auch bei krankheitsbedingten Schmerzen, Schlaflosigkeit und Schwindel lindernd wirken. 

Einer Studie des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) aus dem Jahr 2021 zur Folge erhielten 1473 Krebspatienten aus ganz Deutschland ein Dronabinol-Rezept. Dronabinol ist auch als Tetrahydrocannabinol (THC) bekannt und wird in Form einer Lösung verabreicht. Dronabinol besitzt schmerzlindernde, entzündungshemmende, appetitfördernde und muskelentspannende Eigenschaften, welche Krebspatienten bei ihrer Therapie unterstützen können. Dronabinol ist ein schweres Medikament, welches unerwünschte Nebenwirkungen mit sich ziehen kann. Menschen, die eine psychiatrische Erkrankung oder Herz-Kreislauf-Probleme haben, sollten dieses Medikament meiden. Zudem können Störungen des zentralen Nervensystems, Herzrasen und Übelkeit auftreten. Bevor Medizinalcannabis als unterstützende Medikation bei einer Krebstherapie eingesetzt wird, wägt der zuständige Arzt die Risiken ab und trifft letztendlich die Entscheidung, ob eine Therapie mit anderen Medikamenten sinnvoller wäre. 

Cannabis Krebs Studie: Hilft Cannabis gegen Krebs?

Wie anfangs erwähnt, ist bis jetzt noch wissenschaftlich ungeklärt, ob Cannabis gegen Krebs hilft. Studien aus Zellexperimenten und Tierversuchen sind allerdings vielversprechend: Cannabinoide besitzen für eine große Zahl an Tumorarten eine antikarzinogene Wirkung und können den Tumorwachstum eindämmen sowie die körpereigene immunologische Tumorabwehr stärken. Zudem zeigen manche Studien, dass Cannabinoide die Metastasenbildung verringern und krebsresistente Zellen verstärken können. In der Kombination mit konventionellen Therapiemaßnahmen in der Krebsbehandlung zeigte sich ein deutlich positives Potential. 

An Menschen wurden diese Versuche allerdings noch nicht durchgeführt, weshalb die vorgestellten Studien für Menschen noch keine Gültigkeit besitzen. Lediglich durch klinische Studien an Menschen könnte bewiesen werden, dass Cannabinoide gegen Krebs helfen. 

Erfahrungsberichte bei einer Krebs-Cannabis-Therapie 

Bei einer aktuellen Studie aus Israel zur Effektivität von Medizinalcannabis bei Krebs und anderen Krankheiten nahmen etwa 10.000 Patienten teil. Die Krankheitsbilder variierten zwischen Lungenkrebs, Darmkrebs, Schmerz induzierten Krankheiten, Autismus, Epilepsie, PTSD und dem Tourette-Syndrom. Der Median der Krankheitsverläufe betrug 4 Jahre. Den Patienten wurde eine freiwillige Cannabis Medikation angeboten. 

70% der Patienten gaben nach 6 Monaten an, positive Effekte durch die Cannabis Medikation zu vernehmen. Teilweise waren die Symptome der Patienten stark gemildert oder in manchen Fällen sogar verschwunden.

Beitragsbild: Unsplash.com

SHARE:
Verwandte Artikel

Meist gelesene Artikel

#
08/24/21

CBD Blüten: Sind CBD Blüten in Deutschland legal? (STAND: Oktober 2022)

#Science
06/10/21

Wunderpflanze Hanf: Die Vorteile des Hanfanbaus

#Science
04/20/20

Was sind Terpene? Und was hat das mit CBD zu tun?

#Science
11/06/20

Die Schisandra-Beere – was sie ist und was sie kann

#Science
12/03/20

Was ist der Entourage-Effekt?

#Science
10/13/21

CBD Öl selbst herstellen