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Cannabis: Die letzte Rettung bei chronischen Schmerzen?

18/01/2023 4 MIN. LESEZEIT Sophie Klingler
18/01/2023 4 MIN. LESEZEIT Sophie Klingler

Hinweis: Die auf unserer Website enthaltenen Informationen dienen nicht zur Grundlage der eigenständigen Diagnose oder Therapie. Solltest du unter chronischen Schmerzen leiden und bereits Schmerzmittel einnehmen, setze diese bitte nicht ohne Rücksprache mit deinem behandelnden Arzt ab.

Cannabis ist mehr als nur ein Rauschmittel – das erkannten schon die Inder vor Tausenden von Jahren, als sie die Hanfpflanze zur Schmerzlinderung einsetzten. Auch in Deutschland kann sie ihre positive Wirkung in der Schmerztherapie entfalten, denn seit 2017 dürfen Ärzte hierzulande medizinisches Cannabis auf Rezept verschreiben. Zum Einsatz kommt die Cannabistherapie vorwiegend bei Patienten mit chronischen Schmerzen, bei denen die regulären Therapiemethoden nicht mehr helfen. Ihren Einsatz findet sie nur in Ausnahmefällen, dennoch setzen viele Schmerzpatienten große Hoffnung in die cannabisbasierten Medikamente.

Was sind chronische Schmerzen?

Chronische Schmerzen werden als solche bezeichnet, wenn sie mehr als drei Monate anhalten und dabei dauerhaft spürbar sind oder regelmäßig wiederkehren. Die chronischen Schmerzen können sich als lang anhaltende Rückenschmerzen äußern, ebenso wie in Form von Kopfschmerzen, Muskelschmerzen oder Gelenkschmerzen. Wenn du unter dieser Art von Schmerzen leidest, ist es wichtig einen Arzt aufzusuchen, um die Ursache des Schmerzes zu finden. Wenn chronische Schmerzen nicht behandelt werden, kann sich nämlich ein Schmerzgedächtnis bilden, sodass die Schmerzen irgendwann vom Körper als normal empfunden werden. Neben chronischen Schmerzen leiden viele Patienten zudem an Begleiterscheinungen, wie Schlafstörungen, depressiven Verstimmungen und Reizbarkeit.

Die Ursachen des andauernden Schmerzes

Chronische Schmerzen können die unterschiedlichsten Formen annehmen und in verschiedenen Bereichen des Körpers auftreten. Dabei sind die Ursachen des Schmerzes sehr vielfältig. Eine der häufigsten Ursachen ist der Verschleiß des Bewegungsapparates bei Erwachsenen, so wie etwa bei einem Bandscheibenvorfall. Weitere mögliche Ursachen sind Gefäß- oder Tumorerkrankungen. Auch nach Unfällen oder Operationen kann es zu chronischen Schmerzen kommen. Darüber hinaus kann auch eine Migräne chronisch werden und mit regelmäßigen Schmerzen einhergehen.

Cannabis als alternative Therapie

Es gibt verschiedene Methoden, um chronische Schmerzen zu behandeln. Bei der Wahl der Therapieform kommt es unter anderem auf die Art und Intensität des Schmerzes an. Angewendet werden beispielsweise physikalische Therapien wie Massagen, Kälte- und Wärmebehandlungen. Auch Bewegungstherapie wie Krankengymnastik und Sport können zu einer Linderung des Schmerzes beitragen, ebenso wie Akupunktur und Nervenstimulation. Oftmals werden jedoch chemische Schmerzmittel eingesetzt. Bei akuten Schmerzen werden häufig Acetylsalicylsäure (ASS), Ibuprofen oder Paracetamol eingesetzt. Diese Schmerzmittel verschaffen Menschen mit chronischen Schmerzen jedoch selten Linderung. Daher wird häufig auf Opioide zurückgegriffen. Diese stellen jedoch keine Dauerlösung dar, da sie teilweise starke Nebenwirkungen hervorrufen und körperlich abhängig machen können. Als eine sinnvolle Alternative zur klassischen Medikation chronischer Schmerzen gilt hingegen die Cannabistherapie. Der große Vorteil dieser Therapieform ist, dass medizinisches Cannabis häufig geringere Nebenwirkungen hat und meist auch schneller seine Wirkung entfaltet. Allerdings kann Cannabis nur bei schweren Erkrankungen oder sehr starken Schmerzen verschrieben werden, wenn andere Schmerztherapien nicht anschlagen.

Hanf gegen chronische Schmerzen: So wirken die Cannabinoide der Hanfpflanze

Warum die Cannabinoide der Hanfpflanze eine derart effektive Wirkung im menschlichen Körper entfalten können, fanden Wissenschaftler 1992 heraus. Und zwar verfügt der Mensch über ein eigenes Cannabinoidsystem, das mittlerweile unter dem Namen Endocannabinoidsystem (ESC) bekannt ist. Unser Körper produziert körpereigene Cannabinoide, die als natürliche chemische Botenstoffe fungieren und verschiedene Körperfunktionen wie etwa die Schmerzwahrnehmung beeinflussen. Die Endocannabinoide, die der menschliche Körper herstellt, wirken ähnlich wie die pflanzlichen Cannabinoide. Sie docken an dieselben Rezeptoren an und entfalten dort ihre Wirkung. Die Cannabinoide können meist keine Schmerzfreiheit verschaffen, jedoch können sie den Schmerz lindern, indem er vermindert wahrgenommen wird. Die Schmerzsignale werden weiterhin an das Gehirn weitergeleitet, dabei aber in der Intensität geschwächt. Zudem können durch die Behandlung mit Cannabis oftmals auch schmerzbedingte Schlafstörungen verbessert werden.

Cannabis in der Schmerzbehandlung: Alles Wissenswerte über die Verschreibung

Bei chronischen Schmerzen kann Cannabis nur in Einzelfällen vom Arzt verschrieben werden. Unter anderem muss eine schwerwiegende Erkrankung vorliegen, bei der Standard-Therapien nicht zur Verfügung stehen oder keine Wirkung zeigen. Als schwerwiegend gilt eine Krankheit, wenn sie entweder lebensbedrohlich ist oder eine Gesundheitsstörung verursacht, sodass die Lebensqualität auf Dauer beeinträchtigt ist. Werden diese Voraussetzungen erfüllt, kann ein Arzt Cannabisprodukte gegen die Schmerzen verschreiben. Es können Rezepte für reine Cannabisblüten ausgestellt werden, ebenso wie für Cannabis-Präparate in Form von Kapseln, Tropfen, Ölen und Mundsprays. Bei den Cannabisarzneimitteln wird insbesondere den Cannabinoiden CBD und THC eine positive Wirkung zugeschrieben.

Auch eine Kostenübernahme der gesetzlichen Krankenkasse ist möglich. Hierfür muss jedoch ein Genehmigungsantrag bei der Krankenversicherung gestellt werden, indem der behandelnde Arzt die alternative Behandlung mit Cannabis nachvollziehbar begründet.

Studien über die Wirksamkeit der Cannabistherapie

Eine Abschussauswertung des Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) ergab: Dass mit 76,4 % chronische Schmerzen in Deutschland der häufigste Grund für die Verschreibung von Cannabisarzneimitteln sind, bei denen die Kosten der Therapie von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen wurden. Dabei können die Cannabinoide grundsätzlich keine Schmerzfreiheit verschaffen. Unter Umständen können die Schmerzen jedoch vermindert wahrgenommen werden, sodass die Lebensqualität der Patienten wieder steigt. In verschiedenen Studien liegt die Quote der Therapieabbrecher bei knapp einem Drittel, wohingegen ca. 70 % der Cannabispatienten von einer verbesserten Lebensqualität berichten.

FAQ

Wer bekommt Cannabis als Schmerzmittel?

Seit 2017 können Cannabisarzneimittel in Deutschland verschrieben werden. Ein Rezept erhalten Patienten, die unter einer schwerwiegenden Erkrankung leiden und bei denen Standard-Therapien nicht zur Verfügung stehen oder diese keine Wirkung zeigen. Zudem muss die Chance bestehen, dass der Krankheitsverlauf durch die cannabisbasierten Medikamente positiv beeinflusst wird.

Wer verschreibt Cannabis bei chronischen Schmerzen?

Außer Zahn- und Tiermedizinern dürfen alle Ärzte mit einer ordnungsgemäßen und gültigen Approbation Cannabisarzneimittel verschreiben.

Welches Cannabis bei chronischen Schmerzen?

Welche Cannabissorte und ob eine Behandlung damit überhaupt sinnvoll ist, entscheidet der behandelnde Arzt für jeden Patienten individuell. Von selbständigen Behandlungsversuchen ist vehement abzuraten, besonders, da Cannabis für Privatpersonen ohne Rezept immer noch illegal ist.

 

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